kaliban.org Oct 29 2003

by Gunnar on 29. Oktober 2003 · 19 comments

Kill Kill Bill

In den Zeiten der verlotterten Diskussionskultur kann man ja auch einfach so eine Meinung haben, wie mir aufgefallen ist. Werfe hier also mal ohne allzu tiefe Analyse meine Ansichten in den Raum:
Ich verstehe den Tarantino nicht: Nur weil es offenbar in Mode gekommen ist, Filme ohne vernünftige Handlung oder gute Dialoge zu machen, heißt das doch noch lange nicht, dass er das auch darf. Kill Bill ist eine einzige Enttäuschung — alles Pose, null Substanz. Alles über-übertrieben, ohne Verankerung. Soundtrack und Geräuschkulisse dienen nicht den Bildern, sondern bestimmen sie. Wo sind die coolen Sprüche, die überraschenden Wendungen? Wo sind Charaktere, die über’s Abziehbild hinaus gehen? Was genau soll an dem Streifen überhaupt spannend oder fesselnd sein? Selbst die Schwert-Sprung-Kabel-Kämpfe, offenbar das Kernstück des Films, verkommen zur Massenware, weil Tarantino damit quasi die ganze letzte Stunde der überlangen 108 Minuten bestreitet. Einzig das fiese Duell mit der 17jährigen Japanerin in Schulmädchen-Uniform wirkt einigermaßen ideenreich.

{ 19 comments… read them below or add one }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: