Service, wüster

by Gunnar on 6. November 2007 · 17 comments

Ein echter Dialog, so passiert:

*Ring*
Arzthelferin: Praxis Dr. X. Guten Tag.
Ich: Tag. Bin Patient bei Ihnen. Folgendes Problem: [gebe ausführliche Problemschilderung]
Arzthelferin: [schweigt]
Ich: Sind Sie noch da?
Arzthelferin: Ja.
Ich: Und?
Arzthelferin: Ja, also, die Frau Doktor in einer Besprechung. Und die, die normalerweise hier sitzt, die kommt morgen wieder. Ich bin heute allein.
Ich: Schlagen Sie mir gerade vor, ich solle auflegen und morgen noch einmal anrufen?
Arzthelferin: Ja.
Ich: Warum schreiben Sie nicht einfach auf, was ich gerade gesagt habe und geben der Frau Doktor den Zettel?
Arzthelferin: Das ginge auch. [Holt was zu schreiben]. Was sagten Sie also?
Ich: [wiederhole Problemschilderung]

Wenn man keine Notizen aufnehmen will, soll man doch erst gar nicht ans Telefon gehen, meine ich. Naja, ist nicht schlimm, war ja bloß eine arme Aushilfsarzthelferin, die Angst hatte, einen Fehler zu machen. Nichtsdestotrotz: Es passiert mir nicht allzu selten, dass ich auf unbegreifliche Frechheiten bei Firmen stoße, die sich theoretisch der Dienstleistung verschrieben haben, in den letzten Jahren etwa bei der ARAG Krankenversicherung, der HypoVereinsbank, der Telekom, Arcor und, manchmal wache ich nachts schreiend auf und habe den Kopf voller Mordgedanken, der teuflischen Autowerkstatt Blücher in Göttingen.

Was mich zu dem Gedanken bringt, man sollte eine Art “Schwarze Liste”-Webseite gründen, wo derlei Erlebnisse mit Firmen wahrheitsgetreu aufschreibt, zur Warnung für andere. Wäre das eine brauchbare Idee? Würde jemand von der geschätzten Leserschaft mitmachen?

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