Datenterror und außerehelicher Sex

by Gunnar on 20. Januar 2007 · 17 comments

Laptop-Display kaputt. Reparaturkosten nahe dem saarländischen Haushaltdefizit. Lohnt nicht. Ergo: Alle Daten, alle Einstellungen, alles alles, alles muss auf den nächsten PC. Die Pest. Im Jahr 2007 sollte dieser alltägliche Prozess irgendwie weniger mühsam sein. Grmpf.

Ganz andere Sache: Natürlich ist es widerlich, wie Beckstein und Huber sich die Ämter ausgekungelt haben, und natürlich ist Seehofer allemal sympathischer und ein besserer Parteichef als diese beiden trockenen Funktionärsnasen. Aber hey, wenn man Vorsitzender einer christlichen Partei sein will und zudem gerne mal eine eher moralische Position bezieht, dann sollte man die Beherrschung und den Anstand haben, sich außerehelicher Affären zu enthalten. Heiligenschein und Gespielin, das geht nicht. Wer seinen Schwanz nicht in der Hose behalten kann, kann vielleicht auch sonst ein paar Sachen nicht, die man als Politiker können muss. Nicht dass ich per se für das Ausforschen des Privatlebens von Politikern wäre, aber ich finde, es gehört zur Gesamtbetrachtung eines Menschens in einem öffentlichen Amt schon dazu, wie er privat ist. Strengt er Klagen gegen seine Nachbarn an, weil die Musik zu laut ist? Unterhält er stabile Freundschaften? Behandelt er seine Kinder vernünftig? In öffentlichen Ämtern hat man eine Vorbildfunktion, die sich auf das ganze Leben erstreckt — entweder man steht dazu oder nicht. Zwingt einen ja keiner, sich auf derlei Funktionen zu bewerben.

Generell stimmt meines Erachtens, was Henry Rollins über die Ehe sagt:

“If you’re not ready to do the time, don’t commit. And that’s why I’m not married; I’m not ready to go there yet. Because when I do – if I do – I’m not fucking around. I’m taking it seriously.”

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