September 2004

kaliban.org Sep 27 2004

by Gunnar on 27. September 2004 · 39 comments

Tiefer kann man kaum sinken

Auf der Wies’n gewesen. Beruflich, aber das entschuldigt nix. Bisschen getrunken, aber das entschuldigt nix. Dann Viva Colonia mitgesungen. Keine Ahnung, warum das überhaupt auf der Wies’n gespielt wird, aber schlimmer als Oktoberfest PLUS kölsche Saufmusik kann’s kaum noch kommen. Brrr.

kaliban.org Sep 25 2004

by Gunnar on 25. September 2004 · 13 comments

Augenblick, verweile doch…

…denke ich etwas überdramatisch, als der Abspann von Chronicles of Riddick (Xbox) über den Schirm flimmert. Dabei ist das einer der schönsten Momente des Spielens: Der Endgegner ist besiegt, alle Fäden sind verknüpft, man geht im Geiste nochmal ein, zwei besonders coole Stellen durch oder springt sie per Savegame direkt an. Sehr schönes Gefühl, ein Spiel durchzuspielen — und das entgeht so vielen Leuten, auch denen, die zwar Spielen, sich aber nur an handlungsarme Sportspiele halten. Nix gegen eine gewonnene Meisterschaft beim Fußballmanager, aber das kann keinesfalls mit der süßen Trauer konkurrieren, die ich empfand als System Shock 2 zuende war und ich wünschte, das Spiel möge noch ein bisschen weitergehen, nur noch ein bisschen und wenn es nur Rumlaufen in schon bekannten Levels wäre.

kaliban.org Sep 24 2004

by Gunnar on 24. September 2004 · 9 comments

Schnappschuss:

Gerade höre ich… Rise against: Siren Song o.t. Counter-Culture
Gerade spiele ich… Riddick, Dawn of War, Burnout 3
Gerade lese ich… Walter Moers: Stadt der Träumenden Bücher
Ich trinke zu viel… Kaffee
Zuletzt auf DVD gesehen… 24, Staffel 3
Ein umgesetzter Vorsatz… mehr Obst, weniger Süßkram

kaliban.org Sep 23 2004

by Gunnar on 23. September 2004 · 10 comments

Venedig, aus der Sicht meiner billigen Digitalkamera

Der Codex

by Gunnar on 22. September 2004 · 19 comments

Traue niemals einem Mann, der Witze wie “Das kann doch nicht Warstein” oder “Da kann ja Jever kommen” macht. Über Bier wird nicht gescherzt.

Es ist keine Schande, vegetarisch zu essen. “Gemüse-Macs” sind allerdings lächerlich. Und missionarischer Veganismus ist böse.

Wenn eine Frau tanzen will, tanzt man mit ihr. Basta.

Ketchup im Übermaß zu verwenden, ist okay. Außer wenn man damit den Koch beleidigt. Der Koch hat immer Recht.

Ein Mann kann niemals zu viele T-Shirts haben.

Frauen stehen auf nette Schwule. Und auf heterosexuelle Arschlöcher. Niemand steht auf Metrosexuelle, es sei denn sie wären reich und schön. Oder wenigstens reich.

Auch ein Dreitagebart erfordert Pflege.

Leute, die behaupten, den Geschmack von Rosenkohl zu lieben, sind Lügner. Oder falsch sozialisiert.

Alles Wasser in schicken Glasflaschen wird an einem Hahn in Wanne-Eickel abgefüllt.

Wer über 20 ist, macht sich lächerlich, wenn er Luftgitarre spielt.

Leute, die die C’T im Bus lesen, haben keine Freunde. Oder verdienen keine.

Individualität drückt man *nicht* mit seiner Krawatte aus.

NTV oder N24 sind *kein* Ersatz fürs Zeitunglesen.

Jeansjacken kann man in Ausnahmefällen tragen. Wenn man keine gleichfarbigen Jeanshosen dazu anhat.

