Mai 2004

kaliban.org May 31 2004

by Gunnar on 31. Mai 2004 · 8 comments

Wolken.

Ich halte mir zugute, dass meine Laune eigentlich nicht stark variiert, klar, manchmal sprudelt es, manchmal stumpft alles ein bisschen ab, und oft bin ich so konzentriert, dass ich abweisend wirke, aber ich bin nicht jemand, von dem man sagt, er habe heute schlechte Laune. Hoffe ich. Interessant aber, dass an freien Tagen, selten genug sind sie, meine Laune anders als sonst mit dem Wetter schwankt. Sonne kitzelt wohlige Gedanken, regt dazu an, Konsolen/DVD-Player/PC mal ausgeschaltet zu lassen, flutet die Räume mit kostenloser Lichttherapie, veranlasst die Katzen zur fauler Ruhe. Schön. Leider nur gestern. Heute drückt der verhangene Himmel von oben grau auf die Stadt. Also doch wieder Medienmissbrauch statt Spaziergang…

kaliban.org May 31 2004

by Gunnar on 31. Mai 2004 · 7 comments

Eine Filmkritik…

…ist das zwar nicht, weil es mir gerade an Lust/Zeit dazu fehlt, aber dennoch kurz meine Eindrücke zur Verfilmung von Harry Potter und der Gefangene von Azkaban: Werkgetreu wie immer, aber nicht auf eine übermäßig anale (wie im ersten) oder schlicht hirnlose (wie im zweiten) Art, Redundantes wurde lässig weggelassen, visuelle Ideen ohne Pep wurden ersetzt und verbessert. Lupin und Black sind klasse besetzt, die Dementoren und Seidenschnabel passend gemacht. Insgesamt die bislang beste HP-Verfilmung, was sicher auch daran liegt, dass diesmal nicht Chris Columbus Regie führte. Empfehlenswert, wenn man ein bisschen was mit Potter anfangen kann.

Traue niemals einem Mann, der Witze wie “Das kann doch nicht Warstein” oder “Da kann ja Jever kommen” macht. Über Bier wird nicht gescherzt.

Es ist keine Schande, vegetarisch zu essen. “Gemüse-Macs” sind allerdings lächerlich. Und missionarischer Veganismus ist böse.

Wenn eine Frau tanzen will, tanzt man mit ihr. Basta.

Ketchup im Übermaß zu verwenden, ist okay. Außer wenn man damit den Koch beleidigt. Der Koch hat immer Recht.

Ein Mann kann niemals zu viele T-Shirts haben.

Frauen stehen auf nette Schwule. Und auf heterosexuelle Arschlöcher. Niemand steht auf Metrosexuelle, es sei denn sie wären reich und schön. Oder wenigstens reich.

Auch ein Dreitagebart erfordert Pflege.

Leute, die behaupten, den Geschmack von Rosenkohl zu lieben, sind Lügner. Oder falsch sozialisiert.

Alles Wasser in schicken Glasflaschen wird an einem Hahn in Wanne-Eickel abgefüllt.

Wer über 20 ist, macht sich lächerlich, wenn er Luftgitarre spielt.

Leute, die die C’T im Bus lesen, haben keine Freunde. Oder verdienen keine.

Individualität drückt man *nicht* mit seiner Krawatte aus.

NTV oder N24 sind *kein* Ersatz fürs Zeitunglesen.

Jeansjacken kann man in Ausnahmefällen tragen. Wenn man keine gleichfarbigen Jeanshosen dazu anhat.

Baseball-Mützen sind ohnehin schon, nun, grenzwertig. Wer sie aber mit dem Schirm nach hinten trägt, wird auf jeden Fall in der Hölle schmoren.

Zu der Mannschaft aus gut bezahlten ausländischen Ballsportlern, die in deiner Stadt kickt, sagst du bitte nicht “wir”. Das heißt nicht, dass du ihre Siege nicht feiern darfst.

Wer nicht weiß, wie man Langusten isst, sollte heimlich trainieren.

Science-Fiction-Bücher zu lesen, ist akzeptabel, hilft aber nicht beim Aufreißen von Frauen. Gar nicht.

Schau in deinen Spiegel. Wenn deine Frisur der von Luke Skywalker auch nur ansatzweise ähnelt, musst du zum Friseur. Wenn es ein guter Friseur ist, wird er wissen, was zu tun ist.

