They don’t want me, selber schuld

by Gunnar on 22. November 2005 · 21 comments

Es ist getan. Ich habe dich verlassen. Das Licht erscheint heller, mein Kopf fühlt sich leichter an. Ich verweile auf meinem Weg an einer Hecke, ein Vogel lässt sich auf meiner Schulter nieder und singt ein Lied, das ich einst träumte. Das warme Gefühl in meinem Magen grenzt ans Postkoitale. Es ist vorbei.
Dabei war es am Anfang ganz vielversprechend. Lebe, ich kümmere mich um die Details, hattest du mich gelockt. Aber ach, es kam anders. Deine katastrophale Beratung, deine aufdringliche Art, zu werben — Du hast dich bei einem Gespräch sogar der Adresse meiner Frau bemächtigt und sie mit deinen Angeboten belästigt — deine an Stumpfheit grenzende Unflexibilität, deine miserablen Öffnungszeiten, dein offenbar von Irren zusammengestöpeltes Online-Angebot, dein mittelmäßig ausgebildetes Personal, alles kam zusammen.
Doch ich, ich bin nicht irgendein Kunde — ich bin der gefürchtete eigensinnige Kunde. Ich lasse mir nicht alles bieten, jedenfalls nicht jahrelang. Ich bin der, der erst lange nichts sagt und sich stumm ärgert, der dann tatsächlich irgendwann Radau macht, merkt, dass das nichts nutzt und schließlich die Marke wechselt. Und nie, nie mehr zurückkehrt. Und dann noch versucht, möglichst viele Leute zu überzeugen, dasselbe zu tun. So war es mit Arcor, so war es mit der Telekom, so war es mit Barclays, und so ist es auch mit dir, liebe HypoVereinsbank. Das war’s jetzt. Ich bin weg. Ich habe eine neue.

{ 21 comments… read them below or add one }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: