August 2006

Schneller altern

by Gunnar on 20. August 2006 · 15 comments

Nicht der Kracher, aber ganz nett: der Face-Transformer. Gefunden bei Peter Noster.

In eigener Sache

by Gunnar on 19. August 2006 · 1 comment

Kaliban.org hat einen neuen Skin, für Leute, die es eher schlicht mögen. Umschalten wie gewohnt oben rechts.

Wenn ich nur könnte

by Gunnar on 18. August 2006 · 13 comments

Wenn ich dieses spezielle Gefühl, das einige Lieder von Tom Waits (vor allem Black Wings) bei mir erzeugen, wenn ich dieses spezielle Gefühl treffend beschreiben könnte, dieses männliche, tiefe Verbundensein mit etwas Großem, Altem und Starkem, dieses langsam, unaufhaltsam Brodelnde, dieses fast sexuell Intensive, dieses fast Wahre und doch Ironische, dann würde ich es in Romanform gießen und berühmt werden. Bestimmt.

Blogger mit Photoshop gegen Bild

by Gunnar on 17. August 2006 · 6 comments

Mehr davon? Gibt’s hier.

The Beauty of PR writing

by Gunnar on 16. August 2006 · 18 comments

Kurz vor der Games Convention trudeln bei mir noch mehr Pressemeldungen ein als sonst. Schlimm. Alle mit dem gleichen Inhalt: »Hey, wir die Firma Peng GmbH sind tollerweise auch auf der GC«. Als wäre es nicht schlauer, sein Nichterscheinen anzukündigen — das wäre mal eine Überraschung. Und irgendwie nimmt zur Sommerzeit offenbar die ohnehin nicht immer voll ausgeprägte Fähigkeit der PR-Leute ab, halbwegs sinnvolle Sätze in ihrer Muttersprache zu formulieren. Anbei ein typisches Beispiel, Firmen- und Produktname geändert. Schön zu beobachten ist dabei auch der Tod des Bindestrichs. Und der heutzutage stark aufkommende Gebrauch von Anführungszeichen, um etwas hervorzuheben. Argh. Und von Kommasetzung wollen wir gar nicht reden. Besonders irritierend ist diese mangelnde Sorgfalt, wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe für PR-Meldungen, die Journalisten, eigentlich Leute sind, die eine besondere Liebe für die Sprache haben. Und daher täglich Schmerzen leiden, wenn sie sowas lesen müssen.

Mit PENGPENGPENG® präsentiert PENGFIRMA auf der diesjährigen Games Convention in Leipzig (Halle P, Stand ENG) ein Strategy First Person Shooter (SFPS) der Extraklasse. Entwickelt auf “NextGen” – Unreal® Engine™ 3, will PENGFIRMA mit PENGPENGPENG® einen neuen Standard im weltweit beliebten Action Shooter Genre setzen.

Blut und Sperma im Alten Rom

by Gunnar on 15. August 2006 · 13 comments

Herr Kaliban hat’s gern blutig. Oder so.

Zunächst zu dem, was jeden interessiert: Wir hätten, nun, nackte Penisse schwarzer Sklaven, freiwilligen und unfreiwilligen Sex vor Publikum, obszöne Wandkritzeleien, Masturbation.
Ach, und Gewalt: durchgeschnittene Kehlen, verreckende Soldaten, unbehandelte Verletzungen, Schwertkämpfe, abgeschnittene Daumen, Blut, Blut, Blut überall.
Wenn man über das etwas arg offensichtliche Baden in Blut und Sperma hinweg sehen kann, ist die HBO-Serie Rome im Ben-Hur-Genre ein bisschen das, was die Serie Deadwood für den Western ist: ein einigermaßen ambitionierter Versuch, einige Geschichten in einem durch allerlei Medienerzeugnisse bereits schlimm trivialisierten Setting zu erzählen. Wo Deadwood aber den Fokus auf ein überschaubares Szenario legt, die Pionierstadt Deadwood eben, zieht Rome weiter auf und wählt sich direkt Caesar als eine der Hauptfiguren, was gleichzeitig Stärke und Schwäche ist. Einerseits bekommt man durch ihn Zugang zu einer spannenden historischen Figur und den Intrigen des Senats, andererseits ist bei ihm eine Portion Klischee kaum vermeidbar. Egal.

