Schnee? Mitten in der Stadt?

by Gunnar on 7. März 2006 · 13 comments

Super, wenn man ausgerechnet dann umzieht, wenn Petrus die schlimmsten Schneemassen losschickt. Unvorstellbar, was hier los ist. Naja, immerhin habe ich jetzt ein paar Geschichten der Marke “Ihr wisst ja gar nicht, was richtiger Schnee ist, ihr Jungspunde” für später auf Lager.

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Hübsch aber, was sich daraus ergibt — Leute laufen auf der Straße, weil die meisten Gehwege blockiert sind. Die “geräumten” Gehwege sind nichts weiter als schmale Schneisen durch den kniehohen Schnee. Wenn man sich entgegen kommt, muss einer ausweichen, weil die Gehspuren nicht breit genug sind. Autos am Straßenrand sind teilweise nur noch an der Form zu erkennen, kein Zentimeter Metall liegt noch frei. Wer fahren muss, hat gute 15 Minuten Freilegearbeiten vor sich. Alles rutscht, stapft, schlittert. Vögel drängen sich auf wenigen schneefreien Äste wie die Mauer von Fußballern beim Freistoß. Schneeballschlachten allerorten. Irgendwie ist das ganz hübsch: München ist in seiner Effektivität zwangsgebremst, weil der öffentliche Nahverkehr fast völlig zusammengebrochen ist, auch am Flughafen geht trotz intensiven Einsatzes von Männern und Material nur wenig.
Die Leute nehmens immerhin ganz locker, mit einer angemessenen “Hilft-ja-nix”-Haltung. Und die Perspektiven verschieben sich: Alle schauen immer nach oben, weil von dort die Gefahr einer Schneedusche droht, zu prekär ruht der Schnee auf Dächern und Bäumen.

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