Kaufbefehl: Comics

by Gunnar on 25. Dezember 2006 · 10 comments

Habe in letzter Zeit mal wieder ein paar Comics gelesen und werfe hiermit mein Wissen unter’s Volk. Falls jemandem das Weihnachtsgeld ein Loch in den Kontoauszug brennt, mag das hier als Empfehlung dienen…



blacksad

Blacksad | Krimigeschichte (Mini-Serie). Spielt in einer von Tieren bewohnten Welt, ihr wisst schon, wie bei Disney, nur realistischer: Leibwächter sind Nashörner in Anzügen, Polizisten Hunde, Diebe Wiesel et cetera. Die Zeichnung sind europäisch koloriert, also nicht so schreiend wie derzeit in vielen US-Superhelden-Comics üblich, und so sensationell gut, dass ich erst nach dem Zuklappen des Buch so richtig bemerkt, dass die Geschichte eher dünn ist. Tut der Freude aber keinen Abbruch. Insgesamt ziemlich lesenswert. Liest man gerne auch immer mal wieder.
Der Anfang geht so: John Blacksad, ein klassischer herunter gekommener Privatdetektiv im Film-Noir-Stil, erfährt vom Tod seiner Ex-Geliebten. Die Polizei ermittelt, wird aber von höheren Stellen behindert. Blacksad ermittelt auf eigene Faust — und eigenes Risiko. Die Spur führt zu den Herrschern der Stadt.
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lucifer vertigo

Lucifer | Spin-off von Sandman (Serie). Im selben Universum, im selben Stil, mit (teilweise) demselben Personal. Und, huh, denselben Stärken und Schwächen: fantastische Figuren, toll erzählt, aber zeitweilen ein bisschen selbstverliebt, ein bisschen zu sehr in der eigenen Brillanz und Fabulierfreude gefangen. Und es nervt kolossal, dass die Zeichner wechseln. Dennoch: Literatur in Comic-Form, eines der wenigen Werke, das das Attribut »Graphic Novel« rechtfertigt. Ein Meilenstein.
Der Anfang geht so: Lucifer, der gefallene Engel, hat schon vor Jahren seinen Job als Höllenherrscher niedergelegt und betreibt eine Bar in LA. Da tritt ein Engel, ein Agent des Himmels, an ihn heran — er soll einen Auftrag für Gott ausführen. Lucifer akzeptiert, verfolgt aber seine eigene Agenda.
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y last man vertigo

Y – the Last Man | Scifi-Serie von Vertigo, spielt im »Nahen Jetzt«. Sieht von den Zeichnungen her aus wie die Preacher-Comics, also, huh, naja, am unteren Ende von »okay«. Ist nicht übermäßig schlau gemacht, aber flott erzählt, ganz spannend und fließt angenehm. Hat einen Haufen Preise gewonnen. Lebt von der Grundidee. Zu der kommen wir jetzt.
Der Anfang geht so: Aus unbekannten Gründen sterben auf den ersten sechs Seiten alle Männer der Welt. Jedes Wesen mit einem Y-Chromosom, Tiere wie Menschen. Alle hin. Außer Yorick, einem netten aber tollpatschigen jungen Typen. Und seinem Äffchen Ampersand. Das wirft natürlich ein, zwei Probleme auf. Eine neu gegründete Amazonensekte will ihn umbringen, damit endlich Ruhe ist mit den Kerls; Israel (dank Frauen-Wehrpflicht der einzige Staat mit einsatzfähiger Armee) will ihn kidnappen. Yorick selber möchte hauptsächlich seine Freundin wiederfinden und hat sonst wenig Ambitionen.
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