Februar 2006

De-Motivators

by Gunnar on 26. Februar 2006 · 4 comments

When the winds of change blow hard enough, the most trivial of things can become deadly projectiles.

Let’s agree to respect each others views, no matter how wrong yours may be.

It takes 43 muscles to frown and 17 to smile, but it doesn’t take any to just sit there with a dumb look on your face.

Diese und andere Weisheiten hier, bei Despair.com.

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by Gunnar on 25. Februar 2006 · 18 comments

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Kleines Fanboy-Nebenprojekt der Redaktion, erscheint nur in kleiner Auflage. Wer sich ein bisschen für Spielehistorie erwärmen kann, gehört zur Zielgruppe. Zu kaufen hier.

Das hermetische Mädchen

by Gunnar on 24. Februar 2006 · 5 comments

Sie steht vor mir, im Laden, wartend, in der Schlange. Ich dahinter, ebenfalls wartend. Es geht nicht voran, es gibt Probleme mit dem Kassensystem. Wir stehen, warten, gucken. Sie ist so konsequent in schwarz gekleidet, wie es irgend geht. Sie trägt die Kleidung wie einen Panzer, in Schichten, komplex, auf den ersten Blick kaum zu erfassen, mit vielerlei Schnüren, Schnallen, Schlaufen. Und alles schwarz, kein Stück Stoff in Dunkelblau, kein Kontrapunkt in rot oder weiß, nur ein bisschen blitzendes Silber, Metall, Nieten. Eigenartig, wie der Blick an ihrem Schwarzschild abprallt, obenwohl er gleichzeitig bestrebt ist, sich an einem der vielen Details festzuhalten.

Ihre Haut ist hell, die Lippen ungeschminkt, dafür Fingernägel und Haare schwarz. Ich versuche mir ihre Stimme vorzustellen und kann es nicht — irgendwie entspricht sie nicht den üblichen Typen. Ich kann mir Stimmen ausdenken für aufgetakelte Gothic-Bräute, für kleine schüchtere Waverinnen, für lässige studentische Schwarzträgerinnen, aber sie, sie entspricht keinem der Klischees. Sie ist, nun, eben das hermetische Mädchen. Jedenfalls für diesen Augenblick. Meine Illusion bleibt erhalten: Sie zahlt an der Kasse mit sorgsam gefalteten Scheinen aus ihrem schwarzen Portemonnaie und verlässt den Laden, ohne gesprochen zu haben.

Bestimmt ist sie ein Alien, eine Zukunftsreisende, ein Android.

Wir, der Stock und der Rest (vom Rest)

by Niklas on 23. Februar 2006 · 12 comments

Okay, und des Stöckchens zweiter Teil. Enter: us.

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Gunnar:
# Rome: Schön und groß und so.
# PES 5: Auch am PC, lieber an der PS2.
# WoW: Argh. Die Sucht.
# Black Mirror: Schönes Adventure.

Niklas:
# WarCraft 3 TFT
# WoW
# Shadowgrounds
# Rest auf der 360

Thomas:
# X-Com: Der dritte Teil (Apocalypse) ist für mich das beste Spiel aller Zeiten.
# Ghost Recon: Männer in den Tod schicken mit Rollenspiel-Anleihen. Groß!
# EVE-Online: Endlich kann ich wieder so ein bißchen Rollenspielen und Elite-in-groß.

# Shogun: Total War: Bleibt das beste aus der Reihe. Einfach und gut.

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Gunnar:
# Florenz: Die schönste Stadt Europas.
# Barcelona: Die, ahem, andere schönste Stadt Europas.
# West-Irland: siehe Tagebuch.
# San Francisco: Shopping-Paradies, aber teuer.

Niklas:

# Spiekeroog: Frühkindliche Prägung. Da will ich sterben (und meine letzten Jahre verbringen).
# Bornholm: Da sind echt alle blond.
# Irgendwo in Frankreich: Zeltlager mit dem Posaunenchor. Super. Mit Knutschen und so.
# New York: OK, war nicht wirklich Urlaub. Aber ich muss ja mein Profil aufmotzen. ;)

Thomas:
# Florida: S&S — schimmeln und shoppen.
# Malta: Postsozialistischer Tempelorden.
# Portugal: Eine Sprache, die man nicht verstehen kann.
# Irland: So wie jeder Fantasy-Hansel.

