September 2006

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Toxic meetings

30. September 2006 · 6 comments

The three things you can’t fake are: erections, creativity and competence. That’s why meetings become toxic — they put uncreative people in a situation in which they have to be something they can never be. And the more effort they put into concealing their inabilities, the more toxic the meeting becomes. [...] The uncreative people who run a meeting say such things as, Does anybody here have something to say about Ethan’s idea? The ensuing silence makes even a good idea look stupid. Many people think that the best way to make meetings tolerable is to walk into the room and fire away with lots of ideas to get juices flowing. Such ideas goad uncreative people into building more elaborate strategies to conceal their lack of creativity. You think, you’re giving away great material, but all you’re really doing is generating fear and envy.

Ein paar Zeilen Weisheit und Lebenserfahrung, die ich in dem Buch JPod (oder jPod) von Douglas Coupland gefunden habe.

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iPod-Computer

29. September 2006 · 8 comments

Wie mächtig die Marke iPod ist, vergisst man gerne mal. Bis dann die eigene Frau vom “iPod-Laptop” spricht, wenn sie ein Mac-Notebook meint. Absurd. Aber hey, iPod ist urbaner Alltag, Mac ist Designbüro-Freaktum. Eigentlich kein Wunder.

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Wenn

28. September 2006 · 9 comments

Habe keine Lust, was zu schreiben.
Wenn ich aber was schriebe, erläuterte ich all die Dinge, die von wahrhaft globalem Interesse sind.
Ich wählte Themen aus, von so unerhörter Brisanz, dass jeder darob in tiefe Nachdenklichkeit verfallen müsste.
Mein Ziel würde es sein, interdisziplinär arbeitend, komplexe Sachverhalte leicht verständlich darzustellen.
Selbstredend würde ich die weltanschaulich-politische Komponente nicht zu kurz kommen lassen; sowohl die Ungerechtigkeiten des Alltags als auch die Unzulänglichkeiten des kapitalistischen Systems fänden Erwähnung.
Jegliches, im Internet oder draußen in der Welt, anzutreffende Fehlverhalten prangerte ich so gnadenlos an, dass die betreffenden Widerlinge bestimmt ihren Hut nehmen müssten.
Mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln arbeitete ich an meinem Stil und feilte jeden Satz und jedes einzelne Wort so lange aus, bis mein Blogeintrag von jener prägnanten Prosa gekennzeichnet wäre, die mir bei anderen (Heidegger, v. Däniken, Nietzsche) so vorteilhaft aufgefallen ist.
Vielleicht würde ich auch der journalistisch-pseudoaktuellen Formen müde und versuchte mich statt dessen an klassischen Stilen; tiefer und tiefer versänke ich dann in die Qual der Wahl zwischen tausend Möglichkeiten verschiedener Erzähltechniken.
Packte mich der Ehrgeiz, böte ich auch alles auf, um mit den komplexesten Versmaßen im lyrischen Umfeld zu jonglieren.

Oder so. Habe aber keine Lust.

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Grüner wird’s nicht

27. September 2006 · 7 comments

Hm. Kleine Alltagsbeobachtung:

In Italien hupt man, um andere Fahrer auf etwas aufmerksam zu machen. Zum Beispiel auf die Tatsache, dass man selber mit überhöhter Geschwindigkeit auf ihr Heck zurast und nicht bremsen möchte. Oder einfach, weil’s klasse klingt. Und weil’s jeder macht. In Deutschland wird hauptsächlich gehupt, um jemanden zu demütigen. Etwa, weil er 0,134 Sekunden nach Umschalten auf grün noch nicht losgefahren ist. Oder nach einer potenziell gefährlichen Situation, damit der feindliche Fahrer auch wirklich weiß, dass er ein Vollpfosten ist.

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Rätsel des Alltags

26. September 2006 · 3 comments

Warum stellen die Konkurrenten der Firma Tupper eigentlich verschließbare Plastikbehälter her, wenn sie, an den minderwertigen Verschließmechanismen klar erkenntlich, ohnehin nicht vorhaben, diese wasserdicht zu gestalten? Und, schlimmer, warum kaufe ich so’n Quatsch?

