Februar 2004

kaliban.org Feb 27 2004

by Gunnar on 27. Februar 2004 · 18 comments

“Machen Sie mal spontan einen schlechten Witz.”
“Welches Thema?”
“Essen.”
“Herr Ober, einmal das Piratenmenü. Ohne Kapern, bitte.”

kaliban.org Feb 26 2004

by Gunnar on 26. Februar 2004 · 9 comments

Heute, in der amerikanischen Botschaft…

…massig Bullen davor, Straßensperren, ein echter Polizeipanzer, Gitter, Wachen, also Sicherheitsmaßnahmen galore. Mittendrin, sich ganz klein fühlend: Vier Redakteure, einbestellt zum Vorsprechen zwecks Visum-Erneuerung. Tausend penible Formulare, an Panik grenzende Unsicherheit: “Ob’s ein Problem ist, dass mein Passfoto nicht genau 50mm mal 50mm ist? Haste auf Bogen 158B auch das mit dem voraussichtlichen Aufenthaltsort ausgefüllt?”
Dann Formulare abgeben, warten, warten, warten. Nach gut drei Stunden kommt der Aufruf: “Mr. Guunr Lott, proceed to window 28″. Jetzt wird’s surreal: ein freundlicher Mitarbeiter, anstatt eines Verhörs ein nur sechsminütiges Gespräch, davon gut drei Minuten über… PC-Spiele! Ich weiß jetzt, dass der nette Herr an Schalter 28 auf Civ 3 steht, aber Civ 2 eigentlich besser fand. Und dass ihm bei Ego-Shootern schlecht wird. Und dass Sid Meier der größte Designer ist. Huh.
Noch skurriler wird’s zwei Minuten später, als mein Kollege, Herr S. von der GameStar dran ist: “You know, this will not increase your chances of getting a visa, but… may I keep this magazine?” Sprach’s und behielt leicht verlegen die zum Beweis für die Berufstätigkeit von Herrn S. vorgelegte Ausgabe von GameStar ein.
Schön eigentlich, wie die Spiele uns verbinden…

München ist ein süßes Gift und…

by Gunnar on 25. Februar 2004 · 13 comments

…irgendwie wie ein dickes Mädchen aus gutem Hause. Hey, sagt sie, ich mag zwar nicht die coolen Songs kennen, die die anderen Mädchen mitsingen, und, ja, meine Freundinnen sind nicht so lässig, aber schau dir mal meine Brüste an! Und bedenke, wie weich Du auf mir liegst, das kann Dir doch das dürre Hamburg oder das ungewaschene Berlin nicht bieten. Und, hey, ich schwatze auch nicht so viel wie Köln. Und wenn Du mit mir zusammen bist, darfst Du auch mal den 5er von meinem Papa fahren. Außerdem kann er Dir vielleicht mal einen Job besorgen, in einer richtigen Firma wie Siemens und nicht bloß in einer Agentur, wie das der Dad von Hamburg vielleicht anbietet. Außerdem kannst Du mich problemlos Deinen Eltern vorstellen, weil ich immer gut gekleidet bin, mal leger in Tommy Girl, mal im Gucci-Kleid. Okay, ich bin katholisch, aber ich lebe nicht danach, echt nicht. Und den Akzent kann ich unterdrücken, wirklich. Du musst natürlich ein paar Kompromisse machen, wenn Du mich besuchst, weil meine Eltern gern hätten, dass Du bei uns einen Anzug trägst, aber mein letzter Freund sagte, dass man sich damit sehr erwachsen fühlt…

kaliban.org Feb 24 2004

by Gunnar on 24. Februar 2004 · 13 comments

Battle! Fight!

Da ich ja verheiratet bin, habe ich mir über die Jahre eine gewisse Expertise in Sachen »Was Frauen im Fernseh’n schauen« zu gelegt. Und bin neulich prompt in eine Diskussion darüber geraten, was nun besser ist, Sex and the City oder Ally McBeal. Gut, das mag sehr nach »War es ein Sack Reis oder ein Sack Bohnen, der in China umgefallen ist?« klingen, dennoch ist’s interessant um der Diskussion willen. Was meint die Werte Leserschaft dazu?