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Gunnar:
# Meine Lauchcremesuppe
# Sandras Blumenkohl-Kichererbsen-Dingsda
# Pizza ohne Fleisch
# Currywurst mit Pommes rotweiß

Niklas:
# Grünkohl
# Serbische Bohnensuppe
# Fleischfondue (in Brühe, nicht in Fett)
# der Croque “Feuerbeißer” von dem kleinen Laden im Schulterblatt. Mit der tollen Chili-Remoulade.

Thomas:
# Schraubnudeln mit Gulasch
# Pizza
# Brot mit Chorizo
# Überbackener Spinat mit Kalbsfilet

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Gunnar:
# gamestar.de
# schmitzchen.org
# spiegel.de
# bildblog.de

Niklas:
# spiegel.de
# penny-arcade.com
# pvp
# 4players (obwohl der “Text-Chef” so eklig schreibt und doof ist)

Thomas:

# www.eve-online.com Um zu schmökern
# www.nieuwegarde.nl Artsy-Fartsy in Groningen
# ebay.de Doch wieder sinnlosen Mist anschaffen — aber billig!
# www.drivethrurpg.com Doch noch mal wieder Pen&Paper-Rollenspiele machen…

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Gunnar:
# im Urlaub
# in der neuen Wohnung (nach erfolgtem Umzug)
# in der Sonne
# ist eigentlich okay hier

Niklas:
# im Bett
# in der Natur (Spiekeroog?)
# am Computer
# an meiner Xbox 360

Thomas:
# Florida
# Bett
# Paris
# Büchergeschäft

Schlechte Eigenschaften

by Gunnar on 22. Februar 2006 · 5 comments

Avaritia
Invidia
Ira
Luxuria
Gula
Acedia
Superbia

Mist. Erwischt.

Wir, der Stock und der Rest

by Niklas on 21. Februar 2006 · 14 comments

Der Herr Webmaster Gunnar ist ja kein so ganz großer Freund der »Stöckchen«, die unter Bloggern herum ge worfen werden, aber wenn man’s uns schon zuwirft, müssen wir’s wohl fangen. Also, los mit Teil 1:

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GUNNAR:
# Chemiearbeiter: Aromaindustrie. Fässer rollen, Stapler fahren.
# Soldat: Schlimme Zeit. Dummheit. Nicht machen.
# Spieleverkäufer: Schöne Zeit. Grundlage für Beruf Nr. 4.
# Redakteur: Sein und bleiben. Gerne noch länger.

NIKLAS:
# Chemiearbeiter: Aromaindustrie. Fässer rollen, Stapler fahren. Nur besser bezahlt als Gunnar, weil ich bei der geileren Firma war.
# Pfleger (Zivi), individuelle Schwerstbehinderten-Betreuung: War OK, ich hatte Glück (einen sehr umgänglichen Klienten).
# Spieleverkäufer: Noch vor Gunnar. Allerdings diesmal in der beschisseneren Firma.
# Berater: Ich sag immer “ein schöner Beruf, leider ist soviel davon da”.

THOMAS:

# McDonald’s Knecht : Telefonrechnung von Tausend Mark für Modem-nach-Amerika abarbeiten. OK.

# Messemanager : Amiga-Messe in Köln. Spannend. Mein erstes Mal Anzug-tragen.

# Pflegehilfe: Von der Pike auf halt. Mein erstes Mal Blut und Kacke in einem Bett zugleich.

# Arzt: Lux mundis. Manchmal ist es zu viel, meistens berauschend.

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GUNNAR:
# Eins, zwei, drei: Billy Wilder. Großartig. Geniestreich.
# Herr der Ringe: Muss man nix zu sagen, denke ich.
# Fight Club: Seinerzeit ein Meilenstein.
# Lantana: Angenehm unaufgeregt, tolle Schauspieler.