Woher wissen eigentlich diese blöden Fruchfliegen, dass bei uns, in München, am Leuchtenbergring, im dritten Stock, in der Küche, in der Obstschale, hinten links eine einzelne Pflaume angefault ist?

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Post von den Lampenfressern

25. September 2006 · 11 comments

Neulich, im Leserbrieforder von GameStar, da fand sich die folgende Pressemitteilung ein. Warum auch immer. Die Wege der Presseverteiler sind unergründlich. Guten Appetit übrigens.

Leben durch Lichtnahrung

Auf diese Frage antwortet

Dr. Michael Werner

Am Vortragsabend
am Freitag 29.09.2006 / 19.30 Uhr

in den Räumen
der Dr. Ingeborg Gebert-Heiß Stiftung
Michael Werner, Naturwissenschaftler, Dr. der Chemie und Betriebsleiter
eines in der Krebsforschung tätigen Institutes, hat die so genannte
Lichtnahrung an sich selbst ausprobiert. Seit mehreren Jahren lebt er
ohne Einnahme fester Nahrung – und er fühlt sich besser denn je.
Im Rahmen eines akademischen Forschungsprojekts hat er sich einem auf
strengen wissenschaftlichen Richtlinien basierenden zehntägigen
klinischen Versuch unterzogen.
(Die Einnahmen kommen der Stiftungsarbeit von Herrn Dr. Werner & Dr.
Ingeborg Gebert Heiß Stiftung zugute)
Eintritt 10,- €
Um Platzreservierung wird gebeten unter Tel.: 0175 / 7960510
Dr. Ingeborg Gebert-Heiß Stiftung Reckholderbühl 7, 78224 Singen

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Mit offenem Mund. Zu Mund.

24. September 2006 · 8 comments

Wenn ich noch einmal jemanden höre, der »Mund-zu-Mund-Propaganda« statt, korrekterweise, Mundpropaganda sagt, dann muss ich töten. Ehrlich. Das geht so nicht weiter mit der Welt.

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American Gothic

22. September 2006 · 3 comments

American Gothic

Worte von Tom Waits; Bild von solecism. Bitte oben neben dem Logo dieser Seite auf das rechte (das graue) der drei farbigen Kästchen klicken. Passt jetzt besser. Danke.

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Der Schatten aus der Zeit

21. September 2006 · 9 comments

Kürzlich schickte mir einer meiner früheren Lehrer, der freundliche Herr F., aufmerksam geworden durch mein Blog-Engagement beim Stern, ein paar Fotos aus meiner Schulzeit. Nett von ihm, aber uh. SO sahen wir aus? Auf dem Bild sind wir (ich bin der rechte, falls Zweifel bestehen) offenbar bereits 14. Vier-Zehn! Sieht man uns nicht recht an. Die 14jährigen heutzutage haben ja dem Hörensagen nach bereits zahllose Drogen- und Sex-Exzesse hinter sich, nicht wie bei uns, wo Glück eine 2 in Sachkunde war und man davon geträumt hat, beim Flaschendrehen mal mal die Klassenschönheit auf den geschlossenen Mund küssen zu dürfen. Die Klassenschönheit, die natürlich mit einem kräftigen Angeber aus der 10. zusammen war.
Das streifige Ding an meinem Handgelenk ist übrigens, ahem, ein HSV-Schweißband, geschmackvoll mit meinen anderen trendigen Klamotten kombiniert. Argh.


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Will wech. Hier.

19. September 2006 · 15 comments

Ich nehme an, ich erwähnte bereits, dass mir das ganze Gesaufe, Gesinge, Gelalle, Gekreische, Getanze, Gedrängel, Gevolkstümele, Gefresse, kurz, das ganze Oktoberfest gestohlen bleiben kann. Kann es. Mir. Gestohlen bleiben.