Herr Kaliban zwingt sich zu was

by Gunnar on 7. September 2007 · 18 comments

Ich kann mich derzeit irgendwie nicht recht konzentrieren, jedenfalls nicht in der Freizeit. Auf der Arbeit schon, dabei ist es da gar nicht so nötig – Chefredakteure haben bekanntlich eine durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von 35,64 Sekunden, da sehe ich im Vergleich schon gut aus, wenn ich eine volle Minute lang einem Gespräch folgen kann. Aber in der Freizeit, da bin ich neuerdings so schrecklich ungeduldig. Statt Filmen ertrage nur noch kurze Serienhäppchen, statt World in Conflict spiele ich lieber noch mal eine kurze Zwischendurchpartie Pro Evo, statt einen der vermutlich literarisch hochwertigen Romane anzufangen, die neben meinem Bett liegen, lese ich lieber einen oder zwei Bände der Fables-Comics noch einmal. Und für lange Texte in diesem Blog finde ich dann natürlich auch keine Motivation. Keine Ahnung, woran das liegt.

Ich kämpfe jetzt mal bewusst dagegen an und versuche diesen Text auf wenigstens 2.000 Zeichen Länge auszudehnen. Hm. Nun. Dazu müsste man aber eine inhaltliche Idee haben, ich kann ja nicht davon erzählen, dass ich den neuen Bourne-Dingsda-Film noch sehen will, obwohl der bestimmt allenfalls so mittel ist, ich aber an Matt Damon seit Good Will Hunting irgendwie einen Narren gefressen habe. So eine Absichtserklärung interessiert ja keinen, und eine Filmkritik kann ich nicht schreiben, ohne den Streifen angeschaut zu haben. Apropos Kritik: Das einzige Medienprodukt aus der letzten Zeit, zu dem ich eine ganz dezidierte Meinung habe, die Seiten füllen würde, ist das Spiel Bioshock. Und diese meine Meinung dazu ist nicht uneingeschränkt positiv, daher werde ich sie hier nicht kundtun, damit diese Seite nicht von einer Horde vorbeigoogelnder Bioshock-Apologeten niedergebrannt wird, was faktisch natürlich unmöglich ist, weil Webseiten nicht brennen, aber Niederbrennen klingt nun mal dramatischer als Zuspammen oder Hacken oder wasweißich. Überdies hat Herr Yahtzee das Wesentliche zu Bioshock schon ziemlich gut zusammengefasst, ich könnte da höchstens noch Details hinzufügen.

Wo sind wir jetzt? Gut, rund 2.000 Zeichen. Das reicht eigentlich als Beweis, dass ich noch in der Lage bin, fünf Minuten am Stück zu schreiben. Vielen Dank, verehrtes Publikum, dass Sie diesen nicht sehr unterhaltsamenText bis hierhin gelesen haben.

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