Kennt jemand von den geschätzten Mitlesenden Professor Dr. Christian Pfeiffer? Der Herr ist der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover und einer der größten Feinde von modernen Computerspielen — mehrfach aufgefallen in den üblichen Debatten und durch Zitate wie dieses. Und durch Frontalattacken gegen die USK, die Selbstkontrollinstanz, die die Alterseinstufungen für Videospiele vergibt. Der unterstellte er Industrie-Hörigkeit, weil die Einstufungen zu lasch seien und die Industrie ja die Prüfungen bezahle. Dass in den entsprechenden Prüfgremien der USK immer Vertreter der Politik, also der Obersten Landesjugendschutzbehörden sitzen, das ließ Pfeiffer in Interviews immer gerne unter den Tisch fallen. Passt ja auch nicht so in das hübsche Gedankengebäude von der ferngelenkten USK. Kenner der Jugendschutzszene sagen hinter vorgehaltener Hand, dass Pfeiffers Antrieb der Wunsch sei, die USK zu beerben und mit seinem Institut den fetten Auftrag zur Prüfung der Spiele zu bekommen.
Aber egal.
Warum rede ich überhaupt von diesem Menschen? Weil ich gestern auf dem Symposium für Medienethik in Stuttgart gesprochen habe und NATÜRLICH wieder mit Herrn Pfeiffer und seiner ebenfalls anwesenden Schwester aneinander geraten bin. Die Schwester, Regine Pfeiffer, ist eine freundliche ältere Dame, pensionierte Lehrerin und laut Eigenaussage “Fachfrau für Computerspiele”, Letzteres ohne selber zu spielen. Natürlich. Muss man ja nicht. Demnächst kann man sicher auch Literaturexperte sein, ohne Bücher zu lesen…
Die Dame hatte, aus mir unerklärlichen Gründen, einen der drei grundlegenden Vorträge zu halten, die die großen Spielegenres erklären sollten — den zum Thema Ego-Shooter. Parallel dazu sprach Benedikt Grindel von Blue Byte über Strategiespiele und ich über Online-Rollenspiele und virtuelle Welten im allgemeinen. Benedikt und ich versuchten, die Grundlagen zu beschreiben, leiteten die Genres historisch her und spielten auch mal live was vor. Frau Pfeiffer tat nichts von alledem, sondern nutzte ihre Sprechzeit, um sich beispielsweise über die Sprache in Lösungsbüchern auszulassen – “den Level aufräumen”, solche Ausdrücke seien ja nur Euphemismen für Massenmord. Zudem zeigte sie extra-blutige Videoausschnitte, eine klassische Methode ihres Bruders: Würde man live vorspielen, wäre deutlich, dass Spiele eine Dramaturgie haben und Mechanismen und nicht nur eine Aneinanderreihung von Splatterszenen sind – im Video aber schneidet man einfach schön ein “Worst of” zusammen. Zudem verwendete die Dame Bioshock, ausgerechnet Bioshock, als Negativ-Beispiel. Dazu blendete sie einen Screenshot von einer Little Sister ein, die sich duckt, während die Schrotflinte des Spielers ins Bild ragt — die gewollte Assoziation war natürlich “hier wird mit Schrotflinten auf wehrlose Mädchen geballert”. Was im Spiel bekanntlich nicht möglich ist. Derlei Details sind der “Fachfrau” aber natürlich egal, es geht ja bei Kreuzzügen um Wirkung, nicht um Fakten. Diese Details habe ich mir, das sei der guten Ordnung halber erwähnt, von Zuhörern berichten lassen – ich war selber nicht im Raum, mein Vortrag lag parallel zum dem von Frau Pfeiffer.
