Watchmen

by Gunnar on 26. Juli 2008 · 4 comments

[Achtung Gastautor: Thomas, ein alter Freund des Herrn Kaliban, nutzt von Zeit zu Zeit dieses Forum, um seine Ansichten zu äußern. Thomas ist Urologe und lebt in Holland. Das mag manches erklären.]

Das unverfilmbare Meisterwerk von Alan Moore wird nun also verfilmt. Vom 300-Mann Zack Snyder. Hm.

Eine der faszinierenden Facetten am Comic Watchmen war die glaubhafte Welt, die Perfektion des suspension of disbelief. Reklame, Aktionfiguren, Parfum, Buchexzerpte, Verhaftungsreport und was nicht alles – alles im Watchman zu finden. Das Medium Comic perfekt benutzt, mit Erzählstrukturen auf drei parallelen Ebenen. Nun sieht man, wenn auf youtube ein bisschen schnüffelt, dass es Wettbewerbe für das Erstellen von Reklame im Stil der 80er gab, die man dann wiederum in den Film eingebaut werden soll (“Veidt Parfum”). Eine Art user generated content im Film sozusagen. Das an sich finde ich schon revolutionär und es kommt der Idee des Watchmen mit seiner vollständigen Immersion schon recht nahe. Letztes sah ich Alan Moore in The Mindscape of Alan Moore, und der Meister sagte, dass er ein Magier sei. Erst denkt man, jaja, der Mann ist verrückt. Sieht man ja schon an der Frisur.

Aber nun, auf einem abstrakten Niveau, wenn man Magie als Gedankenkraft sieht und die Fähigkeit, die Realität durch Erzählungen zu beeinflussen, dann, ja dann, ist Alan Moore in der Tat ein mächtiger Zauberer, ein Houdini unserer Tage.

Nach dieser Tangente: Der Film wird ein Brett.

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