kaliban.org May 2 2003

by Gunnar on 2. Mai 2003 · 7 comments

Mitteilungsbedürfnis: Aktuelle Lieblingssongs von mir sind Le vent les portera (Noir Desir), Paperthin (Hot Water Music), She found you (Samiam), Half friend town (As friends rust), Cuts you up (Peter Murphy), Rebecca Wild (Walkabouts), Four Rooms Swing (Combustible Edison). Hm. Jetzt, wo ich’s so sehe: Meine MP3-Sammlung veraltet rapide — ich beschäftige mich offenbar zu sehr mit Kaufmusik.

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kaliban.org May 2 2003

by Gunnar on 2. Mai 2003 · 9 comments

Katzenterror

Die Nachteile des Katzenhaltens sind in der Bevölkerung nur unvollständig bekannt, daher fühle ich die missionarische Pflicht, aufzuklären. Schlimmer als die offensichtlichen, bauartbedingten Nervigkeiten (verkratzte Möbel, verhaarte Teppiche, bepinktelte Decken etc.) ist der Terror, den so ein Tier ausüben kann.

Beispiel 1: The Schaumstoffball from Hell. Unser Kater Zorro liebt es, hundemäßig zu apportieren. Er holt den Ball, er fängt den Ball aus der Luft, er kickt den Ball mit der Pfote zurück. Alles sehr süß. Aber: Wird mal fünf Minuten nicht geballt, schleppt das Vieh sein Spielzeug an, legt es vor uns auf den Boden und schaut auffordernd. Wir reagieren zunächst mit der Gelassenheit von Marmorsäulen, weshalb das Biest die Situation durch durchdringendes Mauen eskaliert. Hilft auch das nix, versucht er’s mit körperlicher Gewalt und springt harmlosen das Sofa beliegenden Menschen mit Wucht auf den Bauch. Irgendwann fangen wir dann wieder an, den Ball zu werfen. Seufz. Schlimm ist auch, wenn wir den Ball irgendwo hinschlenkern, wo ihn das Vieh nicht gleich findet. Anstatt vernünftig zu suchen, kommt er dann zurück und miaut uns an, weil er uns die Schuld an der freudlosen Situation gibt und wohl erwartet, dass wir mit Menschenmagie den Ball wieder herbringen.

Beispiel 2: Das Problem mit der inneren Uhr… Unsere Katzen bekommen abends immer zwischen 19:00 und 19:30 ihre sündteure Whiskas-Mahlzeit. In allen Katzenbüchern liest man auch immer von der enormen inneren Uhr, die die Biester besitzen sollen, was dazu führe, dass sie den Mahlzeiten-Termin voll verinnerlicht haben. In unserem Fall ist’s allerdings so, dass die Katzen immer so kurz nach 18:00 von ihrer inneren Uhr an die Fressenszeit gemahnt werden. Und von da an klingelt alle 5 Minuten der innere Wecker: Bei jeder menschlichen Bewegung Richtung Flur springen die Kratzerchen also auf und rennen wie gestochen zum Napf, um da zu mauen. Totaler Kommunikationsbreakdown: Die Katzen denken, wir füttern sie absichtlich nicht und sind sauer — wir halten die Biester für bescheuert (und verweisen auf die frühe Uhrzeit) und sind vom Gemaue genervt. Strenge Erziehungsprinzipien verhindern zudem den einfachen Ausweg des verfrühten Füttern, weshalb jeden Abend Terror herrscht. So ist das mit den Katzen. Leute, seid gewarnt!

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