Zur Anregung hier ein paar Argumente,
Pro Ally und Pro SATC.

kaliban.org Feb 23 2004

by Gunnar on 23. Februar 2004 · 19 comments

It fell into wrong hands…mine! HAHAHA

Wie gestern: Ein Kleinod aus meinem Mailarchiv. Sehr indiskret übrigens, war nämlich offenbar ein echter Mail-Irrläufer. Namen habe ich allerdings geändert, vorsichtshalber. Hier, du sensationslüsterne Masse:

Hi Stefan!
So, ich schreibe dir weil ich denke das es an der Zeit ist dir einige Sachen zu schreiben wo ich mittlerweile weiter gekommen bin.
Ich hoffe du bist mir nicht mehr sauer und aufnahmefähig. Ich möchte dich auch bitten dir mühe zu geben nichts irgendwie falsch zu verstehen, ich möchte mit dieser Mail keinem was unterstellen. Ok?

Ich schreib dir einfach ganz ehrlich was ich denke und was mir zum Teil bestimmt auch Gott klar gemacht hat, also nimms nicht zu persöhnlich.
Ok, ich denke diese ganzen komplizierten Sachen kamen von Gott, auch das es bisher zu keiner wirklichen persönlichen Aussprache kam. Ich denke einfach das ich, wenn es nicht so schwer gewesen wäre (und ich nicht das Gefühl gehabt hätte das du mich nervst), hätte ich mich zu sehr an dich rangehängt. Die Sache wäre einfach zu persönlich geworden. Ich möchte damit nicht ausdrücken das wir da zusammen gekommen wären oder so, du wärst mir einfach zu wichtig geworden, verstehst du? Mir hätte das ganze im Endeffekt mehr wehgetan als so schon.
Ich möchte mich auch für mein ganzes Schreibverhalten dir gegenüber entschuldigen. Mir ist jetzt klar geworden das ich viel versucht habe dich nur zu provozieren, hab ich aber nicht bewusst gemacht. Diese ganze Sache war einfach spannend für mich weil ich mich immer gefragt habe was du antworten würdest. Ich hab das ehrlich nicht absichtlich gemacht, und du warst auch nicht eine Art Experiment für mich oder so… Es tut mir einfach nur leid, ich hab mir damit wohl am meisten geschadet…
So, das wars fürs erste…
Ich möchte dich bitten das du versuchst mich zu verstehen…
Ich würde mich freuen wenn du mir mitteils wie du darüber denkst…
Dann erst mal Tschau
Kathrin

Huh. Harte Worte. Von Gott und so. Aha. Ich denke, wir haben es hier mit einer, entschuldigt das Wort, Schlampe zu tun. Das Luder hat dem armen Kerl doch schöne Augen und gleichzeitig falsche Hoffnungen gemacht, oder? Hoffentlich hat der Adressat die Mail ausgedruckt und in den Müll geworfen…

kaliban.org Feb 22 2004

by Gunnar on 22. Februar 2004 · 8 comments

Modern communication channels

From: gunnar l.

To: chris s.

Sent: Friday, November 02, 2001 1:30 PM
Subject: arrrrrrgh…
… in einem schwachen Moment habe ich ein bisschen Gefallen an Nightwish gefunden, zwei, drei Songs gehört, und bin jetzt überzuckert. Schnell eine Dosis Primitiv-Punk hören, damit sich der Stoffwechsel wieder ordnet.
#gun

From: chris s.

To: gunnar l.

