kaliban.org Mar 10 2003

by Gunnar on 10. März 2003 · 15 comments

Einer der großen Helden des Alltags ist Charles Seeberger, Erfinder der Rolltreppe. Ein Visionär: »Mit meiner Erfindung kann man Etagen zweimal so schnell ersteigen wie mit einer normalen Treppe. Die Welt wird künftig ein besserer Ort sein.« wird er sich gedacht haben. Er konnte ja nicht ahnen, dass in München, besonders an Wochenenden (wenn auswärtige Einkäufer die Stadt überfluten), die Leute einfach faul auf Mitte der Rolltreppe stehen bleiben, anstatt dynamisch hochzustürmen, um den Tempovorteil zu nutzen. Oder wenigstens verschämt am Rand zu verharren, wie es das gute Recht eines Invaliden ist. Statt dessen lungern die Leute nasebohrend auf den Stufen herum, bilden gar geschwätzige Grüppchen und lassen sich nachlässig von der Technik in die Höhe tragen, ungeachtet des Staus am Fuß der Treppe. Manche besitzen nicht mal den Anstand, sich bei der Fahrt nach oben wenigstens zu überlegen, wie es dann weitergeht und bleiben kontemplierend oben stehen, um dann bei Gelegenheit nach möglichen Wegen zu schauen. Arrrrgh.

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