kaliban.org Sep 7 2005

by Gunnar on 7. September 2005 · 6 comments

Freies Assoziieren. Und so.

Die Resultate einer kurzen Autofahrt mit Frau S.:

1. Die Erkenntnis, dass man Fahrern, neben denen man an der Ampel steht, ansehen kann, ob sie eher schnell oder langsam anfahren werden. Eines der kleinen Vorurteile, die sich automatisch in diesem fiesen handlichen Vorab-Psychoprofil abspeichern, das man unweigerlich über alle Leute anlegt, denen man begegnet. So etwa: Torben U*., nett, aber verschroben, redet ohne Peilung über Fußball, trifft meist nicht den richtigen Ton unter Jungs. Plus, neuerdings: ist ampellangsam. Oder, verschärft: Herr U., ampel- und lebenslangsam.

2. Die Erkenntnis, dass es nicht nur Leute gibt, die sich Rauschzustände ehrlich erarbeiten müssen. Mit handfestem Trinken oder Barbituratmissbrauch. Andere sind von Natur aus so gehirnalbern, dass sie ständig diese übergreifende Grundstimmung mitbringen, die man gemeinhin mit “beschwipst sein” assoziiert.

* Zur Sicherheit: natürlich eine fiktive Person

{ 6 comments… read them below or add one }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: