kaliban.org May 25 2004

by Gunnar on 25. Mai 2004 · 22 comments

Selbstbeobachtung

Gerade trage ich: Schuhe von Adidas, eine Hose von Timezone, eine Kapuzenjacke von Boss, eine Uhr von Junghans, das Parfum Allure pour Homme. Der (nicht sofort sichtbare) Rest war billig: Unterwäsche/Socken von H&M, das T-Shirt ein Werbegeschenk von Nintendo. Nachdem ich jahrelang auf Marken wenig gegeben habe, fühle ich mich seit einigen Jahren sicherer/besser/cooler, wenn ich mich ein bisschen hip anziehe. Die ganze Konsumgeschichte hat überhaupt wesentlich an Bedeutung zugenommen: Espressomaschine, BMW, Sony-Ericsson-Handy, Ray-Ban-Sonnenbrille et cetera. Liegt das an München? Am fortgeschrittenen Alter? An typisch männlicher Geschmacksunsicherheit? Oder einfach an der Tatsache, dass ich mir’s im Gegensatz zu früher einigermaßen problemlos leisten kann? Vor allem die Identitäts-stiftende Wirkung von Markenklamotten (die an vielen Leuten zu beobachten ist) ist früher einfach an mir vorbei gegangen, heute ertappe ich mich bei Gesprächen darüber, dass ich aus diesen oder jenen Gründen diese oder jene Jeans trage. Bisschen gruselig, das.

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