März 2006

Spam Beauty

by Gunnar on 28. März 2006 · 12 comments

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unconventional consistently midsummer to unwise waitress, the abstract manslaughter to
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resuscitate the self-important… communist at peep nervously reproductive frog. as one-night stand cut-rate savings bank
superpower on as an receiver avaricious on intolerable remorse and clinch,
straggle mono an moot unfriendly aviator reprint.

Keine Ahnung, was das soll, aber in diesen absurden Text war gerade eine Spam-Botschaft eingebettet. Ist von einer gewissen Zufallsgenerator-Schönheit, wie ich finde.

Uh.

by Gunnar on 20. März 2006 · 19 comments

Ich kenne zu viele Leute, die sozialblind sind. Anstrengend.

Wen man nicht zum Denken kommt…

by Gunnar on 18. März 2006 · 9 comments

Horror vacui.

Cracker

by Gunnar on 13. März 2006 · 14 comments

Herr Kaliban mag englische Serien eigentlich lieber als amerikanische.

Heutzutage regieren die US-Netzwerke mit teuren Eigenproduktionen (CSI, Six Feet Under, 24 et cetera) den Markt für Fernsehserien — und das nicht ganz zu unrecht. Hoher Produktionsaufwand, gute Drehbücher, Themenvielfalt; vieles, was aus Europa kommt, sieht daneben amateurhaft aus. Das war nicht immer so, vor allem aus Großbritannien kam früher Großartiges. Womit wir beim Thema wären: 1993 startete ITV die Serie Cracker, ein Krimidrama um den Polizeipsychologen Fitz. Man kann die Serie nicht genug loben: glaubhafte Dialoge, ein überzeugender Antiheld (gespielt von Robbie Coltrane, jüngeren Kinogängern eher aus den Harry-Potter-Filmen bekannt), authentische Settings — trotz aktueller Konkurrenz meiner Ansicht nach eine der besten Produktionen, die je fürs Fernsehen gedreht wurden. Im Mittelpunkt stehen nicht die Verbrechen an sich oder die Polizeiarbeit, sondern, besonders im Verlauf der Serie, die Charaktere und ihre Reaktionen auf die Abgründe, mit denen sie konfrontiert werden. Die Grenzen zwischen Guten und Bösen verschwimmen, fragwürdige Entscheidungen werden getroffen, mehr als einmal wird ein Polizist zum Verbrecher. Sehenswert.
Aber warum erzähle ich das alles? Weil sich endlich eine Firma erbarmt hat und die Serie (die hierzulande Für alle Fälle Fitz heißt) in Deutschland auf DVD herausbringt, Staffel 1 ist soeben erschienen. Wer sich ansatzweise für das Thema interessiert, möge kaufen, borgen oder leihen. Lohnt sich. Obwohl (oder gerade weil) das Erzähltempo ein bisschen langsamer ist, als man das von aktueller US-Ware kennt.

Kann man übrigens als Komplettedition bei Amazon kaufen.

Ich war nicht dabei

by Gunnar on 12. März 2006 · 7 comments

Komisch eigentlich, aber irgendwie war ich verdammt oft nicht dabei. Ich spreche nicht von Mondlandung und Weltkriegen, da war ich zu jung. Aber so vieles ist während meiner Lebenszeit passiert, innerhalb des von mir erreichbaren Radius, und dennoch habe ich’s verpasst.
Ich war oft auf Demos in den 90ern, habe aber den legendären Münchener Kessel ausgelassen. Was mir da an Potenzial für Veteranengespräche entgangen ist.
Ich höre schon lange Hardcore, habe aber keine der großen alten Bands je live gesehen oder auch nur wahrgenommen, ehe sie bereits Legenden waren. Nicht Black Flag, nicht Minor Threat, nicht Bad Brains. Bin spät eingestiegen, als Eingeladener, nicht als Entdecker.
Habe nicht teilgehabt am Dotcom-Aufstieg und Fall. War nur rechtzeitig zur Stelle, um die Auswirkungen der zusammenbrechenden Anzeigenmärkte auf klassische Medien aus der Nähe zu beobachten.
Ich war nicht in Berlin, als die Mauer fiel, war nicht drüben, um die Zustände kurz nach der Wende zu begutachten.
War nicht in Hamburg, als die jungen hippen Intellektuellen da waren, war nicht während der 90er in der Boomtown Berlin.
Irgendwie bin ich immer gerade mit was anderem beschäftigt. Hm. So wird das nichts. Werde mir operativ coolere Erinnerungen implantieren lassen müssen, irgendwann.

Fineliner-Krieg

by Gunnar on 11. März 2006 · 8 comments

Thomas: Eine der schöneren Beschäftigungen im Leben ist das Schreiben mit Tuschestiften, die eigentlich für ganz anderen Dinge gedacht sind – zeichnen nämlich. Bislang war die Schallgrenze 0.1 mm Strichdicke zum Beispiel mit dem Edding Profipen 1800 – Hahaahaaa! Not anymore. Jetzt können alle analen Randnotizen auch mit 0.05 mm Strichdicke gekrickelt werden – denn der Copic Multiliner .Too ist in Deutschland zu haben.