NIKLAS:
# Drei Männer im Schnee: Bitte alle kaufen.
# Der gezähmte Widerspenstige: Mit Adriano. UND Ornella. :)
# Der Dunkle Kristall: Kam zur gleichen Zeit wie E.T. — und der junge Niklas fragte sich, warum um Letzteren so ein Wirbel gemacht wurde.
# Hot Rackets: War ein Porno, den ich zu Hause gefunden habe. Habe ich ziemlich häufig geschaut. :)

THOMAS:

# Training Day: Lick-her-license. Macy Gray, Bretzel Washington. Schon 15 Mal gesehen.

# Die Sieben Samurai: Wie man sieht, muss ein guter Film nicht aus Hollywood kommen. Ein echtes Meisterwerk.

# Delicatessen: Bizarr. Großartige Fickszene, die eigentlich keine ist .

# Welcome to Wellville: Mr und Mrs Lightbody entdecken die Liebe neu. Fleisch und Kartoffeln…

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GUNNAR:
# Osterode: Da regnet’s. Immer. Wirklich. Gibt irgendeine wissenschaftliche Erklärung dafür, glaube ich.
# Bevern: 4.000 Einwohner. Naja. Ging irgendwie.
# Göttingen: War schön. Kann man vermutlich aber nur unter 30 ertragen.
# München: Geht so. Kann man sich mit arrangieren.

NIKLAS:
# Holzminden: KREISSTADT! Bevern gehörte uns. OK, dafür war deren Schwimmbad besser.
# Göttingen: Super. Alle in deinem Alter, alle in der gleichen Lebensphase! Leider häutet sich die Stadt alle fünf Jahre.
# Braunschweig: War ein Versehen.
# Hamburg: Alles außer Hamburg ist Scheiße. Hab ich gelesen. Auf einem T-Shirt.

THOMAS:

# Bevern: 4.000 Einwohner. Ich kam aus Köln. Kulturschock.

# London: Leider total einsam. Zu groß.

# New Orleans : Was für eine Stadt. Welch Grandeur verflossener Zeiten und welche Armut nebeneinander.

# Groningen: Nüchtern. Nördlich. Beginnt ein kleines, kleines bißchen hip zu werden.

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GUNNAR:
# Futurama: Geht immer wieder. Immer wieder.
# Deadwood: Un-glaub-lich fantastisch. Dies ist ein Kaufbefehl.
# Six Feet Under: Brillante Schauspieler, brillante Stories.
# Firefly: Nerd-Kram. Aber hey, Western *und* Sciencefiction!

NIKLAS:
# Ein Colt für alle Fälle. Jody, oh Jody.
# 24-1.
# Futurama.Futurama.Futurama.
# Die Fraggles. Ich sage nur “Allwissende Müllhalde”.

THOMAS:

# The Shield: Ultrabrutale Polizei-Fantasie, sehr echt.

# Robin of Sherwood: Ich will Nazir sein.

# The 44.00: Großes “Superhelden-die-keine-sind meets X-Files“-Szenario.

# Firefly: Take my land, take me where I can not stand. Dong ma? Wirklich super.

Niemand mag dich, weil du recht hast

by Gunnar on 20. Februar 2006 · 11 comments

Interviewerin: (macht ein Foto von mir im Sitzen)
Ich: Uh. Auf diesen Fotos sehe ich immer dick aus.
Interviewerin: (guckt aufs Display) Stimmt.

Nur weil ich ein bisschen flappsig und dezent selbstironisch bin, denken alle, ich wäre groß im Einstecken. Dabei bin ich, wie alle Leute, viel besser im Austeilen. Grmpf.

Und jetzt zur (Eigen-)Werbung

by Gunnar on 20. Februar 2006 · 10 comments

Alles muss raus.

Und das. Und das.
Das auch. Und erst recht das. Zuguterletzt das und

dies.

Das Alter des Herrn K.

by Gunnar on 19. Februar 2006 · 8 comments

Wo wir gerade beim Fußball sind: Nick Hornby sagte mal, man wäre dann alt, wenn der eigene Lieblingsfußballer jünger ist als man selber. Demnach bin ich schon über der Grenze, denn die wenigen Spieler, die in der Bundesliga derzeit älter sind als ich, die… nunja. Oliver Kahn. Sonst fast niemand. Fies. Das war’s. Dann eben alt.

