Was macht man eigentlich als normaler Mann in dieser Gesellschaft, wenn man, sagen wir, noch nicht 65 und nicht mehr 5 ist, aber trotzdem aus irgendwelchen Gründen keine Jeans anziehen will? Und keine Anzughose? Und generell nichts krass Ungewöhnliches oder allzu Exzentrisches wie Goldkreppwickelrock oder Hanfleggins? Ich weiß schon, ein absurder Gedanke, warum sollte man was anderes tragen als Jeans, wer macht schon sowas? aber man wird als, huh, querdenkender Blogger ja wohl auch mal an die Grenzen des Denkbaren gehen dürfen. Was also zieht man an? Richtig, es gibt nichts Passendes. Außer zur Wiesn in München, da darf man sich traditionell kleiden. Und im Sommer geht man, bei entsprechender Wadenstärke natürlich, mit Shorts gerade eben noch als bekleidet durch.
Keine Ahnung, wie ich auf den Quatsch komme, aber ich habe das Gefühl als sei das Straßenbild irgendwie homogener als früher, weniger bunt. Wenn man durch die Stadt geht, trägt heutzutage jeder Jeans, blaue zudem. Schon schwarze Jeans sind kaum zu sehen. Und all die Khakis, Bundfaltenhosen, Cord- oder Stretchbeinkleider sind irgendwie auch weg. Verschwunden. Wo sind die hin? Wer die gar nicht mehr hergestellt? Oder wohnen sie in irgendeiner Kleinstadt in Vorpommern oder im Fichtelgebirge, zusammen mit den Vokuhilas und den Holzfällerhemden und all diesen anderen Dingen, die man nicht vermisst?
Oder ist das wieder nur so ein München-Phänomen, und anderswo läuft alles mit gestreiften Matrosenhosen, geschnürten Lederbuxen und Knickerbockern herum?


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Schwarze Jeans sind für mich eine Stufe unter Anzug. Wenn es legerer sein darf, auch gerne mal eine Cargo-Hose. Klassische Stoff-Hosen gehen eigentlich gar nicht. In einem Retro-Anfall kann man über eine Cord-Hose im Jeans-Schnitt nachdenken.
Neulich kam eine Folge von “Immer wieder Jim” in der er in einem Schottenrock rum gerannt ist, solltest du vlt auch mal probieren ^^.
Ich trage fast ausschliesslich schicke schwarze Jeans, ab und zu auch mal eine nicht allzu schnieke Anzughose. Ist hier im Köln / Bonner raum auch nichts seltenes.
Und jetzt darfst du dir mal vorstellen, was ich für einen unfassbaren Spaß dabei hatte, mich im Sommer nach Alternativkleidung umzuschauen, da ich meine Zusage für acht Monate als Fremdsprachenassistent in England bekommen hatte und dort im Schreiben zum Thema Arbeitskleidung ungefähr soviel stand wie: “We would like you to wear something that’s casual but smart.” Was übrigens im Grunde, hat man den Code erstmal entschlüsselt, nichts anderes heisst als: “Ey, Junge, komm bloß nicht mit Jeans an.”
Aber: Ich fand zunächst mal nur Jeans.
Überall das selbe Bild. Das war ein Krampf.
(und dann stellt sich vor Ort heraus: Jeans ist doch in Ordnung.)
Hier bei uns im Kölner Raum findet sich immer mehr farbenfrohe, knallige Varianten der bekannten Jeans, zumeist als Röhrenjeans. Rot,Pink,Blau,Grün.. knallige Farben. Fällt auf, mag aber auch daran liegen dass es meist die jungen Frauen, wohl eher noch jugendliche sind die sich so kleiden. Stilvoll kombiniert “kann” das sehr gut aussehen.
Ich finde das okay, trage selbst sehr gerne Jeans. Und ich finde Jeans können auch chic sein, eine schöne Boss Orange Jeans kombiniert mit einem Hemd und Sakko sowie schwarzen Schuhen sieht absolut gut aus.
Zimmermannshose, im Süden wohl auch als Zunfthose bekannt. Feiner Grobcord mit 65er Schlag in Schwarz ;-)
Also in Augsburg ist alles beim Alten. Ich trag eigentlich nicht gerne Jeans (und habe auch nur eine). Dennoch komm ich nicht in Bekleidungsengpässe, so dass ich nackt herumlaufen müsste.
Kennt ihr nicht normale Stoffhosen?
Also Jeans geht mal garnicht! Ich wüßte überhaupt nicht wohin mit meinen ganzen Gadgets! Ich bin Verfechter der Cargos mit schönen großen Außentaschen.
Also in Berlin sieht man so einiges mehr an Hosen. Multikultistadt. Hmm. Und in daheim in Greifswald gab es auch Vokuhila MIT Holzfällerhemden.
Moment. Das IST ja eine Kleinstadt in Vorpommern!
Okay, dahin verschwinden also die vergessenen Trends…
Sollen nicht Cordhosen wieder im Kommen sein?