Baseball-Mützen sind ohnehin schon, nun, grenzwertig. Wer sie aber mit dem Schirm nach hinten trägt, wird auf jeden Fall in der Hölle schmoren.

Zu der Mannschaft aus gut bezahlten ausländischen Ballsportlern, die in deiner Stadt kickt, sagst du bitte nicht “wir”. Das heißt nicht, dass du ihre Siege nicht feiern darfst.

Wer nicht weiß, wie man Langusten isst, sollte heimlich trainieren.

Science-Fiction-Bücher zu lesen, ist akzeptabel, hilft aber nicht beim Aufreißen von Frauen. Gar nicht.

Schau in deinen Spiegel. Wenn deine Frisur der von Luke Skywalker auch nur ansatzweise ähnelt, musst du zum Friseur. Wenn es ein guter Friseur ist, wird er wissen, was zu tun ist.

Handwerker sind zu teuer und halten niemals Vorgaben ein. Wenn du glaubst, eine Ausnahme gefunden zu haben, arbeitet er nicht zuverlässig.

Brusthaar ist niemals richtig aus der Mode gewesen. Glaub nicht, was die Frauenzeitschriften sagen.

Anderswo ist es fast immer schöner als da, wo man herkommt.

Frauen verstehen das Konzept des Geheimnisses nicht. Erzähle ihnen Dinge nur, wenn du *willst*, dass sie herumgetratscht werden.

Wenn du einen Musikfilm gut findest, erzähle es deiner Freundin. Und nicht den Jungs vom Fußballverein.

Wenn ein Freund dich regelmäßig beim Tennis, Kickern, Soul Calibur besiegt, hast du keine andere Wahl: Du musst heimlich trainieren. Dein Freund hat Anspruch auf einen würdigen Gegner.

Hosen müssen immer zumindest die Knie eines Mannes bedecken. Einzige Ausnahme sind Sporthosen bei statthaften Sportarten (Fußball).

Ein Mann sitzt nicht auf dem Boden. Nicht auf Partys, nicht beim “Quatschen” und auch sonst gibt es keinerlei Entschuldigung dafür. Und wo wir dabei sind, Männer “quatschen” nicht. Jedenfalls nicht in der (bestürzenderweise positiven) von Frauen benutzten Wortbedeutung.

Es gibt keinen Grund, beim letzten Stück Pizza oder dem letzten Bier nicht zuzugreifen. Aber nicht beides gleichzeitig, das wäre gemein.

Kein Mann ist verpflichtet, für einen anderen Mann ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. Tatsächlich ist schon das bloße Denken an den Geburtstag rein freiwillig.

Der Genuss von bunten Cocktails ist ausschließlich an sonnigen Stränden erlaubt. Und auch dann nur, wenn sie von barbusigen Supermodels serviert werden. Und zwar gratis.

Es unter den folgenden Umständen gestattet zu weinen:
1. wenn ein heldenhafter Hund stirbt, um sein Herrchen zu retten
2. wenn Angelina Jolie ihre Bluse aufknöpft
3. wenn man das Auto seines Chefs zu Schrott gefahren hat
4. wenn du “The Crying Game” ansiehst (dann aber erst nach 1 Stunde, 12 Minuten und 37 Sekunden)
5. wenn sie ihre Zähne benutzt

Das normale unausgesprochene Agreement mit Unbekannten ist entweder “Ich lasse dich in ruhe, lass du mich in Ruhe” oder aber “If unbekannt then kennenlernen”. Ersteres ist angenehmer und generell akzeptierter. Außer in Köln.

Macht. Kontrolle. Gesunder Menschenverstand. Such’ Dir zwei aus.

Frauen werden von Stärke angezogen, Männer von Verletztbarkeit. Außer wenn’s andersrum ist.

