Texte über, uh, die Liebe?

by Gunnar on 13. Juni 2007 · 11 comments

Wollte bloggen. Habe zu schreiben begonnen. Bin abgedriftet. Habe allerlei sentimentale Texte über die Liebe geschrieben. Unveröffentlichbar. Brauche ein geheimes Zweitblog für Szenen aus nicht zuende gedachten Romanen. Eines, wo ich unter einem halbironischen Kunstnamen, sowas wie Epicure One oder Mr. Penumbra, leicht intellektuell gekühltes, aber doch irgendwie authentisches Material verfassen kann. Ohne Gefahr, mich dem persönlichen Spott von Netzgemeinde und Bekannten auszusetzen oder beim nächsten Vorstellungsgespräch drauf angesprochen zu werden. Mit ausgeschalteter Kommentarfunktion natürlich, aber stetem Blick auf die Logs. Immer in der Hoffnung, dass mal der Lektor eines Großverlages vorbeisurft, zufällig, in mir den nächsten Jonathan Frantzen entdeckt und mich unter Androhung von Ruhm und Reichtum zwingt, die Fragmente zu ordnen, zu bündeln, so dass sie dann wundersam den großen deutschen Roman ergeben. Oder wenigstens einen von der Kritik zu umjubelnden schmalen Kurzgeschichtenband.

Logischer und folgerichtiger wäre es allerdings, mal wieder was Zielführendes zu schreiben, irgendwas, was Leute gerne lesen. Aber Erlebtes aufzuschreiben und auszuschmücken ist ja bekanntlich viel leichter als sich was auszudenken, und ich habe heute außerhalb des Büros eigentlich nichts erlebt. Außer dem Schreiben von, wie gesagt, nicht Blog-fähigen Texten. Und darüber einen lustigen, strukturierten, anregenden Blogeintrag zu verfassen, das geht nicht. Sieht man ja.

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