Oktober 2008

Musik spielen

by Gunnar on 31. Oktober 2008 · 4 comments

Jaja, heutzutage wissen auch ansonsten Killerspiele-vorurteilsbehaftete Mainstream-Medien, dass all diese Spiele mit diesen Gitarren irgendwie der letzte Schrei sind. Und sogar die alte Musikindustrie hat neulich kurz mal den müden Dinosaurierkopf gehoben, um zu gucken, ob aus diesem Phänomen nicht ein bisschen mehr Geld zu wringen ist.

Man muss nur lange genug mit Ausdrucken der Verkaufszahlen wedeln, dann nehmen einen alle ernst. Woran sich aber kaum jemand erinnert, ist wie mühsam und peinlich die Anfänge waren.

Kennt noch jemand Quest for Fame von 1995? Es ging um stumpfes Rhythmus-Halten und dem Spiel lag keine Gitarre, sonder eine Art Plektrum bei, welches man mit dem Parallelport verbinden konnte und das, ahem, aus jedem Tennisschläger ein Instrument machte. Auf dem Screen sah man Videosequenzen aus Konzerten (Aerosmith hatten einen legendären Auftritt) und eine schlichte Anzeige, die einem verriet, wann man anschlagen musste.

War absurd, machte aber auf eine leicht beschämende Art ein bisschen Spaß.

Coverscan von mobygames.com

Cover (c) mobygames.com

Donnerstagslinks

by Gunnar on 30. Oktober 2008 · 2 comments

### Weites Feld, aber eine ganz ordentliche Auswahl: die 10 coolesten Eröffnungssätze in der Literatur. ###

### Ganz brauchbare Bildbearbeitung, die man online verwenden kann, ohne Download. ###

### Postsecret ist ein (schon was älteres) Projekt, bei dem Menschen eines ihrer Geheimnisse auf eine Postkarte schreiben und die anonym einschicken. Hübsch. Menschen sind ja immer spannend. ###

### Den Schauspieler sagen, dass du nicht wählen gehen sollst-Spot kennt schon jeder, oder? ###

Das wäre doch nur recht und billig

by Gunnar on 28. Oktober 2008 · 7 comments

Liebes Leben,

ich bin ja guten Willens, ich möchte meine innere Mitte finden und ein Rudel Kinder zeugen und sie aufziehen und generell ein ausgeglichener, besserer Mensch werden.

Du musst mir aber ein bisschen entgegen kommen: Ich fordere von Dir ein Haus am See. An einem Ort, der infrastrukturell gut angebunden ist, aber trotzdem einen Sommer wie in Italien veranstalten kann und Frühling wie an der Nordsee und den Herbst der französischen Westküste und, nun denn, meinetwegen auch noch einen Schweizer Winter, aber den nur einen Monat lang, gerne so um Weihnachten rum.

Das sollte doch auch in Deinem Interesse sein.

Es ist doch niemandem geholfen, wenn ich unter der Lohnarbeit gebeugt und grau werde und irgendwann, nicht unwahrscheinlich mit meinem Hang zur Cholerik, so eine Sache veranstalte wie weiland William ‘D-Fens’ Foster.

Also. Bitte. Ein Haus. Am See. Oder, um die Sache nicht zu verkomplizieren, rasch einen Lottogewinn in entsprechender Höhe. Von da aus können wir uns ja dann gemeinsam weiter vortasten.

Berufsgeheimnisse

by Gunnar on 27. Oktober 2008 · 11 comments

Noch brandneu, weil gestern erst fertig geworden: meine neue Seite mit dem hübschen Namen Berufsgeheimnisse.

Wer mag, schaut mal rasch rüber — die Sache sollte (wenn man den Text im oberen Bereich liest) einigermaßen selbsterklärend sein. Ziel der Seite ist jedenfalls eine nette Sammlung von hübsch lesbaren Insider-Tricks zu diversen Bereichen. Content gibt’s noch nicht viel (deswegen ist die Zufallspostingsfunktion unter der Erklärung noch ein bisschen albern), das füllt sich aber hoffentlich in den nächsten Wochen, wenn ich an alle möglichen Berufsgruppen Mailings verschicke. Falls jemand von den hier Mitlesenden etwas beizutragen hat, würde mich das natürlich besonders freuen ;-)

Und ein bisschen Feedback zur neuen Seite kann auch nicht schaden.

Sonntagslinks

by Gunnar on 26. Oktober 2008 · 1 comment

### Konrad schreibt bei SpOn sehr nett über den großartigen Richard Bartle, Erfinder der MUDs. ###
### The chair patiently waits for you to sit with him again. (Immer nach rechts weiter klicken) ###
### Der Escapist schreibt sehr hübsch über Videospiele und Gott. ###
### Nico hat einen vernünftigen Vorschlag für Frau Heidenreich. ###
### Nutzwerttipp: Grafikprogramme beherrschen meist die .ico-Endung für Favicons nicht. Hier kann man sich sehr leicht Bildchen in Favicons der richtigen Größe umwandeln lassen. ###

Und am Samstag: auf’s Maul

by Gunnar on 25. Oktober 2008 · 3 comments

Dass es, zusätzlich zur Sprache, fundamentale Unterschiede zwischen England und Deutschland gibt, das habe ich erstmals so halbwegs verstanden, als mir eine Engländerin bei einer Party von ihrer Begeisterung über den Kölner Karneval erzählte. Sie fand dort alles toll, die Offenheit, die Musik, das Orgiastische, aber was sie immer wieder betonen musste, weil es ihr nahezu unwirklich vorkam, war that there were lots of drunken young men but no fights.