Am Ende des Tages gab es eine Diskussion über die zuvor gehaltenen Vorträge, und Frau Pfeifer ließ es sich nicht nehmen, mich direkt anzugreifen, weil ich in meinem Vortrag die These aufgestellt hatte, dass Online-Sucht oder Online-Spiel-Sucht zumeist eine Folge anderer psychischer Störungen sei, also ein Symptom, keine eigene Diagnose. Frau Pfeiffer argumentierte nicht direkt dagegen, sondern verwies auf eine große Zahl von Einzelbeispielen, die sie durch die Lektüre von einschlägigen Webseiten* kennen würde und dass das ja wohl nicht alles “kranke Typen“ sein könnten. Ich verwies auf die Tatsache, dass wir uns auf einer Uni-Veranstaltung befänden und ein Mindestmaß an Wissenschaftlichkeit ja wohl eingehalten werden müsse – weder sei der Suchtbegriff medizinisch korrekt verwendet noch wäre ein Terminus wie “kranke Typen” dem Thema angemessen. Zudem zitierte ich eine Studie von Bert te Wildt (Medizinische Hochschule Hannover), die meine Ansicht unterstützt. Darauf sprang Herr Pfeiffer erregt auf, einerseits, um eine Studie von ihm zu erwähnen und andererseits, um kundzutun, dass ich te Wildt bestimmt falsch zitiert hätte. Darauf meldete sich Professor Kaminski aus Köln zu Wort, der wiederum mir rechtgab. Naja. Alles wie erwartet.
Das Groteske war allerdings (und das zeigt, wes Geistes Kinder die Pfeiffers sind), dass hinterher, als ich im Kreis von ein paar Professoren stand und mit ihnen über Herrn Pfeiffer lästerte, Frau Pfeiffer zu mir kam, um mir zu sagen, dass sie mich in ihrem Vortrag zitiert habe. Sie dachte offenkundig, dass ich erwartungsfroh und eitel nachfragen würde, wie ich zu der gewaltigen Ehre käme. Aber ich wusste natürlich Bescheid — die Pfeiffers zitieren mich ja immer. Ich habe nämlich Spiegel.de mal gesagt, dass es “in Deutschland kein Spiel gibt, bei dem man für den Grad der Gewalt belohnt wird”. Das war nicht ganz korrekt, in EINEM Spiel, Der Pate (Electronic Arts), gibt es das doch. In keinem anderen, soweit ich weiß, aber immerhin in einem. Das reiben mir die Pfeiffers seitdem immer unter die Nase (“zwischen 0 und 1 ist nun einmal ein Unterschied, Herr Lott” — O-Ton Regine Pfeiffer). Finde ich mutig, wenn man bedenkt, wie es aussähe, würde man alle Aussagen von Herrn Prof. Dr. Pfeiffer derart auf die Goldwaage legen — immerhin hatte der renommierte Kriminalpsychologe seinerzeit bei dem Kindestod in Sebnitz, um nur das bekannteste Beispiel zu nennen, keine allzu rühmliche Rolle gespielt. Wir erinnern uns: Damals behauptete eine Frau öffentlich, Nazis hätten ihren kleinen Sohn Joseph vor aller Leute Augen im Schwimmbad ertränkt, was sich hinterher als Falschaussage herausstellte — Herr Prof. Dr. Pfeiffer hatte der Dame aber in einer Fallanalyse noch ausdrücklich Glaubwürdigkeit bestätigt. Vermutlich sollte ich das in Zukunft auch immer in all meinen Vorträgen und Artikeln zitieren. Blödsinn. Egal, auf die Provokation der Frau Pfeiffer jedenfalls bin ich dann nicht mehr groß eingegangen, habe ihr nur kurz und heftig gesagt, dass ich auf diesem Niveau nicht diskutiere, und dass ihre Thesen wissenschaftlich unhaltbar seien und mich umgedreht. Frau Pfeiffer hatte sich unser kleines Gespräch offenbar anders vorgestellt, innerlich wohl schon auf mein zerknirschtes Gesicht spekuliert, wenn sie das Spiegel-Zitat nochmal aufs Tapet bringt. Sie schaute mich sichtlich geschockt an und stieß nur ein “Sie, Sie, Sie sind ja ein richtiger Ego-Shooter” hervor. Was nun wieder von beinahe rührender Hilflosigkeit ist. So ist nun einmal ihre Begriffswelt, Ego-Shooter sind eben das Schlimmste, was sie sich vorstellen kann. Ach.