Wo war ich? Also, mal abseits von Gaius Julius sind die tragenden Charaktere zwei Soldaten, der lebenslustige Grobian Pullo und sein Stock-im-Arsch-Vorgesetzter Vorenus, die sich im Laufe der Handlung sehr hübsch von Abziehbildern zu nachvollziehbaren Menschen entwickeln. Mit den Problemen, die man eben so als Serienheld hat: Beziehungen, Ehre, Fremdbestimmung, Suche nach dem eigenen Lebensglück. Fängt alles ein bisschen mau an, man fragt sich, wohin die Serie will, aber so um Folge 4 oder 5 kommt dann alles auf Touren, die Ereignisse überschlagen sich, die Figuren erwachen zum Leben. Rome erreicht nicht das Niveau von Six Feet Under, Cracker oder Deadwood, macht aber viel Spaß für Freunde historischer Stoffe, auch und gerade wegen des tollen Sounds der englischen Tonspur und des hohen visuellen Niveaus. Dem offiziellen PR-Gewäsch nach ist Rome mit 100 Millionen Dollar Kosten die bislang teuerste Fernsehproduktion überhaupt. Was man nicht unbedingt in jeder Schlacht, wohl aber in den eher normalen Szenen sieht, wenn sich die Handlung in Straßen, Gassen, Häusern abspielt. Schauspielerischer Höhepunkt ist Ciarán Hinds, der einen angemessen arroganten Caesar gibt. Und Polly Walker als Atia.

Kann man übrigens, günstig gebraucht, bei Amazon kaufen. Die UK-Fassung enthält eine deutsche Tonspur.

Immer diese Vorurteile

by Gunnar on 14. August 2006 · 15 comments

Kurzer Dialog im Kollegenkreis:

Herr Kaliban: Ich fahre am Wochenende nach Holland.
Kollege M.: Gut. Bring Drogen und Tierpornos mit.

Reality can be disturbing

by Gunnar on 14. August 2006 · 3 comments

Gebt mir fünf Minuten allein mit der Realität, dann werde ich der schon beibringen, dass sie sich zu fügen hat.

Erlaube mir, den Blick des geschätzten Publikums nach rechts unten zu lenken: Dort empfehle ich seit kurzem Amazon-Ware in schlichten unaufdringlichen Textlinks. Neulich waren es (eher theoretische) Bücher zum Thema Spielen, derzeit sind es absurde Werke mit eher nerdiger Thematik, die sich gut als Geschenke eignen. Durchaus ernstgemeint, kein Quatsch dabei. Und nichts, was ich nicht selber gelesen hätte. Außerdem ist das großes Business: Ich bekomme pro verkauftem Buch so um die 50 Cent von Amazon. Wenn ein Jahr lang jeder Besucher dieser Site pro Tag für 1.000 Euro bei Amazon einkauft, bin ich möglicherweise reich. Kann meinen Job quittieren und mich vollzeit kaliban.org widmen. Hey, liebe Leser, ist das nicht ein unterstützenswerter Plan? Ich würde jeden Tag mehrere lustige Begebenheiten posten. Mit Fotos. Und Videos. Wirklich.

* Sorry für diesen sehr alten Witz. Das sagte mein Opa immer. Und was der Opa sagt, vergisst man nicht.

Kleinkrämerei

by Gunnar on 13. August 2006 · 10 comments

Will jemand mein gebrauchtes Kameo kaufen? Oder vielleicht Oblivion (Xbox 360)?

Zu Letzterem kann ich übrigens einstimmungshalber einen hübschen Text von Richard empfehlen, drüben bei antigames (“das beste an Oblivion ist, dass es nicht WoW ist”).

Update: Weil ich’s gerade wieder entdeckt habe und es irgendwie ein bisschen passt, ein Elfchen über World of WarCraft:

WoW
versklavte Markus
und viele andere
Daher spiele ich lieber
Karten

Meine Kollegen sind alle irre

August 10, 2006

Kein Mensch, wirklich kein Mensch, käme auf den Gedanken, in bayrischen Lederhosen in Texas in eine Cowboy-Bar zu gehen. Außer, nun, Fabian. Argh. Kein Mensch, wirklich kein Mensch, käme auf den Gedanken, in bayrischen Lederhosen in Texas in eine Cowboy-Bar zu gehen. Außer, nun, Fabian. Argh.

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Ästheten müssen grausam sein

August 8, 2006

Blogs sind »Discounter des Geistes« sagt mein Kollege Herr S.: »Alles nur Häppchen, wohlproportionierte Gedanken, nett abgepackt, zum Kommentieren unter das Volk geworfen«. Das ist natürlich Unsinn. Blogs (zumindest meines) sind nur unsauber ausgestanzte Fragmente von Gedanken. Wir schreiben nicht nur für eine — wie auch immer geartete — Öffentlichkeit, sondern hauptsächlich für uns: Unsere […]

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