Und wohin jetzt? Zurück zur “Neuen Mitte”?

by Gunnar on 7. September 2008 · 5 comments

Wenn nicht alle Witze auf Kosten der SPD schon gemacht wären… …dann hätte man jetzt ausreichend Gelegenheit. Aber das Scherzen verbietet sich angesichts der Selbstdemontage einer ehemals relevanten Partei.


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Picard September 7, 2008 um 16:47

Wenigstens is der Beck jetzt weg, is finde ich das wichtigste, mit Münte und Steinmeier kann ich viel besser leben…

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Konrad September 7, 2008 um 17:37

Abwarten wie lange die Basis das mitmacht, da ist Münte schon mal drüber gestolpert.

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Björn September 7, 2008 um 22:08

Die Kiste ist halt, dass die Partei ein echtes Problem hat wenn sie ihren 68 Jahre alten Ex-Ruheständler als Messias zurückholt. Gut, vier Jahre jünger als John McCain, aber der Weg in die Zukunft sieht anders aus.

Steinmeier macht sich öffentlich sicher besser als Beck, aber aufgrund seiner Rolle in der Kurnaz-Affäre ist mir der Technokrat schlicht nicht geheuer. Und letztlich ist es gerade diese Hinterzimmer-Politik, die mehr und mehr von der Parteibasis wegtreibt. Das mag bei den Wahlen nochmal reichen um vor der Linken zu landen, aber effektiv zerstört sich die SPD momentan selbst… und das auf so erbärmlich Art und Weise, dass es schwerfällt Mitleid mit der Alten Dame zu haben.

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Benni September 8, 2008 um 10:59

Die gestrigen Ereignisse rund um Kurt Beck und die SPD sind in meinen Augen das Beste, was der deutschen Sozialdemokratie seit langem passieren konnte. Die Seeheimer sind doch die treibende Kraft in der Partei, die geschlossen hinter der Agenda 2010 stehen und die eher eine Realo Politik verfolgen als diesen “wir bewegen uns nach Links” Unfug, den Kurt Beck und Nahles und Intriganti wollten. Daher find ich das garnicht so witzig oder lächerlich, was zurzeit in der SPD passiert, sondern ich sehe das als ersten Schritt auf dem Weg zur Besserung.

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Magnus September 9, 2008 um 22:15

Das eigentliche Problem ist ja, daß die SPD keinen einzigen Politiker mehr über hat, der so etwas wie linkes Profil besitzt und dazu noch das nötige Charisma.

Man hat einfach nur noch das Gefühl, daß dort ein Haufen von selbstverliebten Bürokraten sitzt, die von Volksnähe keine Ahnung mehr haben.

Das mag nun auch ein Problem sein, das momentan alle Parteien plagt, aber bei der SPD, die ja auch für die kleinen Leute stehen sollte, merkt merkt man es besonders akut, weswegen auch die Wähler links und rechts weglaufen.

Naja, so wird sich die Partei wohl auf 20 +/- 5 Prozent festpendeln, bei den besserverdienenden Aufsteigern, welche ja bei der neuen Parteiführung und dem Seeheimer Kreis so beliebt sind. Nur eine Bundestagswahl gewinnt sich so nicht und wahrscheinlich auch nie wieder, so lange die Linke existiert.

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