* Frau Pfeiffer nannte dabei als maßgebliches Beispiel wowdetox (mit Absicht nicht verlinkt), eine Seite, die kurze Beispielberichte von WoW-Süchtigen sammelt, sie allerdings ohne Prüfung veröffentlicht. Die Seite gehört einer obskuren Firma namens Calculated Wealth Consulting, die ansonsten eher Domains wie freestocktradesecrets.com betreibt. Die Betreiber versuchen übrigens, mit Links zu Goldverkäufern ein paar Dollar nebenbei zu verdienen. Dazu gibt’s die schlüssige Begründung, durch den Goldkauf erspare man sich viel Grinden und hätte es leichter, aufzuhören. Aha. Außerdem führt ein prominent gesetzter Link, der Hilfe bei Spiele-Sucht verspricht, auf ein Hypnosetherapieangebot, wo man sich kostenpflichtig PDFs mit Tipps herunterladen kann. Ist natürlich ein Affiliate-Link, ein bisschen Geld braucht ja auch eine Seite wie wowdetox, obwohl sie angeblich von einer Gruppe Freiwilliger betrieben wird. Super Beispiel, Frau P.

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gibts deinen vortrag vielleich irgendwo anzuschauen? wär mal interessant zu sehen, was auf so ner veranstaltung abläuft.
da kann man leider nicht laut “Schei$$e” schreien, oder? macht wohl leider keinen guten eindruck… ;-)
armer gunnar
Oh, wie sich mir da alles sträubt wenn ich sowas lese! Das ist doch der Inbegriff von Hetzkampagne. Warum kriegt die Frau denn auch überhaupt den Ego-Shooter Part?
Wie kann man jemanden denn nur als “Ego-Shooter” beschimpfen (versuchen)? Darf man solche Leute öffentlich auslachen?
Deine Reaktion finde ich gut, sich auf solch ein Niveau zu begeben ist einfach nur sinnlos. Ich mag deinen Spruch daher auch immer so gerne, den du hier zeigst:
“Never argue with an idiot — they drag you down to their level, then beat you with experience.”
(unknown)
@lars: nein. wurde nicht aufgezeichnet, glaube ich.
Ich glaube jeder Gamer der das Spiel der Pate nicht kennt würde wohl annehmen sowas gibt es nicht.
Ich verstehe eigentlich nicht wieso ein solcher Mechanismus nicht dazu geführt hat das es indiziert wird.
Meinen Respekt.Vorbildlich in jeder Hinsicht.
Ebenfalls Respekt. Ich weiß genau, ich wäre angesichts solcher Ignoranz nicht ruhig geblieben.
Ich war anwesend und kann Gunnar nur recht geben. Unverschämt wie die Pfeiffers mit Argumenten um sich geworfen haben. Auch diese Videos die immer nur kurz die Gewalt zeigen sind das letzte. Natürlich wirkt das auf Leute krass wenn sie “nur” das sehen.
Respekt Gunnar für soviel selbstbeherchung… ich hätt die frau einfach erdrosselt^^
Damit würdest du nur ihre getätigten Aussagen stärken, wäre nicht so gut:-):-).
Ich glaube bei den Pfeiffers ist Ignoranz und Selbstüberschätzng/Gottheits-Komplex als Gendefekt in der DNS, anders kann ich mir solche Spinner wie die beiden nicht erklären… und solche dürfen auch noch Vorträge halten… ich halts echt nicht aus.
hat jemand die Podiumsdiskussion von heute gesehen??? Mich wuerd ja mal interessieren, wie ein Herr Chr. Pfeiffer gegen diverse potentielle Gegner in einer offenen Diskussion bestehen kann!
Stefan Baier, Streamline Studios
Dr. Wolfgang Bergmann, IFL
Martin Lorber, EA
Dr. Klaus Spieler, USK
Prof. Dr. Petra Grimm, Moderation
klingt nach ner spannenden Mischung ;)
Das habe ich leider nicht mehr gesehen! War aber bestimmt interessant. Klasse wärs wenn jemand berichten könnte!
Lustigerweise war ich kurz nach meinem Interview im SWR in einer ähnlichen Situation nur dass mir Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus gegenüber saß. Nach ein paar Stunden gutem Essen und Wein hat er dann so etwas in die Richtung “Eigentlich ist mir diese Diskussion total egal, ich kenn mich da gar nicht aus, aber ich überlege grade wieder in die Politik zu gehen, da sind so Auftritte wichtig” gestanden. Ich betone: Sowas in die Richtung, er war klug genug mir keine Zitate hinzuwerfen.
Aber ich glaube seitdem nichtmehr dass auch nur irgendein Politiker ernsthaft ein Interesse an einem “Killerspielverbot” hat. Auch niemand in irgendeiner Redaktion einer Sendung. Es ist halt nur ein gutes Thema um sich zu profilieren. (Mich selbst eingeschlossen :-)
ich habe eigentlich nichts weiter zu sagen als: uff. deren verhalten hat durchaus manische züge.
