Gerade beim Gegenlesen eines GameStar-Artikels für die nächste Ausgabe stolperte ich über eine Erwähnung von Space Hulk, dem irre schweren 3D-Action-Taktik-Spiel von 1993. Zu dem Ding gäbe es einiges zu sagen, aber das kann man auch anderswo nachlesen. Ich möchte nur eben rasch ein Erlebnis erzählen, das ich mit dem Nachfolger Vengeance of the Blood Angels (1996) hatte.
Also, man läuft da durch dunkle Gänge in Raumschiffen, als militärische Gruppe, rückt geordnet vor, damit die wilden Aliens einen nicht umgehen und von der Seite anfallen. Die Jungs, die man dabei hat, sind schwer bewaffnete Space Marines, die eigenständig ballern, aber vom Spieler bewegt werden müssen. Üblicherweise stellt man die so hin, dass sie Gänge abdecken, übernimmt dann einen in der Ego-Sicht, stellt ihn wieder ab, bewegt den nächsten. Fast wie in einem Brettspiel, was aber nicht verwundert, denn das ist ja auch sozusagen der Brustkorb, aus dem der Space-Hulk-PC-Facehugger gebrochen ist. Falls mir diese gewagte Konstruktion hier gestattet ist. Ahem.
Nun zum Eigentlichen: Aus einem Seitengang stürmt plötzlich ein Genestealer-Alien und wirft sich kratzend und beißend auf meinen Team-Kollegen zur Linken, der zufällig Caliban heißt. Der feuert, seine Waffe blockiert, der Stealer macht kurzen Prozess. Ich ziehe mich in einen Gang zurück, um nicht auch gefressen zu werden. Mein Kamerad zur Rechten sagt (Sprachausgabe) ohne Emotion in der Stimme: Caliban died. Uh. Cooler Trick vom Spiel, die Sprachausgabe passend zum Ereignis zu haben. Dann kommt der Stealer auf uns zu, wir feuern verzweifelt, der Stealer fällt im Kugelhagel. Mein Kamerad zur Rechten flüstert darauf: This was for Caliban. Intelligenter Einsatz von simpler Technik. Aber als Ergebnis ein paar Sekunden Gänsehaut für mich und kurzzeitig das Gefühl, wirklich als Space Marine auf einem Raumschiffwrack voller Monster mitten im All zu sein. Mir unerklärlich, dass so ein Effekt seither in keinem anderen Spiel genutzt wurde.
Gerade beim Gegenlesen eines GameStar-Artikels für die nächste Ausgabe stolperte ich über eine Erwähnung von Space Hulk, dem irre schweren 3D-Action-Taktik-Spiel von 1993. Zu dem Ding gäbe es einiges zu sagen, aber das kann man auch anderswo nachlesen. Ich möchte nur eben rasch ein Erlebnis erzählen, das ich mit dem Nachfolger Vengeance of the ...
Ist jetzt eher nicht von übergreifender Bedeutung, aber ich muss es kurz loswerden. Kann sich ja niemand wehren, ist ja mein Blog. Also. Ich bin gerade in LA, das passiert mir immer wieder. Schlimm. Aber diesmal ist es anders, diesmal habe ich ein bisschen private Zeit, sogar für mehr als nur für einen Kinobesuch. Diesmal konnte ich mich informieren, was es an kuturellen Events vor Ort gibt. Das ist normalerweise eine frustierende Übung, weil man dann immer rausfindet, dass letzte Woche die Lieblingsband gespielt hat und einen Tag nach der eigenen Abreise eine sensationelle Ausstellung eröffnet. Diesmal aber hatten wir am Samstag abend Zeit und der Kollege H. kam überraschend mit seinem Plan für den Abend an: Henry Rollins spricht, im Rahmen der Conversations-Reihe des Hammer-Museums, auf offener Bühne mit Amanda Palmer (das ist die Sängerin der großartigen Dresden Dolls). Kein Programm, keine Musik, nur das Gespräch zweier intelligenter Menschen. Und es kostet nicht einmal Eintritt.
