Nach links zur Macht (Frauen und Jungwähler zuerst)

by Gunnar on 26. Februar 2008 · 25 comments

spd

So, aha, die SPD in Hessen kann sich durchaus vorstellen, ihre Ministerpräsidentin von den Ex-SED-Jungs wählen zu lassen. War ja klar, erstmal Koch weg und dann gucken, vielleicht Neuwahlen, vielleicht doch die FDP umwerfen, vielleicht irgendwas. Ja, ich kann schon verstehen, dass das alles blöd ist für Frau Y., gewonnen und doch nicht gewonnen, ärgerlich irgendwie.

Aber WENN man es in Erwägung zieht, mit den Lafontainern Sex oder wenigstens Petting oder vielleicht auch nur eine Knutscherei auf der Rückbank von Gysis Benz zu haben, DANN soll man es bitte vorher sagen. Geht doch ganz einfach: Wir wollen Koch absägen, um jeden Preis, das müsst ihr verstehen, als ultima ratio auch durch einen Pakt mit links außen, wir versprechen euch, wir machen das korrekt, schaut doch nach Berlin, da sind die auch ganz vernünftig. Und so weiter.

Hat man aber nicht gesagt, gesagt hat man stattdessen “Mit der Linkspartei wird es keine Zusammenarbeit geben – weder so noch so”, wie das auf der offiziellen SPD-Seite netterweise immer noch nachzulesen ist. Das war eine veritable Lüge. Und warum? Weil man den Wählern eben lieber erst nach der Wahl die Wahrheit sagt, denn dann hat man ja ein paar Jahre, um sich zu rehabilitieren. Das ist zum Reichstage anzünden, wie offen die Parteien, links wie rechts, mit der Vergesslichkeit des Volkes spielen.

Kann man da nicht irgendwas machen? So eine Art Stiftung Wählerschutz gründen, die dann kurz vor dem nächsten Urnengang eine kleine Zeitung herausgibt, in der die mittlerweile obsoleten Versprechen vor der letzten Wahl aufgelistet sind? Oder braucht man vielleicht eine Art sauber dokumentiertes Wahlversprechen-Wiki?

Hmm…

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