Sonne und Alphablogger und Twitter und all das

by Gunnar on 20. April 2008 · 9 comments

Gottseidank, der Frühling ist da. Erstmal wenigstens. Man vertraut ja den Frühlingen nicht so, auch die Jahreszeiten waren früher besser.

Egal, zu einem komplett anderen Thema: Wenn man so die Medien beobachtet, die die Blogosphäre (echtes iiiehh-Wort) beobachten, als wäre sie eine Industrie oder ein Markt oder sonstwas wichtiges, jedenfalls nicht nur eine Ansammlung von Hobby-Projekten von Journalisten, dann fallen immer wieder dieselben Namen: Basic und Dahlmann. Top-Blogger sind das, Alpha-Blogger, Wortführer der Szene et cetera. Mag sein, dass ich bloß neidisch bin, weil mich nie jemand als die Avantgarde der deutschen Blogger bezeichnet, aber mal ehrlich: Dahlmann hat früher nette Sachen geschrieben, zuletzt ist er mir nur durch ein etwas arg altväterliches Video-Interview und einen ziemlich blödsinnigen Vorschlag aufgefallen. Und Basic ist zwar, nun, eifrig, sagt auf seine technokratische Art auch oft Schlaues, aber hey — alles so krumm und schief schnell hingetippt, um der Frequenz willen. Ein bisschen besser gegenlesen und ein bisschen lebhafter schreiben könnte man schon, wenn man Tag für Tag auf 8.000 Leser kommt, was etwa das Zehnfache von kaliban.org ist. Das geböte der Respekt, finde ich. Der Respekt würde auch gebieten, nicht 15 verschiedene Werbeformen auf’s Blog zu knallen, aber nun, vermutlich könnte ich der Versuchung auch nicht wiederstehen, wenn ich eine so gut frequentierte Webseite hätte. Wo ich gerade dabei bin — Herr Kantel, ebenfalls ein führender Blogger mit massig Lesern, schreibt gefühlt nur noch über Hundeturniere und
Rockabilly, was kurz vor Ich blogge direkt aus dem Altersheim, wie der Kaffee war kommt, wenn ich das mal so drastisch sagen darf. Schlimm. Diese Alpha-Blogger. Aber damit ich nicht ganz so bashing rüberkomme:
Don Alphonso und Sixtus und Niggemeier kann man weiterhin gut lesen, finde ich.

Also meistens.

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