Gibt jetzt kein’ Rudi Völler. Keiiiin Rudi Völller. Gibt jetzt kein Rudi Völ-ler.
Hm. Irgendwie bedaure ich den Rücktritt. Rudi war doch nicht schuld, oder?
Juni 2004
Aha. Es gibt also doch…
…das eine oder andere Projekt, das sich die mächtigen und einigermaßen selbstbewussten Herren von Springer nicht zutrauen. War aber eigentlich eine coole Idee, das mit der Sportzeitung am Sonntag. Da würde ich ja gerne mal die Testausgaben sehen. Und den Businessplan.
Schon was älter, aber ganz nett
Habe neulich bei Surfen ein Meisterwerk gefunden: Irgendein Held hat zwei Nickelback-Songs so zusammengemischt, dass aus dem linken Lautsprecher der eine und aus dem rechten der andere ertönt. Man hört so ganz gut, wie, ahem, einfallsreich die Liedchen gemacht sind. Download hier: nickelbacksucks.mp3 (wiegt so um die dreikommasieben MByte).
Aus gegebenem Anlass
Die offiziellen Regeln für Mailverkehr:
a) Anrede
b) Inhalt
c) Gruß
Auf b) kann man zur Not verzichten.
(c) by Niklas
To have and to have not
Unglaublich, wie befreiend es ist, Sachen wegzuwerfen. Eine Fahrt zum Wertstoffhof Thalkirchener Str. gerät zum inneren Freudenfest: Zack, da fliegt die alte Matraze in die Presse, husch kommt der seit drei Umzügen mitgeschleppte Sessel hinterher. Und das schäbige Regal vom Vormieter, der kaputte VHS-Rekorder, das eine oder andere auf Ebay nicht verkäufliche Hochzeitsgeschenk, der Radiowecker, die defekte Espressomaschine und und und. Die gelöste Stimmung unter den Wegwerfern aller Alters- und Gesellschaftsklassen zeigt deutlich an, dass es den anderen ebenso geht wie mir. Absurd eigentlich, in derart mit Waren überfluteten Wohnungen zu leben, dass das Wegwerfen an sich einen Wert bekommt.
Who the fuck?
Ziemlicher PR-Erfolg, ziemliche Blattmacherpleite: Vier junge deutsche Frauenzeitschriften machen in der aktuellen Ausgabe mit dem gleichen Gesicht auf. Kate Hudson heißt die Dame. Aha. Kannte ich bis eben gar nicht. Ist die Filmen hübsch? Auf den Covers ja eher nicht übermäßig…




Freud und so
Eben, auf Bayern 5: “Bei der Europawahl in Bayern hat die CSU leicht verloren, steht aber immer noch bei rund 95, tschuldigung, 55 Prozent der Stimmen.”
Ist Blog tatsächlich schon so ein Modewort und ist Bloggen tatsächlich schon so sehr ein Grundbedürfnis vieler Leute, dass Nokia glaubt, damit Handys verkaufen zu können? Huh.
Buchtipp
Habe diese kleine Lobpreisung gerade in meinen Textarchiven gefunden. Muss schon so zehn Jahre alt sein. Ist nicht so geschrieben, wie ich heute schreiben würde, stimmt aber immer noch. Also:
Hyperion von Dan Simmons. Hyperion ist Science-fiction, aber ohne die genreüblichen Klischees und Plattheiten, die aus der Verengung auf technischen Fortschritt entstehen. Es enthält die traurigsten und die absurdesten und die spannendsten Szenen, die ich kenne… und ich kenne einige. Es handelt von einer Pilgerfahrt, bei der sich sieben Menschen während der Reise ihre Geschichten erzählen. Jede Geschichte könnte für sich genommen ein eigenes Buch sein und begründet überzeugend die Motivation des jeweiligen Pilgers zur Teilnahme an der Fahrt, einer Reise zum Shrike, dem mystischen Maschinenmonster, der Geißel des Planeten Hyperion. Der Prophezeiung nach wird das Shrike von den sieben Pilgern sechs töten und einem den größten Wunsch erfüllen.
Muss denn das sein?
Auf die Gefahr hin, für verknöchert gehalten zu werden: Kann’s sein, dass im Alltäglichen auf eine gewisse Art die Sitten verlottern und immer weniger Leute bereit sind, sich an basale Höflichkeitsregeln zu halten? Und das liegt gar nicht mal nur an der oft gescholtenen Jugend, sondern trifft durchaus auf alle möglichen Alters- und Gesellschaftsgruppen zu. Beispiele gibt’s viele: im Straßenverkehr, auf Konzerten und Massenveranstaltungen et cetera. Die Frech-auf-der-Rolltreppe-Rumsteher, die An-die-Hausecke-Pinkler, die In-der-Öffentlichkeit-Rumgröler, die Rempler, die Rechtsüberholer, die Nichtblinker, die Vordrängler und all die anderen.
Ein aktueller Fall anderer Art: Hatte gerade potenzielle Nachmieter eingeladen, um ihnen die Wohnung zu zeigen. Ein Pärchen äußert echtes Interesse, unterschreibt eine Selbstauskunft. Nur um dann, nachdem wir sie vorgeschlagen haben, zu versuchen, mit dem Vermieter um den Einzugstermin zu schachern. Und dabei zu erwähnen, dass “der Vormieter ungebührlich auf dem 1.7. bestanden hat”. Aha. Danke. Wenn man sich auf eine Anzeige meldet, in der ein Nachmieter zum 1.7. gesucht wird, kann man ja wohl davon ausgehen, dass der Vormieter das auch so haben will. Frechheit. Schlechter Stil, das.


