Der Cube, der Sprengstoff und die fiese Schergin

by Gunnar on 12. April 2003 · 26 comments

Wie ich schon hin und wieder erwähnt habe, hasse ich’s zu fliegen. Nicht wegen der eigentlichen Erfahrung, sondern wegen dem Drumherum: Kontrollen, lange Fahrten zum Flughafen etc. Zur Illustration: Eines Tages war mein Ziel Hamburg, eine Privatreise, bei der ich zufällig einen GameCube in der Tasche hatte. Das absurde Personal konnte mit diesem merkwürdigen Gerät gar nix anfangen, was dazu führte, dass die Konsole, quasi by default, als »verdächtig« eingestuft wurde. Die Folge: intensiver Sprengstofftest mit Analyse der Staubpartikel et cetera. Zeitverlust: gut zehn Minuten.
Andere Reise, gleicher Nerv: Taschenkontrolle, folgender Dialog entspannt sich:
Ich: »Sie sind aber genau, nicht mal in München musste ich extra den Laptop auspacken.«
Fiese Schergin: »Sie sind hier aber nicht in München. (zerrt alles aus meiner Tasche, was drin ist)
Ich: »Hey, das war unnötig. Packen Sie das wieder ein.«
Fiese Schergin: »Packen Sie’s doch selber wieder ein!« (stößt die Tasche so hin, das alles rausfällt)
Ich: »Moment! Was soll das? Sagen Sie mir sofort Ihren Namen, ich will mich beschweren!«
Fiese Schergin: (hält sich das Namensschild zu)
Ich: »Geht’s Ihnen noch gut? Sagen Sie mir Ihren Namen!«
Fiese Schergin: (läuft weg)
Ich: »Halt! Wo wollen Sie hin?«
Fiese Schergin: (läuft in einen Raum für Bedienstete, schließt die Tür hinter sich)
Ich: (schaue mich hilfesuchend um)
Restliche Schergen: (schauen betreten zu Boden)

An dieser Stelle musste ich das Schauspiel leider abbrechen, um meinen Flug nicht zu verpassen. Grmpf. Skandal. Schlimmer als Münchener Busfahrer.

{ 26 comments… read them below or add one }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: