Januar 2009

Cache as Cache can

by Gunnar on 31. Januar 2009 · 5 comments

Hm. Wenn Sie, geehrter Leser, zuweilen das Gefühl hatten, diese Webseite werde selten ge-up-datet, dann bei späteren Besuch aber mit einer Fülle bislang unbekannter Beiträge konfroniert waren, dann liegt das vielleicht an Ihrem Wahrnehmungsapparat, vielleicht aber auch an einem Caching-Problem.

Offenbar schrub WordPress die Postings korrekt im Blog und Feed raus, sichtbar wurden sie aber nur, wenn man die Seite mit geleertem Cache ansteuerte oder nach Ankunft beherzt STRG plus F5 drückt. Was manche Leute wohl auch als Diskrepanz zwischen Seite und Feed wahrnahmen.

Das Problem sollte jetzt behoben sein — offenbar war ein Plugin schuld.

P.S. Ach, und kommentieren kann man jetzt auch wieder. Das war ein ganz anderes Problem. Des Webmasters Sorgen sind nie zuende.

Schmeckt nach Fisch

by Gunnar on 31. Januar 2009 · 5 comments

hartkäse aus sardinen?

“Du, Luigi, woraus machen wir den guten Hartkäse, wenn wir keine Milch mehr haben?”
“Ach Mario, dann musst du eben nehmen, was du noch so im Kühllager rumliegen hast.”

Radiotheorie = Twittertheorie?

by Gunnar on 30. Januar 2009 · 2 comments

brecht1Ich hab’s irgendwann schon mal erwähnt, aber man kann es nicht oft genug tun — es ist erstaunlich, wie hellsichtig sich heute Passagen aus der Radiotheorie von Berthold Brecht lesen, die kurz nach der Erschaffung der Welt, also zwischen 1927 und 1932, entstanden ist.

Brecht sah mit Erstaunen den Aufstieg des Radios zum Massenmedium — “[das Radio ist eine der] Erfindungen, die nicht bestellt sind. […] Nicht die Öffentlichkeit hatte auf den Rundfunk gewartet, sondern der Rundfunk wartete auf die Öffentlichkeit.” stellte er fest und beobachtete (fast als würde er über das moderne Bloggen sprechen) “Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen.”. Brecht störte die Einbahnstraßenhaftigkeit des Radios, er hatte keine Verwendung für einen weiteren Kanal, der einfach Inhalte transportiert, die man auch anderswo und anderswie zum Empfänger bringen könnte. Er forderte folgerichtig: “Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen.”

Wir ersetzen mal zum Spaß “Rundfunk” durch “Internet” — und schon könnte die Aussage aus den 90er Jahren stammen. Jetzt ist das irgendwie alles da — Twitter und die Blogs (die eigentlich zusammengehören als in sich irgendwie unvollständige Bruchstücke eines Ganzen), Wikipedia, Indymedia, Facebook, das Wasser im Kanal fließt in beide Richtungen. Brecht ging es allerdings nicht darum, dass Blogger ihre kleinen Erlebnisse aufschreiben oder Twitterer ihre Verfolger mit Beiträgen wie “Ich finde am Marienplatz kein Taxi. #FAIL” anöden, sondern um die Herstellung von Gleichgewicht, von Gegenöffentlichkeit: “Den Mächten der Ausschaltung durch eine Organisation der Ausgeschalteten begegnen.”

Tragisch ist nur, dass die Forderung theoretisch zwar erfüllt, das weiße Rauschen ist aber so laut geworden ist, dass man vieles, ach so vieles, nicht mehr so recht hört.

Und dass die “Mächte der Ausschaltung”, also die Obrigkeit, durch die Mächte der Verdoofung, also die Konzerne, ersetzt worden sind, die ziemlich effizient arbeiten.

