Beim Frisör

by Gunnar on 23. November 2006 · 3 comments

Die lange lange Matte muss weg. In Groningen gibt’s neben dem Kwekkeboom, wo es warme Kroketten aus ‘nem Wandautomaten zu kaufen gibt, eine Straße mit sechs Frisörläden. Nun fühle ich an sich ja schon ein klitzekleines Bisschen guilty pleasure wenn man sich beim Frisör durch die dickbusige Praktikantin die Kopfhaut massieren lässt, aber beim Hairmax, wo ich gestern war, gibt’s ja jetzt Konkurrenz. Belebt das Geschäft. Zum Preis eines Militärhaarschnitts haben sie Waschen, Kopfhautmassage, Abrubbeln-mit-warmem-Kräuterhandtuch, Tasse Kaffee, Pflegetipps, Styleberatung (Hahnenkamm ist so last year, das machen wir nicht mehr) plus Gelen (dazu gleich mehr) und alles für 17 €.

Nun will ich mich in der näheren und ferneren Zukunft mit der handwerklichen Ausbildung von Ärzten beschäftigen, und deswegen linse ich immer beim McDonald’s und wo man sonst so hinkommt, wie Leute ausgebildet werden. Auch gestern beim Frisör wurde die Praktikantin nach abgeschlossenem ‘jarhead’ gefragt, mein Haar, ahem, ‘wild’ zu stylen. Das ist nicht so ganz einfach bei nem Typen mit Gumminase und Brille, aber gut.

Also reibt sie ein wallnusshälftengroßes Pfützchen Gel in ihre breiten Hände und verplättet meine wilde wilde Frisur zu einem perfekt geformten – Hahnenkamm!

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