Sehr geehrter Herr double-V Bush, bitte rücken Sie mit ihrer Armee in mein Land ein.
Sympatisanten der anti-westlichen Mediealenwelt treiben hier ihr Unwesen.
Das ist die Achse bösen !
Sie können ihre Soldaten auf meinem Grundstück stationieren, ich backe auch Kuchen.
Ihre Inge Kochschmidder ^^
ich muss wirklich sagen, dass mir bei aussagen wie diesen der pfeiffers wirklich alles hochkommt. ich verstehe die abneigung einiger gegenüber ego shooter usw, allerdings von einem herrn dr. sollte man doch andere argumente erwarten. dieses niveau der angesprochenen personen ist es eigentlich, was die ganze geschichte so brisant macht.
aber: respekt für die reaktion! das einzig richtige und weiter so.
Es muss auch dumme Leute geben, sonst kann man sich nicht selbst schlau vorkommen. (Ist auch der einzige Grund für mich hin und wieder mal ne Talkshow nicht sofort wegzuzappen.) Nach Begegnung mit Pfeiffers kommt man sich bestimmt seeehr schlau vor. ;-)
Sind mal wieder nur Ego-Shooter anwesend, was? Ich als Kartenspiel enthalte mich mal einer Meinung.
Das zerstört meinen letzten Funken Glauben an die Menschheit. Soviel Ignoranz, unfassbar.
Danke für diesen Eintrag, Deine Sachlichkeit und Kompetenz.
Der “argue with an idiot”-Spruch ist übrigens mein Büro-Bildschirmschoner, seit ich kaliban.org zum ersten mal gelesen habe (ungefähr zu der Zeit, als das herrliche kingdomofloathing.com hier aktuell war). – Andererseits darf man sich der Menge der Idioten aber auch nicht zu leicht geschlagen geben, sonst verfällt man in eine “Nichts tun, aber meckern”-Mentalität.
Was auch noch am Donnerstag interessant war, ist die Forderung Pfeiffers gewesen WOW aufgrund des Suchtpotentials zu indizieren. Am Mittwoch hatte er noch die ab 18 Jahren Einstufung gefordert. Donnerstag war der Vorlesungssaal aber voller, anders kann ich mir die Aussagen nicht erklären:-)
Spiele gehören mittlerweile genau wie Bücher, Filme oder Musik zur Alltagskultur. Darum ist für mich inzwischen jeder ein Sonderling der NICHT spielt. Menschen die sich dann auch noch anmaßen darüber zu urteilen ignoriere ich schlicht und einfach. :D
Ich glaube es gibt in Deutschland im wesentlichen 3 Gruppierungen.
Die älteren Menschen, die jedes Wort von Herrn Pfeiffer annehmen, glauben und weitertragen.
Die Herrschaften mittleren Alters, die kein Interesse am Thema haben, jedoch planlos besorgt sind.
Und dann gibt es meine Generation und abwärts, für die Herr Pfeiffer und Konsorten jegliche Glaubwürdigkeit verloren haben und als Symbol für die geballte Ignoranz stehen!
Hatte ich auch im GS Forum gesagt. Ein sehr guter und kritischer Text. Ich mag diesen versteckten Sarkasmus.
Im Podcast war das auch sehr schön, mit deiner Stimme kan das noch besser rüber.
Abschließend noch viel Erfolg im neuen “Beruf” als “Director of Online and New Business” bei GameStar und GamePro.
Oh mein Gott – ich beneide sie wirklich,
dass sie da so cool bleiben könnten.
Eine große öffentliche Diskussion muss her,
in der sämtliche Thesen mit Quellenangabe
belegt werden müssen, wie sie das auf gehobenem
Niveau nunmal gehört (ARD, ZDF etc. halten
davon ja eher nichts…)
Das mit der Diskussion ist eine niedliche Idee, aber ich kann dir versprechen, dass eine solche Diskussion mit den üblichen Verdächtigen nicht zustande kommen wird. Die scheinen zwar recht ignorant und durchaus polemisch veranlagt, aber ich schätze, die wissen schon, dass sie ohne präpariertes Bildmaterial und haltlose Anschuldigungen (und überhaupt ohne an aus der Luft gegriffene Emotionen zu apellieren)letztlich in einer Diskussion nicht bestehen könnten.