Donnerstagslinks

by Gunnar on 29. Januar 2009 · 5 comments

VIDEO: Der alte Schinken Take on me von A-Ha so gesungen, dass es endlich richtig zum Video passt. ###

GAME: Folge dem weißen Karnickel in dem isometrischen Adventure Trapped. ###

BILD: Da hat jemand auf einer Webseite einen Kuchen bestellt, der mit Grüßen beschriftet werden sollte. Ist ein bisschen schiefgegangen. ###

Total unauffällig eingestreute REKLAME: Wir machen mal wieder unsere Konferenz für den Spieleentwickler-Nachwuchs, Making Games Talents. Diesmal Anfang März und in Frankfurt. Da waren wir noch nie. Schnell alle anmelden, sonst kommen wir nie wieder nach Hessen. ###

TEXT: Der freundliche Herr von der Polizei erzählt uns, was wir beachten müssen, falls wir in New York überfallen werden. ###

TEXT: Thorsten Schäfer-Gümbel, die SPD und das mit der Glaubwürdigkeit. ###

TEXT: Virus Alert ist ein quasi prähistorischer, aber sehr toller Blogeintrag von meinem Lieblingsblogger Mathew. ###

TEXT: Wer sind eigentlich die Leute, denen wir diese ganze Finanzkrisenmisere zu verdanken haben? ###

TOOLS: Manchmal braucht man ein Tool, das aufnimmt, was man gerade am PC tut (etwa für ein Tutorial eines Programms oder so). Da könnte man dieses nehmen. Oder dieses. Beide funktionieren online, ohne Installation. ###

Wörterseen

by Gunnar on 28. Januar 2009 · 7 comments

wordle
world3
wordle2

Drei Kaliban-Texte, durch Wordle gequetscht. Instant-Kunst, sozusagen. [via McW]

Probleme mit den Eiern

by Gunnar on 28. Januar 2009 · 5 comments

Neulich besuchte ich einen überteuerten Kochkurs bei Onkel Schuhbeck, den man auch die Krake vom Platzl nennt. Also eigentlich nennt ihn niemand so, nur ein Kollege, der damit mäßig subtil auf die Größe des Schuhbeck’schen Restaurant- und Ladenimperiums anspielt. Ist aber hübsch gesagt, daher übernehme ich den Schimpf mal, jedenfalls solange, bis seine Anwälte den Text hier finden und mich auf Unterlassung sowie die Herausgabe des Kartoffelpufferrezeptes meiner Großmama selig verklagen. Seit dem Kurs weiß ich mehr über Chillisalze, Wirsingzubereitung und die Tatsache, dass die Härte von Messern in Rockwell gemessen wird. Alles schön-schön, aber darum geht’s gar nicht, mich verblüffte vielmehr…

…einer der anwesenden Mit-Kocher. Der, ein gestandener Mann von sicher an die fünfzig Winter, wusste nicht einmal, wie man einen Apfel schält und aufschneidet, geschweige denn, wie man ein Ei halbwegs unfallfrei aufschlägt. Ein Ei! Das ist ja noch unter Schwierigkeitsstufe 1, das ist ja quasi noch Tutorial. Schwer fassbar, das.

Wie hat diese Generation überhaupt bis zur Ehe überlebt?

Vermutlich bis 23 bei Mutti und dann entweder die Kommilitonin oder die Jugendliebe geheiratet. Und seither zwei linke Haushaltshände vorgetäuscht. Ach, es muss damals eine Freude gewesen sein, ein Mann zu sein.

Narrenhände

by Gunnar on 27. Januar 2009 · 19 comments

gunnar_wikipedia

Der absurde Mensch mit der Freenet-IP, der groben Unfug mit meinem Wikipedia-Eintrag angestellt hat, hatte offenbar einen Clown gefrühstückt, wie mein Onkel Günther das genannt hätte.

Salatprobleme

by Gunnar on 26. Januar 2009 · 11 comments

Mir ist nicht ganz klar, wie es passieren kann, dass ich zwei Kabel ordentlich nebeneinander in eine Schublade lege, dann ein paar Minuten, Stunden, Äonen verstreichen lasse, dann die Lade öffne und siehe! die Kabel sind verknäult, verkruschelt, verdreht und verschlungen. Unentwirrbar. Einfach so. Haben die Kabelsex, sobald’s dunkel wird?

