Herr Kaliban zwitschert

by Gunnar on 10. Januar 2009 · 4 comments

Hm. Erstaunlich, aber das Phänomen Twitter, dieses sinnlose Verschießen von sinnlosen Ich-Häppchen per Handy oder Internet, will nicht verschwinden. Im Gegenteil. Dabei ist die Signal-to-Noise-Ratio noch weit unter der von Foren, Blogs oder IRC-Chats, was bis vor kurzem unter Wissenschaftlern als unmöglich galt.

Ich würde sowas natürlich nicht tun. Schon das Wort: “twittern”. Schlimm. Und ohnehin dränge ich der Menschheit durch mein Blog schon genügend Fetzen aus meinem Hirn auf. Ich stehe über Phänomenen sowieso voll drüber.

Anderseits…

…anderseits fühle ich mich gesellschaftlich verpflichtet, regelmäßig meinen Facebook-Status zu up daten upzuden zu ändern, was ja inhaltlich quasi dasselbe ist wie twittern, da dachte ich… ich könnte… es wäre kein Zusatzaufwand…

… naja, es nutzt ja nix, um den heißen Brei herumzureden —  ich mache jetzt auch was alle anderen schon lange machen, microbloggen (ein ieeh-Wort). Nur später. Peinlich, ich weiß. Eine Niederlage, ja. Schlimm.

Aber da mein Twitter-Feed gleichzeitig noch bei Facebook und hier rechts im Blog einläuft, ist das Ding wenigstens ökonomisch genutzt. Ahem.

Wer also Kaliban.de liest und zuweilen nach rechts schaut, verpasst auch ohne Betreten meiner Twitter-Seite keine weltbewegenden Erkenntnisse meinerseits. Falls es mir überhaupt gelingt, Erkenntnisse abzusondern. Ist ja bekanntlich ein Problem, das mit den Erkenntnissen, oft bleibt man ja im Deskriptiven hängen. Aber das ist ein anderes Thema.

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