Es gibt kein richtiges Leben im Valschen

by Gunnar on 31. Januar 2007 · 16 comments

Mich macht langsam, langsam der Hype um Second Life verrückt. Klar, es ist einzig, klar, es ist erfolgreich. Aber ist es wirklich nötig, dass alle Welt jetzt da drin Läden aufmacht, Zeitungen verlegt, wie Schweden ein Konsulat eröffnet? Argh. Und was hat es für einen Sinn, Amazon-Zeuchs da zu kaufen, anstatt auf der regulären Website?

Übrigens irritierend, dass ein so offenkundig profitträchtiges, zukunftsweisendes und imageförderndes Feld einer Mini-Firma wie Linden Labs überlassen wird. Wenn ich, sagen wir, der Coca-Cola-Konzern wäre, dann würde ich ein Zehntel, ach ein Zwanzigstel, meiner Marketinggelder nehmen und Cokespacetm bauen, ein intelligent designtes, modulares und — im Gegensatz zu Second Life — vielleicht sogar easy bedienbares Metaversum. Selbstverständlich wäre es kostenlos für jedermann, ich würde sogar Land verschenken. Das Ziel wäre, die Schnittstelle für alles zu werden, der Mega-Hub, an den alles angedockt wird, was interaktiv sein will: »Hey, Sie wollen Call of Duty 5 spielen? Gehen Sie mit Ihrem Cokespacetm-Avatar auf Ebene 5, Flur 3, War City — dort ist der Eingang in die Call of Duty-Welt. Vergessen Sie nicht, Ihrem Avatar in der Schleuse eine der dort bereit liegenden Uniformen anzuziehen. Und sich eine Waffe auszusuchen. Der Eintritt kostet 1 CokeDollartm pro Stunde, die ersten zwanzig Minuten sind frei.« So ungefähr.

Hat mal jemand 50 Millionen Euro für mich?

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