Das Problem bei dieser Art von selbsternannten, von Sendungsbewusstsein getriebenen, Experten ist ja dass man an sie über Diskussion zur Sache nicht rankommt. Wer sich im Besitz der absoluten und alleinseligmachenden Wahrheit wähnt ist Sachargumenten nicht zugänglich. Eine der wenigen Möglichkeiten mit dergleichen Leuten umzugehen ist es immer wieder öffentlich aufzuzeigen, wie weit es mit den sogenannten Qualifikationen her ist und zu hinterfragen, aufgrund welcher Daten die jeweiligen Aussagen denn getroffen werden.
Nur das kann helfen der breiten Öffentlichkeit sukzessive aufzuzeigen wes Geistes Kind diese Spieleverbrenner sind, und dass nicht alles Gold ist was sich Experte nennt.
In diesem Sinne:Auch von mir noch einen Dank dafür bei dem Kampf um eine Versachlichung der Diskussion um die sogenannten Killerspiele nicht nachzulassen. Gut gebrüllt Gunnar und vielleicht sollten wir uns wirklich alle ein T-Shirt mit dem Aufdruck “Ich bin auch so ein Egoshooter“ zulegen“
Meine Bewunderung für die Sachlichkeit des Aktikels. Auch wenn ich KEIN Ego-Shooter Fan bin, sondern seit 1994 online Rollenspiele spiele (vor kanpp 14 Jahren auf Textbasis begonnen mit dem MorgenGrauen (www.mg.mud.de) … wenn ich sehe was Dr. Pfeiffer von sich gibt würde es mich nicht wundern wenn der mit Dr. Schäuble gemeinsam bei Online-durchsuchungen protokollieren laesst, wer wann welche terroristischen Aktivitaeten in Counterstrike plant.
Schlimm finde ich es wenn so eine Pfeife an der Macht ist. Aber Dr. Pfeiffer scheint sich ja “nur” auf diversen Veranstaltungen produziegren zu können. Und je jünger das Publikum wird, desto mehr wird er ausgelacht werden. Ich hoffe seine Reden werden bald so aktuell sein wie die von Pfaffen im 17. 18. Jahrhundert, die dem Gebrauch von Stecknadeln als Teufelszeug verdammten und dem abergläubigen Volk für den GEbrauch von Stecknadeln die ewigie Verdammnis oder mindestens 200.000 Jahre Fegefeuer versprachen.
“…Letzteres ohne selber zu spielen. Natürlich. Muss man ja nicht. Demnächst kann man sicher auch Literaturexperte sein, ohne Bücher zu lesen…”
Muss man selbst gemordet haben, um den Mörder zu bewerten?
mord ist keine geschmacksfrage, die abhängig ist von den werten einer zeit oder gesellschaftlichen gruppe. mord zerfallen auch nicht in komplex zu bewertende anteile wie “morde ab 12, morde ab 16, morde ohne altersfreigabe”.
Hi Leute
Ich war auch auf diesem Symposium und fand es eigentlich sehr informativ. Ich hab mir Frau Pfeiffers Vortrag gegeben und hätte am liebsten laut losgeschrien. Fast jede Äußerung tat sie als unwissenschaftlich ab nach der Masche auf so einem Niveau diskutiere sie nicht. Wo ist denn ihr Niveau. Es war echt der Hammer. Natürlich hat sie noch Erfurt angebracht und die ganze Zeit nur Tötungsarten, Waffen und Verbrechen gezeigt. Bei GTA-San Andreas hat sie sogar fdie möglichen Straftaten zusammengezählt (natürlich aus dem Lösungsbuch sie spielt ja nicht). Alles in Worte zu fassen würde hier zu lange dauern. Sie hat unter anderem die Sprache in den Lösungsbüchern “natürlich nur rein rethorisch” mit der Nazizeit verglichen z.B. säubern. Nun ja am Ende hat sie dann erwähnt, dass sie mit eine noch längeren Präsentation in Schulen geht um die Eltern “aufzuklären”. Oh mein Gott. Panikmache. Sie erwähnte auch, dass sie bei deutschen Eltern sich nicht soviele Sorgen um die Verwahrlosung der Kinder macht als beim Rest. Hallo!!! Ich möchte ihr nichts unterstellen aber soeinen Kommentar in Verbindung mit Nazivergleichen kann ich nur auf eine Art werten. Wenn ich nicht dabei gewesen wäre hätte ich es nicht geglaubt. Aber so war es.