Handwerker sind zu teuer und halten niemals Vorgaben ein. Wenn du glaubst, eine Ausnahme gefunden zu haben, arbeitet er nicht zuverlässig.

Brusthaar ist niemals richtig aus der Mode gewesen. Glaub nicht, was die Frauenzeitschriften sagen.

Anderswo ist es fast immer schöner als da, wo man herkommt.

Frauen verstehen das Konzept des Geheimnisses nicht. Erzähle ihnen Dinge nur erzählen, wenn du *willst*, dass sie herumgetratscht werden.

Wenn du einen Musikfilm gut findest, erzähle es deiner Freundin. Und nicht den Jungs vom Fußballverein.

Auf die Idee, Weisheiten wie die obigen zu sammeln, kam ich durch die US-Ausgabe von Esquire, die das schon länger tut. Würde daraus gerne eine eigene Webseite machen — wer das witzig findet, ist aufgefordert, eigene Codex-Regeln als Kommentar beizusteuern.

Update:

Wenn ein Freund dich regelmäßig beim Tennis, Kickern, Soul Calibur besiegt, hast du keine andere Wahl: Du musst heimlich trainieren. Dein Freund hat Anspruch auf einen würdigen Gegner.

Hosen müssen immer zumindest die Knie eines Mannes bedecken. Einzige Ausnahme sind Sporthosen bei statthaften Sportarten (Fußball).

Ein Mann sitzt nicht auf dem Boden. Nicht auf Partys, nicht beim “Quatschen” und auch sonst gibt es keinerlei Entschuldigung dafür. Und wo wir dabei sind, Männer “quatschen” nicht. Jedenfalls nicht in der (bestürzenderweise positiven) von Frauen benutzten Wortbedeutung.

kaliban.org May 29 2004

by Gunnar on 29. Mai 2004 · 10 comments

Samstag, ca. 21:00 Uhr. Da Werder ja offenkundig auch Pokalsieger wird (es steht grad 2:0), höre ich jetzt auf dem Fußball gucken und surfe. Und verbringe ein paar sinnlose Sekunden mit dem Designen von, ahem, Cornflakes-Boxen. Resultat siehe unten. Dabei fällt mir völlig unzusammenhängend ein, dass der Service-Preis des heutigen Tages an den V-Markt München geht, der tatsächlich frischen Spargel auf Wunsch schält (mit einer absurden Schälmaschine), wenn man ihn kauft. Vorbildlich. Oh. Aachen verkürzt auf 1:2. Der Reporter versteigt sich zur gewagten Konstruktion “das bringt spannung in ein vorbei geglaubtes pokalfinale”. Huh. Ich schaue mal weiter.

hässlich.

kaliban.org May 28 2004

by Gunnar on 28. Mai 2004 · 10 comments

Alles muss raus.

kaliban.org May 28 2004

by Gunnar on 28. Mai 2004 · 18 comments

Video. Spiele. Und so.

Eine private Erfahrung mit einem Videospiel, ganz außerhalb des beruflichen Kontexts: Das Spiel, Ninga Jaiden*, beginnt mit einem öden Vorspann. Kann ja passieren, aber warum wird der dann, wenn man wirklich loslegen will, nochmal wiederholt? Und zwar ohne Möglichkeit zum Abbruch? Grrr. Unsere Beziehung beginnt auf dem falschen Fuß. Dann immerhin bin ich drin, nett wird mir alles erklärt, die Steuerung ist cool und überhaupt. Kameraperspektive nervt immens, aber ich bin guter Hoffnung, mich dran zu gewöhnen. Spiele so zwanzig, fünfundzwanzig Minuten. Ist alles nicht sehr originell, was da auf dem Schirm geschieht, fühlt sich aber okay an, und, hey, das ist ja nur der Anfang. Dann, überraschend, sterbe ich. An einem Standardgegner. Einfach so. Ich Idiot. Und das Spiel hat nicht geruht, in der knappen halben Stunde, die ich spiele, mir auch nur einen Speicherpunkt vorzusetzen. Ich soll also wirklich Vorspann und simple-Moves-Lernphase nochmal spielen, nur weil ich ungeschickt bin (oder die Entwickler die Progression des Schwierigkeitsgrades vergeigt haben). Grrr. Wer denkt sich denn sowas aus?
* Name geändert

