kaliban.org Nov 7 2003

by Gunnar on 7. November 2003 · 11 comments

Kauft mehr Bücher!

Im Zuge meiner Bemühungen, diese Webseite zu einem vollwertigen Medienportal auszubauen, hier eine neue Rubrik: Buchtipps. Naja, eigentlich wollte ich nur mal missionarisch ein paar Schinken aus dem Pflichtprogramm des Spiele-Redakteurs lobend erwähnen, weil sie vielleicht auch für andere interessant sein könnten. Also:

Masters of Doom (Kushner) – leicht romanhafte Mini-Biografie über John Romero und John Carmack, ziemlich aktuell (2003 erschienen). Liest sich locker runter, bringt viel Insider-Wissen. Hab’s verschlungen.
Lesbar für: alte Doom-Fans, Daikatana-Hasser u.a.

Triggerhappy (Poole) – nicht mehr ganz neues, aber sehr flott geschriebenes Buch über die kulturelle Bedeutung von Videospielen. Kommt mit wenig Insider-Anspielungen aus, ist also für jeden konsumierbar, der sich für Medien und ihre Wirkung interessiert.
Lesbar für: Spieler, Intellektuelle ohne Vorurteile, Eltern, Professoren.

Opening the Xbox (Takahashi) – umfangreiche Nacherzählung der Entwicklung der Xbox, mit lebendigen Beschreibungen der handelnden Personen. Nicht übermäßig brillant geschrieben, aber gut zu lesen. Zeigt sehr schön, wie derartige Mega-Projekte in Firmen entsehen, ist aber ziemlich insiderig.
Lesbar für: Branchen-Insider, Xbox-Nerds.

Spielplatz Computer (Lischka)“Lischkas Kompendium darf aber keineswegs nur als eine Art Lehrbuch für Zocker verstanden werden, vielmehr verbirgt sich dahinter auch der geheime Wunsch des Autors, dass Videospiele als Kulturgattung endlich akzeptiert werden.” schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung über das Buch. Stimmt schon, auch wenn das Wort Kompendium mehr Umfang nahelegt, als der dünne Band mit seinen 140 Textseiten leistet. Ist zwar gut und lässt sich leicht lesen, greift aber an einigen Stellen zu kurz, weil Lischka neben seinen Betrachtungen auch noch Geschichte unterbringen muss.
Lesbar für: eigentlich jeden, der sich für Spiele interessiert.

So. Reicht erstmal. Gäbe noch mehr. Viel mehr. Vor allem Kents Klassiker, der zwar gruselig schlecht geschrieben ist, aber sein Sujet dafür sehr erschöpfend behandelt. Ist aber Arbeit, sich da durchzukämpfen.

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