Was soll ich sagen, wir waren da, es war erleuchtend. Danke Gott, dass ich das erleben durfte.
Ist jetzt eher nicht von übergreifender Bedeutung, aber ich muss es kurz loswerden. Kann sich ja niemand wehren, ist ja mein Blog. Also. Ich bin gerade in LA, das passiert mir immer wieder. Schlimm. Aber diesmal ist es anders, diesmal habe ich ein bisschen private Zeit, sogar für mehr als nur für einen Kinobesuch. ...
Ich halte mich nicht für einen großen Filmkenner, daher lasse ich mich selten hinreißen, sowas wie eine Filmkritik zu schreiben. Mache ich auch diesmal nicht, möchte aber immerhin kurz mitteilen, dass ich gerade Ratatouille (Film von Pixar, kommt in Deutschland erst Ende des Jahres) gesehen habe. In HD, in einem Kino in LA. Bin noch ein bisschen post-orgasmisch, daher übertreibe ich vielleicht, aber spontan würde ich sagen, dass es sicher einer der besten Filme dieses Jahres ist. Und wohl auch der überzeugendste Pixar bisher, obwohl die ja fast alle hochklassig sind.
Als Bonus folgt hier Gunnars Lieblingsfilm-Top-10 (animiert):
- 1. Ratatouille
- 2. Chihiros Reise
- 3. Shrek
- 4. Aladdin
- 5. Animal Farm
- 6. Wallace & Gromit
- 7. Toy Story
- 8. Robin Hood
- 9. Die Unglaublichen
- 10. Lilo & Stitch
Ehrenvolle Erwähnungen: Nightmare before Christmas, Akira, Toy Story 2, Peter Pan, Watership Down, Southpark: The Movie, Prinzessin Mononoke, The Iron Giant, Das Dschungelbuch, Ghost in the Shell, Findet Nemo, Monster AG, Antz, Das Dschungelbuch
Ich halte mich nicht für einen großen Filmkenner, daher lasse ich mich selten hinreißen, sowas wie eine Filmkritik zu schreiben. Mache ich auch diesmal nicht, möchte aber immerhin kurz mitteilen, dass ich gerade Ratatouille (Film von Pixar, kommt in Deutschland erst Ende des Jahres) gesehen habe. In HD, in einem Kino in LA. Bin ...
Liebe Deutsche Post,
ehemalige Staatskonzerne haben es schwer, schon klar. Der erdrückende Zwang zur Internationalisierung, die innovationshemmenden Monopole, das dem Gedanken des Service feindselig gegenüber stehende Personal, alles schlimm. Und dann der Kostendruck, ach, der Kostendruck. Das allerdings darf noch lange kein Grund sein, einfach am Tag bevor ich ein wichtiges Einschreiben aufzugeben habe, die meinem Wohnort am nächsten liegende Filiale in eine automatisierte Packstationtm zu verwandeln. Und mir als Ersatz nur eine Partnerfiliale anzubieten, die von einem vermutlich tarifvertragsfreien Subkontraktor betrieben wird, der es nicht für nötig hält, vor neun Uhr den Laden zu öffnen. Wobei erschwerend hinzu kommt, dass Du, liebe Post, schon vorher nicht für Öffnungszeiten bekannt warst, die dem Konzept des in Vollzeit berufstätigen Kunden in irgendeiner Weise entgegen kommen. Ich hoffe, Du verschluckst Dich an der Globalisierung und wirst vom Markt gefegt, wenn das Briefmonopol fällt.
Dein Dich hassender Zwangskunde,
Gunnar
P.S. Ach, und natürlich hat es geregnet. Daher hasse ich Dich noch mehr.
Liebe Deutsche Post,
ehemalige Staatskonzerne haben es schwer, schon klar. Der erdrückende Zwang zur Internationalisierung, die innovationshemmenden Monopole, das dem Gedanken des Service feindselig gegenüber stehende Personal, alles schlimm. Und dann der Kostendruck, ach, der Kostendruck. Das allerdings darf noch lange kein Grund sein, einfach am Tag bevor ich ein wichtiges Einschreiben aufzugeben habe, die ...