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Gunnar: Ich bin nun eigentlich jemand, der quasi hauptberuflich Randnotizen macht, aber dafür einen extra dünnen Zeichenstift anzuschaffen… …ich bin fassungslos. Wie weit wird Thomas noch gehen?

Kästner remixed

by Gunnar on 10. März 2006 · 10 comments

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Worte von Erich Kästner, einem meiner Lieblingsdichter; Bild von
sherizan.

Sex an der Börse

by Gunnar on 9. März 2006 · 3 comments

Nachrichtensprecher: Wie gerade in den Wirtschaftsnachrichten gemeldet, beendet die japanische Nuttenbank ihre Nullzins-Politik. Normalerweise sorgt die Ankündigung von Zinserhöhungen zu Kursverlusten an den Aktienmärkten, der Nikkei an der Tokioter Börse allerdings kam so richtig in Fahrt.

Huh? Ich nehme an, ich habe mich nur verhört. Andererseits fände ich es hübsch, wenn es eine Nuttenbank gäbe, die den Nikkei »so richtig in Fahrt bringt«.

Zombieangriff

by Gunnar on 8. März 2006 · 7 comments

Für epidemiologische Zwecke wurden, unter anderem vom CDC (Center of
Disease Control), Computer-Simulationen entwickelt, um zu studieren, wie Krankheiten sich ausbreiten. Diese Studien sind so wie die Apfelmännchen-Fraktalgrafiken:
mesmerisierend, hypnotisch-unausweichlich. Nun gibt es ja ein seit langer
Zeit sub-aktuelles Interesse an Zombies. Ihr wisst schon, rumlaufen, verwesen,
mehr Zombies machen — eben ‘ne prima Erklärung, warum in einem Film alles
weggemetzelt werden muss. Nun zur Wissenschaft: Man schaue sich diese starke Simulation eines Zombie-Ansteckungsprozesses an. Großartig! Endlose dramatische Szenarien entstehen wenn noch ein letztes Kompartiment der Glückseligen weiter ‘rumläuft während die Nachbarn schon alle tot oder angesteckt sind… Scary stuff!

Schnee? Mitten in der Stadt?

by Gunnar on 7. März 2006 · 13 comments

Super, wenn man ausgerechnet dann umzieht, wenn Petrus die schlimmsten Schneemassen losschickt. Unvorstellbar, was hier los ist. Naja, immerhin habe ich jetzt ein paar Geschichten der Marke “Ihr wisst ja gar nicht, was richtiger Schnee ist, ihr Jungspunde” für später auf Lager.

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Hübsch aber, was sich daraus ergibt — Leute laufen auf der Straße, weil die meisten Gehwege blockiert sind. Die “geräumten” Gehwege sind nichts weiter als schmale Schneisen durch den kniehohen Schnee. Wenn man sich entgegen kommt, muss einer ausweichen, weil die Gehspuren nicht breit genug sind. Autos am Straßenrand sind teilweise nur noch an der Form zu erkennen, kein Zentimeter Metall liegt noch frei. Wer fahren muss, hat gute 15 Minuten Freilegearbeiten vor sich. Alles rutscht, stapft, schlittert. Vögel drängen sich auf wenigen schneefreien Äste wie die Mauer von Fußballern beim Freistoß. Schneeballschlachten allerorten. Irgendwie ist das ganz hübsch: München ist in seiner Effektivität zwangsgebremst, weil der öffentliche Nahverkehr fast völlig zusammengebrochen ist, auch am Flughafen geht trotz intensiven Einsatzes von Männern und Material nur wenig.
Die Leute nehmens immerhin ganz locker, mit einer angemessenen “Hilft-ja-nix”-Haltung. Und die Perspektiven verschieben sich: Alle schauen immer nach oben, weil von dort die Gefahr einer Schneedusche droht, zu prekär ruht der Schnee auf Dächern und Bäumen.

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Die Zukunft

März 3, 2006

flug hamburg — köln. ich muss ausnahmsweise mal keine präsentation im flugzeug fertigschreiben und sehe einem relativ entspannten nachmittagstermin entgegen. lufthansa, natürlich nur economy, trotzdem alle besser gekleidet als ich. naja, das ist das privileg meiner branche: viel arbeit, miese bezahlung, dafür aber chef duzen, zu spät kommen und kaputte jeans. neben mir sitzt ein […]

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Ein dunkles Haus mit zu vielen Türen

März 2, 2006

Neulich hatte ich ein bisschen Angst vor einer Sache, einer Deadline, vor einem Gespräch — keine Ahnung, irgendwas. Kennt man, kommt vor. Wer mit sich selbst einigermaßen klar kommt, nutzt normalerweise kleine Autosuggestionstricks wie “Hey, alter Junge, was ist denn das schlimmste, was passieren kann?”. Dabei fällt einem normalerweise auf, wie harmlos die Konsequenzen im […]

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