Post und Cholera

by Gunnar on 4. Juli 2007 · 15 comments

Liebe Deutsche Post,

ehemalige Staatskonzerne haben es schwer, schon klar. Der erdrückende Zwang zur Internationalisierung, die innovationshemmenden Monopole, das dem Gedanken des Service feindselig gegenüber stehende Personal, alles schlimm. Und dann der Kostendruck, ach, der Kostendruck. Das allerdings darf noch lange kein Grund sein, einfach am Tag bevor ich ein wichtiges Einschreiben aufzugeben habe, die meinem Wohnort am nächsten liegende Filiale in eine automatisierte Packstationtm zu verwandeln. Und mir als Ersatz nur eine Partnerfiliale anzubieten, die von einem vermutlich tarifvertragsfreien Subkontraktor betrieben wird, der es nicht für nötig hält, vor neun Uhr den Laden zu öffnen. Wobei erschwerend hinzu kommt, dass Du, liebe Post, schon vorher nicht für Öffnungszeiten bekannt warst, die dem Konzept des in Vollzeit berufstätigen Kunden in irgendeiner Weise entgegen kommen. Ich hoffe, Du verschluckst Dich an der Globalisierung und wirst vom Markt gefegt, wenn das Briefmonopol fällt.

Dein Dich hassender Zwangskunde,

Gunnar

P.S. Ach, und natürlich hat es geregnet. Daher hasse ich Dich noch mehr.

{ 15 comments… read them below or add one }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: