Herbstdepression, anyone?

by Gunnar on 6. November 2005 · 16 comments

Es steht die Zeit still. Im Übergang zwischen Sommerherbst und Herbstwinter erfordert jede aushäusige Aktivität eine bewusste Anstrengung. Der Balkon ist eine verbotene Zone, unwirtlich wie ein Grenzgebiet. Die frühe Dunkelheit lässt schon ab vier kein zielloses Spazieren mehr zu, nur noch Märsche zu vorher definierten Orten: Bäcker, Supermarkt, Restaurant, Kino. Die Kälte verhindert offene Fenster, der Kontakt mit der aus tausend Quellen gewürzten Außenluft ist unterbrochen, wir atmen trocken und staubig und flach. Träge werden wir, driften sinnlos durch den Tag, bewegen uns nur in Zeitlupe in Kreisen durch die Wohnung.

Das Dazwischen ist irgendwie nicht meine Zeit.

{ 16 comments… read them below or add one }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: