Schwach wie Akku leer

by Gunnar on 16. Dezember 2006 · 9 comments

Wer schreibt, bleibt. Wer spricht, nicht*. Eigentlich. Ausnahmsweise gibt’s mich aber auch mal zu hören: Meine “Highlights des Jahres”, unvorbereitet und unkohärent in Johnnys Mikro gesprochen, finden sich mitten im gestrigen Podcast vom Spreeblick. Wer mag, kann ja mal hinklicken und hinhören.

Andere Sache: Gestern war der Tag der leeren Batterien. Erst Auto, dann Handy. Blöde Kombination. Mich kommt dann immer ein so hilfloser Ärger an, weil ich dafür nicht mal irgendwem anders die Schuld geben kann. Eine Klage gegen Auto- und Mobilfunkindustrie hätte vermutlich wenig Erfolg: Das Handy hatte ich nämlich aus Lässigkeit (ach, zwei Striche reichen noch bis morgen) vorsätzlich nicht aufgeladen. Das Auto habe ich verlassen, ohne vorschriftsgemäß den Schalter für das Licht in die Nullstellung zu drehen. Und bin für gut acht Stunden nicht zurückgekehrt. War ein Mietwagen, ein Fabrikat von einem bekannten Stuttgarter Hersteller, der, im Gegensatz zu einem bekannten Münchener Hersteller, offenbar auch in neueren Versionen nicht dieses Licht einbaut, das sich automatisch beim Entfernen des Zündschlüssels* abschaltet. Naja, Ausreden. Ich hätte ja das durchdringende Piepen bemerken können, mit dem mich der freundliche Wagen auf seine Not aufmerksam zu machen suchte. Habe ich aber nicht. Und wer nicht hören mag, muss, nun, doof ‘rumstehen.
Was ich dann auch getan habe. Eine ganze Weile lang. Weil der Notdienst des besagten Stuttgarter Autobauers es trotz zahlreicher “Machenwirschon” und “Kommtgleichwer” in vier Telefonaten bei prekärer Akkusituation zweieinhalb Stunden lang nicht geschafft hat, einen Überbrücker zu schicken. Wobei ich in der Wartezeit zwei freundliche Angebote von Besitzern der hilfreichen Kabel-Motor-Kombi abgelehnt habe, weil die Hilfe ja “gleich”, “sofort” beziehungsweise “in den nächsten zehn Minuten” kommen sollte. Argh.

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