Jack Jason Bauer-Bourne

by Gunnar on 13. September 2007 · 22 comments

Ich wusste ja vorher, dass ich mir das Bourne Ultimatum nicht hätte ansehen sollen, weil meine Toleranzschwelle für Action-Spektakel ein bisschen arg niedrig liegt. Andererseits kann ich diese sympathischer, aber auch gebrochener Held mit Killerausbildung, übermenschlicher Übersicht und coolen Gadgets nimmt das Gesetz in seine eigene Hand-Klamotte (siehe 24) schon ganz gut ertragen. Und Matt Damon mag ich eh, daher hätte der Film für mich funktionieren müssen. Leider hat die Kamera alles ruiniert — vielleicht bin ich zu alt(modisch), aber den ganzen Film über ständig subjektive Kamera zu haben, mit MTV-mäßigem Shaky-Effekt, ist mir zu viel. Zumal es auch noch Kopfschmerz-fördernde Verwischerei gibt, wenn die Kamera schwenkt, was sie viel zu oft tut. Ach, und wenn man schon den Quatsch mit der subjektiven Kamera macht, um Tempo zu erzeugen, darf man meiner bescheidenen Meinung nach nicht alle zwei Sekunden zwischen wackelig mittendrin und Held in Großansicht und cooler Pose hin und her schneiden, sondern muss ein Mindestmaß an Konstanz einhalten. Obendrein wählt die Regie häufig Bildausschnitte, bei denen mir was fehlt: Dialoge etwa sind meistens so gefilmt, dass die Kamera über die Schulter des einen Menschen auf der Gesicht des anderen hält, wobei die unscharfe Schulter zwei Drittel der Bildfläche einnimmt. Ich fand das unglaublich anstrengend. Unerträglich. Geht gar nicht.
Ich hätte gerne 157 Minuten meines Lebens zurück (wobei 111 Minuten auf den Film, 21 Minuten auf Produktwerbung, 8 Minuten auf Eisverkauf, 9 Minuten auf Trailer und 8 Minuten auf stumpfen Leerlauf entfallen).

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