Der Haushalt, okay, der Haushalt interessiert uns nicht so. Aber wer nicht kochen, sein Hemd nicht selber bügeln oder keinen Knopf annähen kann, muss schnell Millionär werden. Dann hingegen *darf* man derlei Dinge nicht einmal mehr selber machen.

Wenn der muskelbepackte Umzugshelfer sagt »Hey, das ist doch nicht schwer, solche Kisten haben wir früher an der Uhrkette getragen«, dann lautet die einzige korrekte Antwort »Aber heutzutage werden solche Ketten ja gar nicht mehr hergestellt«.

kaliban.org Sep 21 2004

by Gunnar on 21. September 2004 · 10 comments

Niedlich

Die neu designte PS2 im Vergleich zur alten. Von vorne sehen sie fast gleich aus.

kaliban.org Sep 20 2004

by Gunnar on 20. September 2004 · 5 comments

Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht, und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.

Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele, sowie auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig wird.
Der Mensch wird auf natürliche Wege hergestellt, doch empfindet es dies als unnatürlich und spricht nicht gerne davon. Er wird gemacht, hingegen nicht gefragt, ob er gemacht werden wolle.
Der Mensch ist ein nützliches Lebewesen, weil es dazu dient, durch Soldatentod Petroliumaktien in die Höhe zu treiben, durch Bergmannstod den Profit der Grubenherren zu erhöhen, sowie auch Kultur, Kunst und Wissenschaft.

Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören. Wenn er weise ist, tut er damit recht: denn Gescheites bekommt er nur selten zu hören. Sehr gern hören Menschen: Versprechungen, Schmeicheleien, Anerkennungen und Komplimente. Bei Schmeicheleien empfiehlt es sich, immer drei Nummern gröber zu verfahren als man es gerade noch für möglich hält.
Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Er darf nicht, also sollen die anderen auch nicht.

Um sich auf einen Menschen zu verlassen, tut man es gut, sich auf ihn zu setzen; man ist dann wenigstens für diese Zeit sicher, daß es nicht davonläuft. Manche verlassen sich auch auf den Charakter.
Der Mensch zerfällt in zwei Teile: In einen männlichen, der nicht denken will, und in einen weiblichen, der nicht denken kann. Beide haben gewisse Gefühle: man ruft diese am sichersten dadurch hervor, daß man gewisse Nervenpunkte des Organismus in Funktion setzt. In diesen Fällen sondern manche Menschen Lyrik ab.

Der Mensch ist ein pflanzen- und fleischfressendes Wesen; auf Nordpolfahrten frißt er hier und da auch Exemplare seiner eigenen Gattung; doch wird das durch den Faschismus wieder ausgeglichen.
Der Mensch ist ein politisches Geschöpf, das am liebsten zu Klumpen geballt sein Leben verbringt. Jeder Klumpen haßt die anderen Klumpen, weil sie die andern sind, und haßt die eignen, weil sie die eignen sind. Den letzteren Haß nennt man Patriotismus.
Jeder Mensch hat eine Leber, eine Milz, eine Lunge und eine Fahne; sämtliche vier Organe sind lebenswichtig. Es soll Menschen ohne Leber, ohne Milz und mit halber Lunge geben; Menschen ohne Fahne gibt es jedoch nicht.

Schwache Fortpflanzungstätigkeit facht der Mensch gern an, und dazu hat er mancherlei Mittel: den Stierkampf, das Verbrechen, den Sport und die Gerichtspflege.
Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden. Doch hat noch niemand sich selbst beherrscht; weil der opponierende Sklave immer mächtiger ist als der regierungssüchtige Herr. Jeder Mensch ist sich selbst unterlegen.
Wenn der Mensch fühlt, daß es nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm und weise; er verzichtet dann auf die sauren Trauben der Welt. Dieses nennt man innere Einkehr. Die verschiedenen Altersstufen des Menschen halten einander für verschiedene Rassen: Alte haben gewöhnlich vergessen, daß sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, daß sie alt sind, und Junge begreifen nie, daß sie alt werden können.
Der Mensch möchte nicht gerne sterben, weil er nicht weiß, was dann kommt. Bildet er sich ein, es zu wissen, dann möchte er es auch nicht gern; weil es das Alte noch ein wenig mitmachen will. Ein wenig heißt hier: ewig.
Im Übrigen ist der Mensch ein Lebewesen, das klopft, schlecht Musik macht und seinen Hund bellen läßt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot.