Update: Okay, okay, zwei Sekunden nach meinem Tod im ersten Versuch wäre ein Speicherpunkt gekommen. Ist so schlimm dann doch nicht. Dafür habe ich diesmal einen Kampf erleben müssen, bei dem ich die Gegner dank der miserablen Kameraführung nicht einmal *gesehen* habe. Unglaublich. Habe einfach nur blind Kombos gehauen, bis sie hin waren und ich weitergehen konnte.

kaliban.org May 27 2004

by Gunnar on 27. Mai 2004 · 4 comments

Kunst, oder was?

nofretete plant ne fete, bei der sphinx hinten links, doch mit isis gabs ne krisis und sie fiel. in den nil.
In ein paar Wochen beginnt die Documenta X. Mindestens genauso spannend und erheblich weniger elitär ist aber die Duckomenta, die Mitte August in Salem am Bodensee stattfindet.

kaliban.org May 26 2004

by Gunnar on 26. Mai 2004 · 9 comments

Weil ich gerade…

… mein 6. Zeitschriftenabo (ohne Fachzeitschriften oder Mitgliedermagazine) abgeschlossen habe, hier meine aktuelle Top5 deutscher Zeitschriften. Spielehefte ausgenommen.
1. Brand Eins
2. Spiegel
3. 11 Freunde
4. Manager Magazin
5. Allegra

kaliban.org May 26 2004

by Gunnar on 26. Mai 2004 · 6 comments

Derzeit spiele ich…

Legacy. Auf meinem *Handy*. Wunder der Technik. Warum gibt’s sowas nicht für den GBA? Bin die Japano-Knuddelfiguren ein bisschen leid.

Legacy(Abbildung hat ungefähr Originalgröße)

kaliban.org May 25 2004

by Gunnar on 25. Mai 2004 · 22 comments

Selbstbeobachtung

Gerade trage ich: Schuhe von Adidas, eine Hose von Timezone, eine Kapuzenjacke von Boss, eine Uhr von Junghans, das Parfum Allure pour Homme. Der (nicht sofort sichtbare) Rest war billig: Unterwäsche/Socken von H&M, das T-Shirt ein Werbegeschenk von Nintendo. Nachdem ich jahrelang auf Marken wenig gegeben habe, fühle ich mich seit einigen Jahren sicherer/besser/cooler, wenn ich mich ein bisschen hip anziehe. Die ganze Konsumgeschichte hat überhaupt wesentlich an Bedeutung zugenommen: Espressomaschine, BMW, Sony-Ericsson-Handy, Ray-Ban-Sonnenbrille et cetera. Liegt das an München? Am fortgeschrittenen Alter? An typisch männlicher Geschmacksunsicherheit? Oder einfach an der Tatsache, dass ich mir’s im Gegensatz zu früher einigermaßen problemlos leisten kann? Vor allem die Identitäts-stiftende Wirkung von Markenklamotten (die an vielen Leuten zu beobachten ist) ist früher einfach an mir vorbei gegangen, heute ertappe ich mich bei Gesprächen darüber, dass ich aus diesen oder jenen Gründen diese oder jene Jeans trage. Bisschen gruselig, das.

kaliban.org May 24 2004

Mai 24, 2004

Chi-Chi Wie wir neulich von einem von Sandras eher esoterischen Bekannten erfuhren, sind Katzen in der Wohnung nützlich, weil sie schlechtes Chi aufnehmen. Keine Ahnung, was das ist, aber schon nett von den Katzen. Damit wird mir auch plötzlich einiges vom Verhalten der Katzen klar: Die Tiere setzen sich deshalb auf den Fernseher, weil der […]

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kaliban.org May 15 2004

Mai 15, 2004

Dialoge from Hell Taschenkontrolle vor der E3-Messe.Ich (zeige meinen Rucksack vor)Schergin (deutet auf die Kameratasche im Rucksack): Have weapons in there?Ich: No.Schergin: Okay.Ich (gehe weiter)Schergin (schaut die Schlange aus Redakteuren, Programmierern und Marketing-Fuzzis an und sagt leise zur 2. Schergin) That’s just the beginning. There will be even more weird people later. Dialoge from Hell […]

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