Ich bin Kunst

by Gunnar on 26. Dezember 2007 · 8 comments

Ich gehe zu selten in Museen. Wenn ich’s dann doch mal tu’, bin ich immer ganz begeistert und fühle mich tagelang irgendwie angenehm elitär. Hm. Was sagt das über mich? Egal: Die Pinakothek der Moderne in München hat derzeit eine spektakuläre Ausstellung mit Bildern von Max Beckmann. Und, was mir eher noch besser gefallen hat, ein paar clevere Werke von Roman Ondak. Ondaks Sachen sind pure Idee: Für die Installation “Passage” verteilte er 500 Tafeln Schokolade an japanische Fabrikarbeiter mit der Bitte, nach Verzehr aus dem Silberpapier Dinge zu basteln oder zu falten. Im Mutterland des Origami schon mal eine gute Idee. Die resultierenden Figürchen, sozusagen Volkskunst, füllen einen großen Tisch und sehen als Sammlung wirklich beeindruckend aus. Auch hübsch: Der leere Raum mit weißen Wänden, wo zwei Museumsdiener jeden Besucher an die Wand bitten, in Kopfhöhe (wie bei Kindern, deren Größe man misst) einen Strich machen und Namen sowie Datum des Besuchstages daneben schreiben. Über die Dauer der Ausstellung füllen sich die Wände, das Kunstwerk wächst durch die mitmachenden Besucher.

Schön.

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