Neben den Menschen gibt es noch Sachsen und Amerikaner, aber die haben wir nicht gehabt und bekommen Zoologie erst in der nächsten Klasse.

(Kurt Tucholsky)

kaliban.org Sep 19 2004

by Gunnar on 19. September 2004 · 9 comments

A Moment of Beauty

Ich fahre eine zweispurige Straße entlang, ohne Eile, aus den Boxen schmeichelt das angenehm unaufregte und durchdachte Lied Le vent nous portera, ich bin in einer dieser seltsamen Stimmungen, in denen man einerseits abwesend und andererseits voll konzentriert ist. Überraschend blockiert ein blau-gestreifter Mini meine Fahrbahn, ich gehe vom Gas, blinke, Schulterblick zum Spurwechsel, fahre am Mini vorbei — und fühle mich irgendwie komisch. Irgendwie berührt. Erst Sekunden später verrät mir mein Hirn, was die Augen gesehen haben, in den Sekundenbruchteilen des Schulterblicks: eine Fußgängerin, bildhübsch im hellen Kleid, lange dunkle Haare, leicht dunkle Haut, seltsam zart wirkend. In den nächsten Stunden verblasst das Bild dann bis zur Unkenntlichkeit. Funny, how the brain works.

kaliban.org Sep 18 2004

by Gunnar on 18. September 2004 · 6 comments

Und bei wem versichern sich Rückversicherer? Diese sinnlose Frage schoss mir durch den Kopf als ich heute am mehr als opulenten Gebäude der Münchener Rück vorbei spazierte, auf dem Weg in den Englischen Garten. Ich danke den Erfindern des Internets, dass sie mir ermöglicht haben, auch ausgesprochen triviale Gedanken mit der Welt zu teilen. Ahem. Bitte weiterklicken, hier gibt’s nix zu sehen.

kaliban.org Sep 14 2004

by Gunnar on 14. September 2004 · 10 comments

Arrrgh

Wir gruessen Sie ganz herzlich. Zu Ihrer Amazon.de-Bestellung gibt es Neuigkeiten. Nach Auskunft des Verlags bzw. Herstellers
wird der folgende Titel leider nicht mehr aufgelegt: George R. R. Martin “A Feast for Crows” Dieser Artikel musste aus Ihrer Bestellung gestrichen werden.

Oh bitte nicht. Das muss ein Fehler sein.

kaliban.org Sep 8 2004

September 8, 2004

Schon ein weiter Weg von… …den fiesen Film-Umsetzungen der 80er nach heute, wo hin und wieder Spiele besser sind als ihre Filmvorbilder. So geschehen kürzlich bei Van Helsing und erst gerade jetzt bei Chronicles of Riddick, das ich aufgeschlossenen Xbox-Besitzern durchaus ans Herz legen möchte. Anders als den Film, der ein totales Desaster ist. Und […]

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kaliban.org Sep 7 2004

September 7, 2004

Inkonsequent Hmmm. SMS? Albern, ging früher auch ohne, macht Leute süchtig. Aber will ich drauf verzichten? Nein.DVDs sammeln? Muss nicht sein, man schaut eh nicht alles an und obendrein generell zu viel in die Glotze. Aber die vier, fünf, Allzeitfavoriten im Haus haben? Schon.Smartphone? Notebook? USB-Stick? MP3-Player? Arrrgh. Inkonsequent Hmmm. SMS? Albern, ging früher auch […]

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