You callin’ me Has Been?

by Gunnar on 16. Februar 2008 · 11 comments

william shatner

So ist das mit dem Leben, man folgt seinen eigenen Wegen und die führen einen vielleicht erst ein paar Jahre später dorthin, wo andere schon waren. Dafür hat man möglicherweise bei einem Umweg an einer Stelle ein paar Spuren in den Sand getreten, die niemals von Touristen erreicht wird und für immer ein Geheimnis bleibt. Oder auch nicht. Ist ja auch egal, ich wollte nur mal anmerken, dass ich jetzt, knapp vier Jahre nach ihrem Erscheinen, endlich auch auf die CD Has Been aufmerksam geworden bin. Die ist von, uh, William Shatner. Dem Captain. Held meiner Jugend. Ikone der Science-Fiction und all das. Der machte 2004, im reifen Alter von Ende Siebzig, eine Platte, eine ziemlich ungewöhnliche zudem: Shatner sprech-singt, Ben Folds spielt die meisten Instrumente, diverse Gastmusiker treten in isolierten Rollen auf, eine wilde Mischung von Aimee Mann über Joe Jackson bis Henry Rollins. Und das Ergebnis ist, nun, schlichtweg großartig. Überraschend, aber wahr. Außer natürlich für die, die das selbstverständlich schon lange gewusst haben und sich fragen, wie das Herrn Kaliban das so lange entgehen konnte.

Nun, diejenigen unter den Mitlesenden, für die die Sache mit Shatners Platte irgendwie neu ist oder die schlicht an meinem Verstand zweifeln, wie ich Shatner, also den Mann, der die TekWar-Romane verbrochen hat, mit Weihrauch bewerfen kann, die bitte ich mal zur Allmächtigen Videomüllhalde rüberzusurfen und sich dieses quicklebendige Cover von Pulp anzuhören. Wow. Was alten Herren aus der im Original erschreckend harmlosen Nummer rausholen.

Noch Zweifel?

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