Alle Erfolgsserien müssen mal enden. Nachdem die Herren von Nin Ten Do in letzter Zeit nahezu beispiellos oft hintereinander nachvollziehbar richtige Entscheidungen getroffen haben (zuletzt DS Lite und Gehirn-Jogging), konnte nun endlich mal wieder die in jeder Firma vorhandene Fraktion der Marketingschwätzer die Oberhand gewinnen. Das Resultat: Die kommende Konsole heißt jetzt Wii statt Revolution. Argh. Das alberne Kunstwort (bei dem ich sofort an Intels Viiv denken muss, das auch kein Mensch freiwillig sagt) soll an das englische We erinnern. Aha. Und warme Wii-Gefühle auslösen. Und von allen Menschen auf der Welt gleichermaßen verstanden werden. Uh. Letzteres mag klappen — Wii ist in jeder Sprache abstrakt und bedeutungsfrei, also werden alle potenziellen Käufer weltweit gleichermaßen auf eine lokale Variante von Das neue Ding von Nintendo, bitte. Das, das früher Revolution geheißen hat. ausweichen. TCFKAR, sozusagen. Und die offizielle Webseite legt denn auch gleich nahe, dass man jetzt nicht mehr abkürzen müsse — vermutlich hat den Marketiers schwer im Magen gelegen, dass die so genannten Coregamer immer von GC oder NGC sprachen, anstatt hübsch GameCube zu sagen, was auch Otto N. Ormalverb-Raucher verstanden hätte. Was dann sicher für immens höhere Verkäufe gesorgt hätte. Bestimmt.
Naja, egal. Revolution ist noch nicht so verankert, dass die fette Werbekampagne zum Start des Wii das nicht aufholen könnte. Schade isses trotzdem, denn ich fand den alten Namen sehr passend. Und bin ohnehin gegen Kunstwörter, die funktionieren meist nicht.




