kaliban.org Aug 13 2005

by Gunnar on 13. August 2005 · 7 comments

Irland und so.

So. Ich erkläre die Irland-Wochen für beendet. Ist generell auch schön, wieder in der Zivilisation zu sein. Wer Lust hat, sich das gesamte Tagebuch bequem am Stück durchzulesen: Unter krams.txt gibt es eine geordnete, nochmals korrigierte und sogar leicht erweiterte Version: Irisches Tagebuch (Director’s Cut)
.
Zur Stimmungsunterstützung habe ich drei Galerien mit Fotos unter bilder.jpg geparkt: Irische Reisebilder I, Irische Reisebilder II und eine Serie vom Drumahilian Cemetary, einem hübsch verwahrlosten Friedhof nahe Curry. Sind eher ungeordnet, aber ganz hübsch ausgewählt, wie ich hoffe.

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kaliban.org Aug 13 2005

by Gunnar on 13. August 2005 · 2 comments

Irisches Tagebuch, Teil 11

Sheep Nation
Schafe, Schafe, Schafe, wie aus dem Samenbeutel eines gigantischen Sähmannes mit ausholendem Armschwung über das Feld geworfen So zufällig und doch gleichmäßig ordnen sie sich auf der Wiese, dass es nachgerade verwunderlich ist, dass sich kein Muster ergibt. Perfekt, wie durch osmotische Bewegung verteilt, belegen sie den verfügbaren Platz. Hat vermutlich was mit Abgraseffizienz zu tun, die Tiere sind ja bekannt für ihre Rasenmäherqualitäten. Wenn man an den Weidezaun geht und ein bisschen laut ist, drehen sich absurderweise alle um, die in Hörweite sind. Und gaffen stumm, während ihre Unterkiefer wiederkäuende Seitwärtsbewegungen machen.
Keine Ahnung, wie viele Schafe in Irland auf einen menschlichen Einwohner kommen, hätte ich gerade Internetzugang als ich das notiere, würde ich nachschauen. Vermutlich fällt die Volks-/Viehzählung aber zugunsten der Schafe aus, so sehr bestimmen sie mancherorts das Bild. Hübsch sind sie übrigens, mit ihren schwarzen Gesichtern und schwarzen Beinen. Für Schafe, jedenfalls.
Wir sehen auf unseren Spaziergängen schockweise Nutzvieh, von Schafen über Kühe, Ziegen, Esel, Pferde bis hin zu Pfauen, Hühnern, Enten, Gänsen. Und Hunde, massenhaft. Und, immerhin, eine einzelne magere Katze. Ist wohl kein Katzenland, das Irland. Wildtiere begegnen uns selten, das spektakulärste ist eine Bande Hasen, die unserem ungeschulten Blick erst nach und nach auffallen: einer, nein zwei, nein drei, huch fünf, schließlich sechs. Ist ja, zugegeben, irgendwie auch der Witz bei Wildtieren, dass sie nicht jeder doofe Tourist mit bloßem Auge sofort entdeckt. Weiß schon. Ich erwähne die Hasen überhaupt nur, weil ich mir die sich bei ihrem Anblick aufdrängende Frage nicht selber beantworten kann: Warum haben die Biester, die sich doch mit einer ganzen Latte an Fressfeinden herumschlagen müssen, diesen auffälligen weißen Puschel? Ist der nicht arg signalhaft, wenn man gerade hakenschlagend auf der Flucht ist? Hilft der nicht gerade dem Jäger, einen trotz aller Haken nicht aus den Augen zu verlieren? Hey, das hier ist ein interaktives Medium. Irgendwer weiß das sicher und kann mich erleuchten. Bitte um Kommentare.

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