Gruß Luminaria
PS: Gunnar ich hätte mir deinen Vortrag anhören sollen, das hätte mir Nerven gespart, denn durch die Pfeiffers kam keine Diskussion zustande da sich eh fast jeder aufgeregt hat.
Ich kram das hier nur aus, weil Gunnar ja prominent darauf verlinkt – natürlich nur, um im Rahmen eines “Was bisher geschah” neue Leser zu informieren, sicher nicht, um kleinkindbedingte Schreibhindernisse zu kaschieren – aber ich habe recht wenig über den Vortrag in München letzte Woche gelesen “EA, die Schweinefirma”), bis auf News auf Gamestar und Golem… wird Euch das Thema langsam zu albern?
Verstehen könnte ich es.
man muss das schon alles ernstnehmen.
Könnte mal wer die Polizei rufen? Ich fühle mich gerade ernsthaft bedroht. Ich sitze auf der NorthCon und um mich herum wird gemordet. Mich selber sollte man auch möglichst wegsperren denn ich spiele Spiele welche nur an Jugendliche über 18 abgegeben werden dürfen. Ich höre gefährlichen Heavy Metal und das schlimmste ich schaue mit Vorliebe Filme die man so nicht im deutschen Handel erhält, während ich in einer Gemeinschaft noch meinen Geist mit dem ein oder anderen Bier vernebele.
Okay ich gebe zu es ist längst nicht alles bei den Haaren herbei gezogen was man so von der Anti-Fraktion zu hören bekommt. Dennoch liegt ebend vieles im Umfeld ich bin 29 Jahre alt ein Kind der Wende und mein erstes Spiel war eines der indiziertesten überhaupt, dennoch neige und neigte ich bisher in Stressfällen nie zur Gewalt oder bin in irgendeiner Art und Weise durch Aggressionen aufgefallen. Das bin ich, aber leider kenne ich auch jemandem bei dem das nicht so ist mein derzeitiger 15 jähriger Neffe. Leider ist es aber bei ihm auch so das er ein nicht vorhandenes Familiäres Umfeld hat (Mutter neigt zur Nichtbeachtung der Kinder, Eltern geschieden und keinerlei Ahnung vom Umgang mit der heutigen medialen Welt). Aber ich muss sagen das ich dann doch mittlerweile Einfluss auf ihn gewinnen konnte und durch Gespräche mit ihm und auch gemeinsames erleben der Spiele ihn doch auf einen anderen Weg bringen konnte. Sein aggressions Pegel ist zwar nicht auf Null aber doch auf ein gesundes Mass gesunken. Das Problem was ich hier sehe ist ebend immer wie das Umfeld mit solchen Sachen umgeht. Hier hat man Glück das man in der Familie dann mal doch wen hat der sich mit solchen Sachen beschäftigt. Die ordentliche Aufklärung fehlt.
Schlimm ist halt das Leute wie die Pfeiffers als Aufklärungsvorbild herbei gezogen werden. Es wird einfach nicht weiter hinterfragt. Beispiel:
Während meiner Ausbildung zum Fachinformatiker mussten wir auch Vorträge halten. Weil wir in der lern freien Zeit Half Life (die deutsche Fassung) im Netzwerk spielten wurde dann einer meiner Mitazubis zu einem Vortrag darüber verdonnert. Dieser machte sich dann ran einen ordentlichen objektiven Vortrag darüber zu halten. Als dann der Dozent aufgefordert wurde selber mal einen Level anzutesten kam nur ein das ist doch nur wiederliches Zeug sie bekommen eine 6 so ein abartiges Zeug will ich nicht mehr sehen. Naja ich hielt einen Vortrag über IRQ und DMA und um zu untermauern wo man da noch selbst eingreifen muss zog ich dann Descent2 herbei spielte es einmal mit Sound und ohne Soundkarten konfiguration und bekam eine 1 und wurde vom selben Dozenten gefragt ob er sich das spiel mal leihen könnte. Wohl gemerkt beides Shooter…
Jetzt soll mal einer schlau draus werden…
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