Viren, Katzen und der FC Bayern

by Gunnar on 30. April 2007 · 11 comments

Katzen, Katzen sind ganz angenehm, wenn man krank oder faul oder beides ist. Liegen einem nett zur Seite, fragen nicht viel und nerven nicht mit Lass uns mal rausgehen oder sonstigen Zumutungen. Ganz im Gegensatz zu Hunden, Kindern oder Lebensabschnittsgefährten, die da ein bisschen fordernder sind und ständige Bespaßung verlangen. Kein Wunder, dass misantrophe Daseinsformen wie Geeks oder schrullige Omas, ich meine hier diese Omas, die über einem wohnen und sich ständig über den Lärm beschweren, obwohl sie so tun als ob sie taub sind, wenn man ihnen einen zähneknirschend einen guten Tag wünscht, dass also derlei Leute die Katzenhaltung den möglichen Alternativen vorziehen. Wobei es tatsächlich erstaunlich ist, dass Katzen noch nicht begonnen haben, eine Technik zu entwickeln, ihre Besitzer vorsätzlich mit, sagen wir, grippalen Infekten zu infizieren, denn der sekundäre Gemütlichkeitsgewinn für eine Katze ist ziemlich hoch, wenn Herrchen den ganzen Tag auf der Couch lümmelt, statt das Haus zu verlassen und draußen Berge zu versetzen oder was immer Herrchen draußen tut, die Katze weiß es ja nicht. Vermutlich gibt es einen Bunker in Nord-Zehlendorf, wo eine Task Force von Katzen, gespenstisch intelligent geworden durch ein Experiment der Russen mit Dimensionstoren, an genau diesem Wirkstoff arbeitet, einem leicht übertragbaren Virus, der exakt jene schwache Form von Infekt auslöst, der den Katzen einen netten Tag beschwert, dabei aber nicht stark genug ist, um Herrchen ins Krankenhaus zu treiben.

Aber ich will ja den Katzen nichts Schlechtes nachsagen. Also Themawechsel. Zum Fußball vielleicht. Obwohl, halt, stop. Fußball ist ja per Dekret auf dieser Seite neuerdings als Thema verboten, zumindest nach kürzlich erfolgten Niederlagen norddeutscher Teams, wobei norddeutscher in der hier gebrauchten engen Definition Hannover 96 ein-, den VfL Wolfsburg aber natürlich ausschließt. Dabei gäbe es zu dem Thema gerade so viel zu sagen, etwa über das hübsche Antäuschen von Transfers, das der FC Bayern gerade in seiner Verzweiflung betreibt. Aber über das Thema sollen die Fans reden, nicht ich. Die machen das schon. Hihi.

Ich eröffne lieber nochmal rasch ein neues Thema, Autos im weitesten Sinne. Ich verstehe zwar von Autos allenfalls genug, um ein oberflächliches Gespräch ohne schwere Blamage zu überstehen, aber ich wollte nämlich schon lange mal erzählen, dass ich in Usaland einen Bumper Sticker gesehen habe, der folgende Botschaft trug:HONK if you’ve never seen an uzi fired from a car window before!In jedem anderen Land würde man nicht annehmen, dass das wörtlich gemeint ist, aber in den USA… besser nicht hupen. Bei dem Wort Hupen übrigens fällt mir diese kleine Geschichte ein, bei der der Herr D., Angestellter eines bekannten Spieleherstellers, seiner leicht beschickerten englischen Kollegin beigebracht hat, sich auf einer Party jedem mit Hello, ick bin Misses Hupen vorzustellen, aber ach. Decken wir lieber den Mantel des Schweigens über die schmutzigen Witze und die Alkoholexzesse jener Nacht. Und die Kopfschmerzen des folgenden Morgens.

Fragen wir uns lieber mal, woher eigentlich das Wort Hupen kommt, also in dieser besonderen Bedeutung als Synonym von Titten. Das Internet hält ja eine Menge Synonyme bereit, verschweigt uns aber die etymologischen Grundlagen. Und die Recherche führt zu nichts, weil man unterwegs auf eine Menge Absurditäten mit hohem Ablenkpotenzial stößt, wenn man Google mit dem Wort Hupen füttert. Zum Beispiel auf dieses Forum, wo eine Frau kundtut, ihre Brüste hießen Bambi und Klopfer. Uh. Mir war nicht klar, dass es Frauen gibt, die sich dafür Namen ausdenken, aber es soll ja auch Männer geben, die, ach, das führt alles zu weit hier. Ich finde für diesen Text jetzt eh kein vernünftiges Ende mehr, daher schreibe ich es einfach hin: Ende.

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