Jarheads

by Gunnar on 18. Januar 2006 · 18 comments

Gestern Jarheads (auf englisch, in Holland gibt es das nicht anders) mit den Jungs vonner Arbeit gesehen — das ist so wie Full Metal Jacket, aber dann eben in unserer Zeit. Kerle, die jetzt 30 oder 40 sind, können sich da wohl ganz gut mit identifizieren. Der Film ist witzig, knallhart und so irre glaubwürdig dass es einen gruselt. Das Dasein als Infanterist ist vor allem als eines abgebildet: hirnlos. Nun hab’ ich nicht gedient, und nur der Gunnar hat so richtig Vaterlandsverteidigungserfahrung, aber ich glaube trotzdem: So wie in Jarheads, so isses in echt auch beim Militär in der westlichen Welt — beinahe unerträglich langweilig, die einzige Action kommt durch friendly fire oder Unglücke bei Übungen. Zumindest meistens, denn im Irak wird ja irgendwie doch ganz tüchtig gestorben. Ich war wirklich mitgerissen wie selten von dem Film, komisch, eklig, Männerzoten und Nachdenklichkeit, selbst ein oder zwei zärtliche Momente — ohne dass überhaupt so richtig geschossen wird, ein gelungener Infanterie-Kriegsfilm. Ganz grosser Soundtrack mit Tom Waits, da kann schon mal nix mehr falsch sein, und eine ganz grandiose Szene wo der Hauptdarsteller vor einem Zug Soldaten “you are the sunshine of my life” trompeten muss — ohne Trompete…
Ich glaube allerdings, dass die deutsche Übersetzung hie und da etwas hölzern sein könnte.


Why are you in the Marine Corps, son?
Sir, the recruit got lost on his way to college, Sir

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