Uniformhosen

by Gunnar on 4. April 2008 · 27 comments

jeans

Was macht man eigentlich als normaler Mann in dieser Gesellschaft, wenn man, sagen wir, noch nicht 65 und nicht mehr 5 ist, aber trotzdem aus irgendwelchen Gründen keine Jeans anziehen will? Und keine Anzughose? Und generell nichts krass Ungewöhnliches oder allzu Exzentrisches wie Goldkreppwickelrock oder Hanfleggins? Ich weiß schon, ein absurder Gedanke, warum sollte man was anderes tragen als Jeans, wer macht schon sowas? aber man wird als, huh, querdenkender Blogger ja wohl auch mal an die Grenzen des Denkbaren gehen dürfen. Was also zieht man an? Richtig, es gibt nichts Passendes. Außer zur Wiesn in München, da darf man sich traditionell kleiden. Und im Sommer geht man, bei entsprechender Wadenstärke natürlich, mit Shorts gerade eben noch als bekleidet durch.

Keine Ahnung, wie ich auf den Quatsch komme, aber ich habe das Gefühl als sei das Straßenbild irgendwie homogener als früher, weniger bunt. Wenn man durch die Stadt geht, trägt heutzutage jeder Jeans, blaue zudem. Schon schwarze Jeans sind kaum zu sehen. Und all die Khakis, Bundfaltenhosen, Cord- oder Stretchbeinkleider sind irgendwie auch weg. Verschwunden. Wo sind die hin? Wer die gar nicht mehr hergestellt? Oder wohnen sie in irgendeiner Kleinstadt in Vorpommern oder im Fichtelgebirge, zusammen mit den Vokuhilas und den Holzfällerhemden und all diesen anderen Dingen, die man nicht vermisst?

Oder ist das wieder nur so ein München-Phänomen, und anderswo läuft alles mit gestreiften Matrosenhosen, geschnürten Lederbuxen und Knickerbockern herum?

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