Ich fragte nach, weil es mir komisch vorkam, dass sie den Punkt mit den Prügeleien so strapazierte, sie versicherte, dass sie sich an nur wenige Gelegenheiten erinnern könne, an denen Begegnungen zwischen betrunkenen Männern nicht zum Austausch von Maulschellen geführt habe.

Uh. War mir so nicht klar.

Fußball-Problemchen

by Gunnar on 24. Oktober 2008 · 1 comment

Spielt eigentlich jemand von den Mitlesenden das aktuelle Pro Evo auf Xbox Live? Ich fand schon den Vorgänger online nur schwer spielbar, weil durch den Lag sich ständig die Spielsituationen verschoben haben — eben noch kämpft man an der Mittellinie um den Ball, eine Microsekunde später steht der gegnerische Stürmer am Elfmeterpunkt allein vor’m Torwart. Der Vorvorgänger hat hingegen ganz gut funktioniert.

Mich würde mal interessieren, ob’s irgendwie an mir liegt (meinem Karma, meinem DSL-Provider, dem WLAN), dass auch die 2009er Fassung wie die Sau laggt oder ob das anderen auch so geht.

Morgens, in Bogenhausen

by Gunnar on 24. Oktober 2008 · 3 comments

Bin heute morgen beim Joggen Hubert Burda begegnet. Wusste gar nicht, dass die Giganten der deutschen Medienlandschaft überhaupt noch zu Fuß gehen. Konnte glücklicherweise der Versuchung widerstehen, ihn zu fragen, ob er mich adoptieren will.

Donnerstagslinks

by Gunnar on 23. Oktober 2008 · 3 comments

### Huch! Zum neuen Hartmut und ich-Roman von Oliver Uschmann gibt’s einen hübschen Song. Klick: Mit Video. ###
### Für Fans ungewöhnlicher Fotos: Lichter in der Dunkelheit ###
### So denken Millionäre: eine Art Anleitung in sechs Schritten ###
### There’s probably no god. Enjoy your life. Atheistische Reklame auf Londons Bussen. ###
### Wer gut Englisch kann und überdies Interesse an der Firma Apple hat, findet auf daring fireball einen sehr akribische Aufarbeitung von Apples Weg zu mittlerweile drittgrößten Handyfirma der Welt. ###

Meet the GORD!

by Gunnar on 22. Oktober 2008 · 2 comments

Ich bin kein ganz großer Fan all dieser sozialen Netzwerke, aber meinen Facebook-Account pflege ich ein bisschen. Dort fand ich kürzlich eine Frage von einem waldschratigen Kanadier in meinem Postfach, der den sehr coolen Namen GORD LOTT trägt — den kann man nur in Großbuchstaben schreiben, der klingt wie ein Bossgegner in einem Videospiel. Der Herr erkundigte sich, ob wir nicht möglicherweise verwandt seien, von wegen gleicher Nachname und so. Nun, sind wir nicht, soweit ich meinen Stammbaum im Blick habe, obwohl GORD LOTT behauptete, dass ich eine ziemliche Familienähnlichkeit hätte (?). Es entspann sich ein kleines Mail-Gespräch, am Ende lud er mich sehr freundlich auf ein Bier nach Kanada ein.

Nicht, dass ich die Einladung jemals wahrnehmen würde, aber es ist doch herzerwärmend, wenn diese ganze kühle Webwelt mal eine menschelnde Seite zeigt.

Ein Fluch geht herum

Oktober 21, 2008

Eine Erkältung ist, nach meiner neuesten Theorie, keine Krankheit, sondern ein Fluch. Und wie jeden guten Fluch kann man diesen bloß durch ein Menschenopfer loswerden. Da aber rituelle Schlachtungen von Jungfrauen zum einen heutzutage nicht gern gesehen werden und zum anderen auch allzu aufwändig sind, muss man sich mit der Siebener-Regel behelfen — wer den […]

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Niggemeiers Rundumschlag

Oktober 21, 2008

In einem deutschen Blog auf einen Artikel von Bildblogger und Medienjournalist Stefan Niggemeier hinzuweisen, ist vermutlich wie Eulen nach Athen zu tragen, aber ich tue es trotzdem mal, der gestrige Beitrag über den deutschen Online-Journalismus ist einfach zu lesenswert: Was macht man also als klassischer Medienbetrieb mit einem neuen Medium, das vermutlich irgendwie die Zukunft […]

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