Nobelpreis für OSC, bitte

by Gunnar on 12. Februar 2006 · 8 comments

Trivialliteratur, Bez. für die unterste Stufe der Unterhaltungsliteratur. Stoff- und Motivwahl, die Charakterisierung der Personen sowie Sprache und Satzbau sind ebenso wie die Handlungsführung von Klischees und Schablonen geprägt. Die Verfasser von T. (oft in Form von Heftromanen) bevorzugen v.a. das Genre des Familien- und Liebesromans, des Heimat-, Arzt-, Sciencefiction- oder Wildwestromans.

Ich lese grade mal wieder was von Orson Scott Card und frage mich, warum der Mann als Trivialliteratur geführt wird: Was er schreibt, ist spannend, traurig, schön und lustig. Und die Themen sind zeitlos, weil es bei aller Technik oder Märchenhaftigkeit immer um die Beziehungen von Menschen geht. Wenn man sich da im Vergleich etwa Umberto Eco anschaut (intellektuell anregend, könnte aber nicht mal eine interessante Geschichte erzählen, wenn sein Leben davon abhinge) oder Günter Grass (absurde Altherren-Fantasien), ärgert mich schon, dass die im Hardcover erscheinen, während Card in der Trivial-Ecke steht. Naja, das Leben ist ungerecht…

Recylcling eines alten Postings von Mitte 2002. Stimmt aber immer noch, wie mir gerade wieder aufgefallen ist. Card ist wirklich zu empfehlen, Einstiegsdroge: Ender’s Game.

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