Sent: Friday, November 02, 2001 6:30 PM
Subject: re: arrrrrrgh…
Kenn ich, kenn ich — wenn ich die Placebo-CD einlege, zuckt meine Hand immer nach dem Küchenmesser. Zum Glück helfen ein paar Stunden Dauerbeschallung mit Radio Energy wieder zu so etwas Ähnlichem wie Lebenswillen.
-Chris

kaliban.org Feb 21 2004

by Gunnar on 21. Februar 2004 · 15 comments

Aus meinem nie geführten Tagebuch

Als ich sie küsste, zuckte sie zusammen, wich aber nicht zurück. Sie hatte darauf gewartet, Signale gegeben, Bemerkungen lanciert, kurz: das alte Spiel gespielt. Mit meinem lang zurück gehaltenen, lang gelockten Kuss, erfüllte sich die erste Stufe des Spiels. Wir drehten uns um einander, lauernd, darauf bedacht, nicht zu schnell und nicht zu langsam voran zu gehen. Immer die Regeln einhaltend, alle Rituale der modernen Annäherung durchführend, von Essen gehen über das private Kerzenschein-Besäufnis mit Video gucken bis zum Kinobesuch mit fest eingeplanter Knutscherei in der letzten Reihe. Schließlich und endlich gipfelt das Spiel im Sex — und endet da auch.
Absurd, eigentlich, bei all der Mühe. Okay, hin und wieder gelingt eine Ausweitung des Spiels, eine Verlängerung ins Beziehungshafte, in ein Zusammenleben gar. Aber allzu oft war’s doch nur das Spiel, das uns in seinen Bann gezogen hat, oder?

kaliban.org Feb 20 2004

by Gunnar on 20. Februar 2004 · 3 comments

Bilder unserer Zeit

Ist nicht das peinliche Geschacher um die Bundespräsidentenwahl das Toll Collect der demokratischen Institutionen?
Ist nicht die bevorstehende Niederlage von Bayern gegen Real das Pisa des deutschen Fußballs?
Ist nicht der zu gut abgefundene Herr Esser der Gerster der freien Wirtschaft?

Unprecedented and unimaginable as they may be, these are the signs of our times… …hieß es schon im Abspann von StarCraft. Hat immer noch und immer wieder Gültigkeit, was mich in meiner Meinung bestärkt, dass man alles im Leben wichtige aus Videospielen lernen kann, wenn man nur genau hinsieht.

kaliban.org Feb 19 2004

by Gunnar on 19. Februar 2004 · 20 comments

Oh.

Vorbeisurfen bei Petra machte mich auf einen neuen Persönlichkeitstest auf The Spark aufmerksam. Ist sehr cool, wie immer. Im Gegensatz zu Petra bin ich aber nicht zu feige, mein Ergebnis zu verraten: hier. Aber erst draufklicken, wenn ihr euer eigenes Resultat habt…

kaliban.org Feb 18 2004

by Gunnar on 18. Februar 2004 · 15 comments

Es könnt’ mir nicht egaler sein

Als ich, lesebegeisterter Junge der ich war, vor vielen Jahren im Haus meiner Großeltern von meiner Oma mit Buch und Taschenlampe unter der Bettdecke erwischt wurde, sagte sie: »In ein paar Jahren brauchst Du ‘ne Brille«.
Als ich in der Studentenzeit begann, meiner Freizeit primär vor Bildschirmen zu verbringen, fehlte es nicht an Warnungen um die Gefahren, die Flimmerkisten für Augen darstellen.
Als ich meine Bildschirm-lastige Freizeit ein paar Jahre später auch noch mit einem zu nahezu 100 Prozent vor Monitor und Fernseher auszuübenden Beruf kombinierte, prophezeite man mir und meinem Augenlicht Schlimmes.
Hallo, liebe Welt: Ich bin 34 und meine Augen sind noch immer völlig in Ordnung. So kann man sich täuschen. Ha!

kaliban.org Feb 17 2004

Februar 17, 2004

Google ist dein Freund Na, das ist ja mal praktisch. Was es alles gibt. via letzthin Google ist dein Freund Na, das ist ja mal praktisch. Was es alles gibt. via letzthin

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kaliban.org Feb 16 2004

Februar 16, 2004

Mein Blog-Fu ist schwach in diesen Tagen. Mein Blog-Fu ist schwach in diesen Tagen.

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