Last Minute Panic

by Gunnar on 18. Dezember 2007 · 3 comments

Oh-oh, der 24. naht, lieber Leser, und ihr habt noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Und bei Herrn Kalibans Tipps
neulich war auch nichts dabei? Keine Angst, Hilfe ist nahe. Ehe ich aber zu weiteren konkreten Hinweisen komme, möchte ich kurz zur Anregung Kalibans 3,5 Gesetze der Erwachsenenbeschenkung vorstellen. So als Inspiration und so. Also:

1. Teuer geht immer. Egal, wie hoch der Etat ist: Wenn man für 25 Euro etwas kauft, das eigentlich 5 Euro kostet, hat man (falls man nicht auf durchreisende Schlawiner hereingefallen ist) eine Luxusware erworben, die auf jeden Fall mindestens beeindruckend verpackt ist. Das gilt hauptsächlich für Nahrungsmittel, Schleckereien, Alkohol und Rauchwaren. Gut für distanzierte Geschenkempfänger wie entfernte Onkel oder Geschäftspartner.

2. Regional geht immer.
Jede Region hat ihre Gimmicks, ihre Spezialitäten. Wer, sagen wir, in München wohnt und zur Weihnacht nach Hause ins Ruhrgebiet reist, kann leicht mit Weißwurstdelikatessen punkten. Oder dem spanischen Rotwein aus dem Malle-Urlaub. Diese Regel gilt insbesondere in gemeinsamer Anwendung mit Regel 1.
3. Selbstgemacht geht immer. Klar, nicht jeder kann basteln, malen oder dichten. Und nicht jeder, der die erforderliche Fingerfertigkeit hätte, hat ansprechende Ideen. Naja. Was aber immer funktioniert, sind Fotos. Selbst der stumpfeste Digicam-Besitzer bekommt pro Jahr ein, zwei schöne Bilder hin, die man nett auf Holz aufziehen lassen kann. Oder die Oma-Methode: Beim Fotografen eine schlichte Schwarzweiß-Serie von sich nebst Partner oder Geschwister machen und als Mini-Buch drucken lassen. Die Großmutter freut’s.
3,5. Wissen geht immer meist. Man darf natürlich nicht mit seinen Geschenken ostentativ auf vermutete Bildungslücken hinweisen, aber diese bestimmte Art von Triviallexika verschenkt sich eigentlich ganz gut, ihr wisst schon: Sowas wie Schotts Sammelsurium, Lexikon der populären Irrtümer oder das (brillante) Lexikon des Unwissens. Für Autofahrer gerne auch als Hörbuch.

Hm. Gibt bestimmt noch mehr Gesetze, aber mir fallen gerade keine ein. Ich kaufe ja als Weihnachtsgeschenke ohnehin immer hauptsächlich Dinge, die mir selber gefallen. Davon sammele ich in einem großen Korb am Ende des Jahres einen Haufen an und entscheide dann erst kurz vor’m Fest, was ich wem schenke — und was ich behalte. Hat sich als brauchbare Methode erwiesen. Habe auch schon Sachen aus dem Geschenke-Pool zwei Jahre später verwendet. Egal. Ich hätte noch rasch ein paar ungeordnete Tipps für Leute, die wirklich verzweifelt sind. Also: eine TaUsche mit Wechseldeckel, iPod Nano, ein ledergebundenes Notizbuch, lustige Wand-Monster oder ein absurdes Nerd-Buch. Oder was anderes. Vielleicht einen Gutschein? Ahem.

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