Ha-Ha-Ha-Ha-Es-Vau

by Gunnar on 18. Februar 2006 · 8 comments

Ich war ja früher HSV-Fan. Ging nicht anders. Es gab zu viele Bayern-Anhänger in der Klasse, meist Unsympathen. Und die Hamburger waren damals, in der Zeit als meine Prägung stattfand, bärenstark, hatten tolle Trikots. Und eine unglaubliche Mannschaft: Peter Nogly, Rudi Kargus, Kevin Keegan, Felix Magath, Horst Hrubesch, Manfred Kaltz, Jimmy Hartwig, alles Helden, dazu Netzer als Manager und Zebec als Trainer. Und prompt wurden sie 1979 Meister, für mich als frisch gebackenen Fan mit 10 Jahren natürlich das Größte. Gottseidank wurden mir nicht alle Wünsche nach Fanartikeln erfüllt — sonst wäre ich komplett in Blau herumgelaufen, übersät von Rauten. Ach. Ich hab’ auch noch diesen albernen Song im Ohr: Wer wird deutscher Meister? Ha-Ha-Ha-Ha-Es-Vau. Uh. Ich hatte damals natürlich keine ästhetischen Bedenken, sondern sang aus voller Kehle mit. Ha-Ha-Ha-Ha-Es-Vau! Das mit dem HSV blieb mir, durch die goldenen Anfangsjahre der 80er hindurch: zwei Meisterschaften unter dem großartigen, großartigen Ernst Happel, Europapokalsieger der Landesmeister nach dem tollen Magath-Tor. Dann wurde es irgendwie mau beim HSV, der Glanz verblasste, und ich, ich gewann an Distanz.

Zu Beginn der 90er wurde mir der HSV zunehmend peinlich, plötzlich fiel mir auf, wie unendlich viel cooler es war, Fan des FC St. Pauli zu sein. Fragte mich, warum ich jahrelang einem Bonzenclub nachgerannt war. Meine Vorlieben begannen zu wechseln, von Saison zu Saison, Freiburg, Bremen, Gladbach, je nachdem, wer gerade den attraktivsten Fußball spielte. Fan in eigentlichen Sinne des Wortes war ich nicht mehr.
Nur der Abscheu gegen die Bayern ist bis heute geblieben. Und eine halbsympathische Gurkentruppe wie Hannover “unterstütze” ich auch nur deshalb moralisch, weil ich das als Abgrenzung brauche — schließlich lebe ich als Niedersachse in München, Bayern. Und bin damit geschlagen, dass einzige Kollege mit niedersächsischen Wurzeln ausgerechnet zu Wolfsburg hält — und mir somit in dieser Beziehung keine Hilfe ist.
Und die Faszination für die Prolls von 1860, wie sie viele Münchner hegen, hat sich mir bislang nicht erschlossen. Muss ich noch dran arbeiten, schließlich sollte ich, sollte ich mal einen Sohn bekommen, überzeugend in der Lage sein, zu verhindern, dass er Bayern-Fan wird. Das heißt vermutlich: viele Sonntagnachmittage in der halbleeren, leicht unterkühlten Arena, um die Löwen gegen LR Ahlen oder den FC Saarbrücken kicken zu sehen.

Thomas spielt Polizei

Februar 17, 2006

Unlängst wurde ich um meine Meinung zum (Computer-)Spiel des Jahres 2005 gefragt. Ich hinke halt immer ‘ne Weile hinterher, aber SWAT 4 isses jetzt doch. Als alter, von Gunnar und Niklas oftmals hierfür geächteter Polizei-Gutfinder, ist dieses Spiel eine Art Nonplusultra. Oh boy oh boy, ich muss nochmal schnell wen verhaften… Unlängst wurde ich um […]

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Zelebrier’n sie die Zerstörung…

Februar 16, 2006

Bin zu selten im Stadion, um es wirklich beurteilen zu können, aber mir kommt es so vor, als sei die ganze Sache mit dem Fußball in letzter Zeit irgendwie ein bisschen arg zivil geworden. Gibt es in der Bundesliga den »Hexenkessel« eigentlich noch? Das Einschüchtern des gegnerischen Teams? Die spöttischen Gesänge? Warum schickt man nicht […]

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