Kinder, Katzen, Kaliban

by Gunnar on 14. Januar 2009 · 11 comments

Das entzückende Goldkindtm, Licht meines Lebens und all das, kann, sie ist ja auch erst zehn Monate alt, im Wesentlichen nur zwei Spiele, das Weglaufen-Spiel und das Hinter-der-Ecke-Verstecken-Spiel. Die sind dafür aber leicht kombinierbar.

Besonders das mit den Ecken ist ihr ein steter Quell der Freude. Spitzbübisch grinsend guckt sie zwischen Mamas Beinen durch, hinter Ecken vor und von unter dem Tisch aus hoch, nur um nach erfolgtem Augenkontakt strahlend “Da!” zu rufen und kichernd wieder wegzugucken. Wenn sie besonders schlau sein will, geht sie hinter mich und hält sich an meinen Beinen fest. Dann muss ich, um meiner Rolle gerecht zu werden, scheinheilig “Wo ist eigentlich die Marleen?” fragen und ostentativ nach ihr Ausschau halten, während sie ausweicht und gnichelt.

Süß.

Absurd wurde es neulich, als sie versuchte, eine Kombination aus beiden Spielen mit der Katze zu spielen — und so ü-ber-haupt nicht verstehen konnte, warum dieses Familienmitglied jetzt als einziges nicht mitspielen will. Im Gegenteil, das komische Wesen rennt sogar weg, wenn man ihm die Regeln erklären will.

Ich bin sicher, dass unsere hohe Telefonrechnung daher rührt, dass die Katze heimlich nachts bei der Telefonseelsorge anruft.

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