Xbox 360

by Gunnar on 2. Dezember 2005 · 11 comments

Also ich, ich hab ja eine.

Im August bei Amazon bestellt und heute zuverlässig in die Agentur geliefert bekommen.

Leider werde ich sie erstmal wieder verkaufen müssen. Zum einen, weil ich als kleiner Spekulantenarsch auf Ebay vielleicht ein paar schnelle Euros mit der Notlage anderer verdienen kann. Vor allem aber, weil die richtigen Spekulantenärsche, nennen wir sie “Makler”,” Vermieter” und “Umzugsunternehmer”, mit meiner Notlage, nennen wir sie Umzug, total viele Euros machen.
Außerdem ist Oblivion eh verschoben…

Nun aber zu den Dingen, die ich loswerden muss:
Dieser Konsole fehlt einfach die Coolness. Die entspannte, unwillkürlich breitbeinige Haltung eines Gewinners.
Das Design sieht aus wie etwas, von dem amerikanische Designer glauben, dass es amerikanischen Konsumenten gefallen könnte. Und das, obwohl Microsoft extra eine Horde Japaner dafür angestellt hat.

Ich kann da auch nicht über meinen Schatten als Konsument springen — sie sieht schon ganz gut aus. Die Pads sind komisch, der Rest ist gefällig. Aber mehr halt nicht. Insgesamt ein Fall von “Minimalrisiko-Design” , typisch für vertriebsgesteuerte Unternehmen.

Das Schönste aber ist der Marketingknüller individuelle Frontverkleidung. Hat damals beim guten alten Nokia 510 geklappt und die (zeitweilige) Weltherrschaft eines skandinavischen Unternehmens eingeleitet. Macht seitdem jeder. Ich kann mir geradezu bildlich vorstellen, wie stolz der Marketingmitarbeiter von Microsoft war, als er den Knüller im Meeting rausgelassen hat:
“individuelle Frontverkleidung, der HAMMER! War bei Handys der Absatzrenner, und jetzt schaut doch: PIMP MY RIDE ist total angesagt, MODDEN bei PCs… ich will 400% mehr Gehalt und eine Statue von mir neben der Kantine!”

Das Traurige ist nur, dass Marketing und Geschmack mal wieder ohne den jeweils anderen ins Bett gehen:
Waren Clip-On-Cover in, uh,
silber und holz stets den billigen, schmuddeligen Bahnhof-Handyshops vorbehalten, gibt es dieses Design nun ganz offiziell von unseren Checkern aus Amerika.

Guten Abend, lest ein Buch.

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