Was würde passieren, wenn die Schublade durchsichtig wäre? Hat mal jemand eine Schubladenkamera eingesetzt, um rauszufinden, was da so abgeht, in der Lade, im Dunkel? Warum arbeitet die Wissenschaft nie an den wichtigen Fragen?

Ach, die Bosheit der Welt.

Sonntagslinks

by Gunnar on 25. Januar 2009 · 3 comments

VIDEOS: Oh. Der Vatikan hat einen eigenen Youtube-Channel. Muss man als Kirche heute wohl haben, wenn man die Botschaft Christi auch an die ungewaschene Jugend bringen will. ###

VIDEO: Im Jahr 2012 geht die Welt unter. Ganz bestimmt. ###

GRATIS: Auf Vorleser.net gibt’s Mary Shelleys großartigen Roman “Frankenstein” kostenlos zum Download. ###

TEXT: Die Geschichten hinter zehn bekannten Logos der Lebensmittelindustrie. ###

TEXT: Hans Leyendecker schreibt über die Zumwinkel-Verhandlung. ###

TEXT: Ich hätte gerne ein neues Internet. Sagt Will. ###

TEXT: Microsoft schließt ACES und stellt die Flight Simulator-Serie ein. Uh. Das war doch in sich ein profitables Produkt, nehme ich an. Passt aber wohl nicht in die Strategie, ebenso wie Ensemble und FASA. Versteh’ einer Microsoft. ###

SITE: Wollte ich schon lange verlinken, bevor es jeder macht, habe es aber vergessen, jetzt hat es schon jeder gemacht und ich bin irgendwie spät dran. Egal, jedenfalls ist Bullshit Science, ein Projekt von Frank Lachmann (of Argh! fame), sehr witzig. Und der Domainname erst. ###

SITE: In meinem ausgesprochen geheimen Hauptquartier in den Bergen, wohin ich mich zuweilen zurückziehe, um über meinen Aufstieg zum Weltherrscher nachzudenken, gibt es so eine Videowand… ###

BILD: Noch was zur Inauguration, ein Panoramabild. Mit Zoom! ###

Kinderstrom

by Gunnar on 25. Januar 2009 · 7 comments

Meine Tochter, das Goldkindtm, hat eine neue Superkraft erworben — Blitzschnelles Bücherregale-Ausräumen.

Ich schaue vom Buch hoch, da sitzt sie vor dem Regal und sabbert friedlich auf ein giftfreies Stofftier aus nationaler (lies: bayrischer) Produktion. Ich senke den Blick, lese das Wort “oder”, höre ein leises Rascheln, schaue wieder hoch und — die komplette untere Regalreihe Bücher liegt auf dem Parkett. Kreuz und quer. Das Goldkind sitzt dazwischen und sabbert friedlich auf eine alte Ausgabe von Asimovs “Caliban”.

Absurd. All die Energie. Vielleicht könnte man an den Büchern Drähte befestigen und damit eine kleine Turbine antreiben. Und so den Strom für, sagen wir, die Xbox 360 gewinnen.

Zu irgendwas müssen die Kinder doch nützlich sein, bevor man sie endlich, mit sechs oder so, zum Arbeiten in die Salzminen schicken kann.

Tradiertes Kommunikationsverhalten auf neuen Medienkanälen

Januar 23, 2009

Tradiertes Kommunikationsverhalten auf neuen Medienkanälen

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Donnerstagslinks

Januar 22, 2009

SITE: CNN und Microsoft dokumentieren mit Photosyth sehr hübsch die Inauguration Obamas. ### VIDEO: Ärzteverarschung — ein Schauspieler gibt sich als Pharmareferent aus und versucht, Ärzten eine Wunderpille anzudrehen. ### VIDEO: Die Stars Wars-Filme, nacherzählt von jemandem, der sie nicht gesehen hat. Nur so aus dem Popkulturwissen. ### BLOG: Man kann sich den Namen dieses […]

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