Habe keine Lust, was zu schreiben.
Wenn ich aber was schriebe, erläuterte ich all die Dinge, die von wahrhaft globalem Interesse sind.
Ich wählte Themen aus, von so unerhörter Brisanz, dass jeder darob in tiefe Nachdenklichkeit verfallen müsste.
Mein Ziel würde es sein, interdisziplinär arbeitend, komplexe Sachverhalte leicht verständlich darzustellen.
Selbstredend würde ich die weltanschaulich-politische Komponente nicht zu kurz kommen lassen; sowohl die Ungerechtigkeiten des Alltags als auch die Unzulänglichkeiten des kapitalistischen Systems fänden Erwähnung.
Jegliches, im Internet oder draußen in der Welt, anzutreffende Fehlverhalten prangerte ich so gnadenlos an, dass die betreffenden Widerlinge bestimmt ihren Hut nehmen müssten.
Mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln arbeitete ich an meinem Stil und feilte jeden Satz und jedes einzelne Wort so lange aus, bis mein Blogeintrag von jener prägnanten Prosa gekennzeichnet wäre, die mir bei anderen (Heidegger, v. Däniken, Nietzsche) so vorteilhaft aufgefallen ist.
Vielleicht würde ich auch der journalistisch-pseudoaktuellen Formen müde und versuchte mich statt dessen an klassischen Stilen; tiefer und tiefer versänke ich dann in die Qual der Wahl zwischen tausend Möglichkeiten verschiedener Erzähltechniken.
Packte mich der Ehrgeiz, böte ich auch alles auf, um mit den komplexesten Versmaßen im lyrischen Umfeld zu jonglieren.
Oder so. Habe aber keine Lust.
Habe keine Lust, was zu schreiben.
Wenn ich aber was schriebe, erläuterte ich all die Dinge, die von wahrhaft globalem Interesse sind.
Ich wählte Themen aus, von so unerhörter Brisanz, dass jeder darob in tiefe Nachdenklichkeit verfallen müsste.
Mein Ziel würde es sein, interdisziplinär arbeitend, komplexe Sachverhalte leicht verständlich darzustellen.
Selbstredend würde ich die weltanschaulich-politische Komponente nicht zu ...
Hm. Kleine Alltagsbeobachtung:
In Italien hupt man, um andere Fahrer auf etwas aufmerksam zu machen. Zum Beispiel auf die Tatsache, dass man selber mit überhöhter Geschwindigkeit auf ihr Heck zurast und nicht bremsen möchte. Oder einfach, weil’s klasse klingt. Und weil’s jeder macht. In Deutschland wird hauptsächlich gehupt, um jemanden zu demütigen. Etwa, weil er 0,134 Sekunden nach Umschalten auf grün noch nicht losgefahren ist. Oder nach einer potenziell gefährlichen Situation, damit der feindliche Fahrer auch wirklich weiß, dass er ein Vollpfosten ist.
Hm. Kleine Alltagsbeobachtung:
In Italien hupt man, um andere Fahrer auf etwas aufmerksam zu machen. Zum Beispiel auf die Tatsache, dass man selber mit überhöhter Geschwindigkeit auf ihr Heck zurast und nicht bremsen möchte. Oder einfach, weil's klasse klingt. Und weil's jeder macht. In Deutschland wird hauptsächlich gehupt, um jemanden zu demütigen. Etwa, weil er ...
Warum stellen die Konkurrenten der Firma Tupper eigentlich verschließbare Plastikbehälter her, wenn sie, an den minderwertigen Verschließmechanismen klar erkenntlich, ohnehin nicht vorhaben, diese wasserdicht zu gestalten? Und, schlimmer, warum kaufe ich so’n Quatsch?
Woher wissen eigentlich diese blöden Fruchfliegen, dass bei uns, in München, am Leuchtenbergring, im dritten Stock, in der Küche, in der Obstschale, hinten links eine einzelne Pflaume angefault ist?
Warum stellen die Konkurrenten der Firma Tupper eigentlich verschließbare Plastikbehälter her, wenn sie, an den minderwertigen Verschließmechanismen klar erkenntlich, ohnehin nicht vorhaben, diese wasserdicht zu gestalten? Und, schlimmer, warum kaufe ich so'n Quatsch?Woher wissen eigentlich diese blöden Fruchfliegen, dass bei uns, in München, am Leuchtenbergring, im dritten Stock, in der Küche, in der Obstschale, ...
