Bloggen auf dem Jakobsweg

by Gunnar on 30. Dezember 2007 · 3 comments

Gestern, in der Buchhandlung sprang mir, als ich mit schweifenden Blicken nach der mir in der Nähe der Kochbücher abhandenden gekommenen Liebe meines Lebens suchte, ein Krimi ins Auge. Tod auf dem Jakobsweg hieß er, ganz geschickte Schauplatzwahl, weil ja der Pilgerpfad Jakobsweg seit ein paar Jahren schwer angesagt ist, insbesondere in Deutschland, wo Hape Kerkeling knapp über zwei Millionen Exemplare seiner Jakobsweg-Reisebeschreibung namens Ich bin dann mal weg absetzen konnte, schwächelnder Buchmarkt hin oder her.

Also müsste man, dachte ich mir, einfach die Rechte an irgendwelchen Normalo-Krimis aus den 80ern kaufen und auf Halde liegen lassen, bis wieder irgendein Thema, eine Region oder eine Volksgruppe durch die Boulevard-Presse gezerrt wird — da schlägt man dann zu, schreibt schnell ein paar aktuelle Bezüge in den Roman, sucht sich einen passenden Namen und wirft das Zeug billig in Massen auf den gleichnamigen Markt. Sicheres Geschäftsmodell. Ich bin praktisch schon reich.

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