Natürlich nicht so Spießer-Dinger! Diverse Skatemarken haben doch jetzt Cordhosen wiederentdeckt. Das find ich immer wieder gut.
Kann mich da moep nur anschließen, wenn man mir meine Hosentaschen nähme wäre ich verloren – bin auch bisher ohne jemals auch nur eine einzige Jeans zu besitzen durchs Leben gekommen. ;)
Hab ich was verpasst? Sind Cordhosen nicht auch momentan völlig normal und gängig? Wie wär’s ansonsten mit netten Stoffhofen? Für Männer doch in durchaus “Casual Smart” Stil zu haben! (z.B. http://www.baretta.de)
Ja, Cordhosen sind wieder im kommen.
Und ich vermelde aus Vorpommern: Auch hier wenig Anderes als Jeans.
hmm… irgendwie lauf ich auch den ganzen tag bloß in jeans rum. immerhin hab ich viele die nich blau sind. :)
ohh und ne cord-hose. :-D
“Die Uniform derer, die keine Uniform tragen wollen”
cord war nie out! (bei mir zumindest nicht ;-) )
für frauen sind schlaghosen ja wieder häufiger in den läden zu sehen. für männer natürlich (hoffentlich noch) nicht. :-(
zimmermanns-hosen sind natürlich das maß aller dinge, aber man muss sie sich erst richtig einlaufen. außerdem sollen die ja eigentlich nicht in die waschmaschine, was das waschen etwas aufwendiger macht.
nach eigener erfahrung rennt es sich mit einer voll beladenen cargo-hose nicht so gut zur u-bahn.
Ich HABE nicht mal eine blaue Jeans.
Aber massenhaft schwarze :)
Cord mochte ich noch nie.
Also ich finde Cord in allen Farben (beige, braun, schwarz) sehr ok, im Sommer halt meist zu warm, aber gerade dann kann man auch zu bequemen und doch ansehbaren Chinos greifen. Wenns lässiger sein soll auch mal ne vernünftig geschnitte Cargohose. Ich finde schon es gibt ne Menge Alternativen, aber die meisten Männer sind halt zu faul zum nachdenken und ausprobieren und greifen halt zur bewährten Jeans…
Chinos werden doch noch getragen resp. dürfen getragen werden? (Wie die Wintervariante heißt, weiß ich nicht) Aber Jeans sind doch sowieso out?! Wahrscheinlich ist MUC da wieder der Zeit voraus, oder eher hinterher?!
Ein ähnliches Problem hatte ich vor einiger Zeit, als ich mir ein Paar stinknormale Sportschuhe kaufen wollte.FORGET IT! Sportschuhe gabs entweder in den abartigsten Farbkombinationen, zentimeterhohen Sohlen (Hallo? SPORTschuhe?!) oder das Regal meiner Größe (45) war gerade mal nen halben Meter lang.Ich hab ungelogen WOCHENLANG suchen müssen, bis ich endlich hatte, was mir vorschwebte.Dann hab ich aber gleich 2 Paar mitgenommen, sicher ist sicher ;-) Bin ich jetzt exotisch oder dreht die Bekleidungsindustrie langsam völlig durch…?
@ Thunder77: Nein, Du bist nicht exotisch, Du hast recht. Jahrelang war es ein Drama, Hosen Größe 114 zu bekommen (lang, aber schlank), dann war es jahrelang absolut einfach und jetzt ist es wieder so, dass man die einfach nicht bekommt, zumindest nicht im Raum Düsseldorf/Köln.
Ich meine, die Leute, die die gekauft haben, was ist mit denen? Sind die alle tot? Haben die sich operieren lassen und tragen nur noch Röcke?
Wenn Ihr da draußen seid: Meldet Euch, ich mache mir echt Sorgen. :-(
muss dem Toast recht geben, da ich auch aus Greifswald komme… falle hier ab und zu, naja eigentlich fast immer, mit meinen schwarzen gothic-punk-hosen auf
aber hab am wochenende in berlin grad wieder gemerkt, dass dort wirklich alle hosenarten und -farben rumlaufen
@basileus: die sind einfach nur fett geworden… ;-) *bäuchlein streichel*
Dann müsste es aber Hosen in 118, 122 oder was weiß ich geben, denn die werden ja nicht kürzer, wenn sie dicker werden… oder doch?
Irgendwo hast du schon recht, Gunnar. Ich finde allerdings, dass vieles den Namen Jeans nicht mehr verdient. Diese ganzen Neo-Yuppie-Hosen aus War-mal-Jeansstoff im destroyed-used-crinkle-heavy-stonewashed-mit-trendigen-Applikationen-Look sind alles, aber nicht Jeans.
Schöne Alternativen gibt’s, finde ich, reichlih: Cordhosen (von Joker!), Chinos von Gap oder die klassische Dickies Workerhose in schwarz. Nicht weit verbreitet, aber gut. :)