Neulich, im Leserbrieforder von GameStar, da fand sich die folgende Pressemitteilung ein. Warum auch immer. Die Wege der Presseverteiler sind unergründlich. Guten Appetit übrigens.
Leben durch Lichtnahrung
Auf diese Frage antwortet
Dr. Michael Werner
Am Vortragsabend
am Freitag 29.09.2006 / 19.30 Uhr
in den Räumen
der Dr. Ingeborg Gebert-Heiß Stiftung
Michael Werner, Naturwissenschaftler, Dr. der Chemie und Betriebsleiter
eines in der Krebsforschung tätigen Institutes, hat die so genannte
Lichtnahrung an sich selbst ausprobiert. Seit mehreren Jahren lebt er
ohne Einnahme fester Nahrung – und er fühlt sich besser denn je.
Im Rahmen eines akademischen Forschungsprojekts hat er sich einem auf
strengen wissenschaftlichen Richtlinien basierenden zehntägigen
klinischen Versuch unterzogen.
(Die Einnahmen kommen der Stiftungsarbeit von Herrn Dr. Werner & Dr.
Ingeborg Gebert Heiß Stiftung zugute)
Eintritt 10,- €
Um Platzreservierung wird gebeten unter Tel.: 0175 / 7960510
Dr. Ingeborg Gebert-Heiß Stiftung Reckholderbühl 7, 78224 Singen
Neulich, im Leserbrieforder von GameStar, da fand sich die folgende Pressemitteilung ein. Warum auch immer. Die Wege der Presseverteiler sind unergründlich. Guten Appetit übrigens.Leben durch Lichtnahrung
Auf diese Frage antwortet
Dr. Michael Werner
Am Vortragsabend
am Freitag 29.09.2006 / 19.30 Uhr
in den Räumen
der Dr. Ingeborg Gebert-Heiß Stiftung
Michael Werner, Naturwissenschaftler, Dr. der Chemie und Betriebsleiter
eines in der ...
Kürzlich schickte mir einer meiner früheren Lehrer, der freundliche Herr F., aufmerksam geworden durch mein Blog-Engagement beim Stern, ein paar Fotos aus meiner Schulzeit. Nett von ihm, aber uh. SO sahen wir aus? Auf dem Bild sind wir (ich bin der rechte, falls Zweifel bestehen) offenbar bereits 14. Vier-Zehn! Sieht man uns nicht recht an. Die 14jährigen heutzutage haben ja dem Hörensagen nach bereits zahllose Drogen- und Sex-Exzesse hinter sich, nicht wie bei uns, wo Glck eine 2 in Sachkunde war und man davon geträumt hat, beim Flaschendrehen mal mal die Klassenschönheit auf den geschlossenen Mund küssen zu dürfen. Die Klassenschönheit, die natürlich mit einem kräftigen Angeber aus der 10. zusammen war.
Das streifige Ding an meinem Handgelenk ist übrigens, ahem, ein HSV-Schweißband, geschmackvoll mit meinen anderen trendigen Klamotten kombiniert. Argh.

Kürzlich schickte mir einer meiner früheren Lehrer, der freundliche Herr F., aufmerksam geworden durch mein Blog-Engagement beim Stern, ein paar Fotos aus meiner Schulzeit. Nett von ihm, aber uh. SO sahen wir aus? Auf dem Bild sind wir (ich bin der rechte, falls Zweifel bestehen) offenbar bereits 14. Vier-Zehn! Sieht man uns nicht recht ...
Ich nehme an, ich erwähnte bereits, dass mir das ganze Gesaufe, Gesinge, Gelalle, Gekreische, Getanze, Gedrängel, Gevolkstümele, Gefresse, kurz, das ganze Oktoberfest gestohlen bleiben kann. Kann es. Mir. Gestohlen bleiben.
Ich nehme an, ich erwähnte bereits, dass mir das ganze Gesaufe, Gesinge, Gelalle, Gekreische, Getanze, Gedrängel, Gevolkstümele, Gefresse, kurz, das ganze Oktoberfest gestohlen bleiben kann. Kann es. Mir. Gestohlen bleiben.