Pfeiffer gegen Koch

by Gunnar on 10. Januar 2008 · 12 comments

Feindbilder sind ja eigentlich super, weil sie das Denken so angenehm kanalisieren. Hält man auch gerne dran fest. Ich zum Beispiel schimpfe bekanntlich gerne über Prof. Dr. Christian Pfeiffer, aber, nun, in der aktuellen Irrsinnsdebatte um jugendliche Gewalttäter ist er eine der wenigen besonnenen Stimmen mit öffentlicher Wirkung.

Verdammt.

Bei Anne Will letzten Sonntag etwa hat er, angesprochen auf die Erfolgsaussichten des Koch’schen Wahlkampfes, ungefähr folgendes gesagt:

Ich denke, diese Koppelung von überzogenen Forderungen mit einer Hetzkampagne der Bild-Zeitung wird ihm nicht helfen, weil es da einfach zu sehr übertrieben wurde und die Einseitigkeit “Ausländer sind kriminell” und das ständig und über Tage wiederholt, das ging zu weit, und das begreifen die Bürger.

Auch hörenswert: Seine vernünftigen Einlassungen, wenn auch natürlich nicht ganz frei von der üblichen Selbst-PR, in der sauber recherchierten HR2-Sendung “Der Tag”. Siehe hier:

Nicht schlecht. Ich reduziere hiermit offiziell seinen Kaliban-Feind-Status von, sagen wir mal, “Sauron” auf “Herr der Nazgûl”.

Und wo wir gerade beim Thema sind: Die SZ hat sich heute morgen die Mühe gemacht, einige der Äußerungen von Koch mal den Tatsachen gegenüber zu stellen. Kann man hier nachlesen.

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